Osnabrücker Studentin: Abenteuer Südkorea

Abenteuer Südkorea

Studentin Ela über ihre Zeit in Seoul

Wer Cognitive Science an der Uni Osnabrück studiert, muss entweder ein Auslandssemester oder ein Praktikum in einem anderen Land

absolvieren – das wusste Ela Köberle schon zu Beginn und hat sich dafür ein ganz besonderes Land ausgesucht. Im Sommer 2018 flog sie für vier Monate nach Seoul.

Ela: „Ich wollte sehr weit weg von Deutschland und eine Kultur kennenlernen, die mir völlig fremd ist.“ Die erste Hürde, die die Osnabrücker Studentin dabei nehmen musste, war die Sprache. Sie lernte völlig neue Buchstaben und Zeichen. „Dar war eine Challenge, der ich mich gestellt habe.“

Sie selbst sei positiv überrascht gewesen, der Kulturschock blieb völlig aus. Am meisten geprägt hat sie der starke Wettbewerbsgedanke der Koreaner – besonders an der Universität. Denn dort steht man immer im direkten mit allen anderen Studenten, gleicher Fachrichtung. Sprich: Die Note einer Klausur ist abhängig davon, wie gut die Kommilitonen sind. Der Druck ist demnach deutlich höher und auch Ela saß vor der Prüfungszeit häufiger am Schreibtisch. So kam es vor, dass sie ihre koreanischen Freunde mehrere Wochen nicht gesehen hat.

Von kuriosen Waschbärencafé (ja, da gibt es wirklich einen Kuschelraum mit den knuffigen Tierchen) bis zur Mega-Mall, die die ganze Nacht geöffnet hat, über koreanisches Street Food bis zum Sightseeing – Ela war vor allem in Seoul, weil sie etwas erleben wollte. Von politischen Spannungen keine Spur. „Zumindest habe ich sehr wenig davon mitbekommen. Hier und da kleine Protestaktionen, aber ich habe mich zu jeder Zeit wohlgefühlt auf den Straßen.“

Im Oktober kehrt die Osnabrückerin bereits nach Südkorea zurück und kann sich vorstellen, dort auch zu arbeiten. Vielleicht nicht ihr ganzes Leben lang, denn der immense Leistungsdruck der Koreaner ist doch sehr gewöhnungsbedürftig, aber für eine gewisse Zeit? „Warum nicht!“