„Zuhause sehe ich Kühe aber keine Delfine“

„Wenn ich zuhause aus dem Fenster gucke, sehe ich Kühe aber keine Delfine.“

Greta hat ihre Ausbildung zur Fotografin in Melle absolviert und schippert nun durch die große weite Welt. Gran Canaria, Fuerteventura, Teneriffa, Valencia, La Spezia, Marseille – für andere eine Traumtour, für sie mittlerweile Alltag. Ihren Job übt die Osnabrückerin nun auf der neuen AIDAnova aus. #startedfromthebottomnowwerehere

THE NEW INSIDER: Hey Greta, wie kamst du an deinen Job auf der AIDA?

Greta: Ich habe mit meinen Eltern schon einige AIDA Urlaube gemacht und zuletzt als Gast an einer Foto-Exkursion teilgenommen. Nachdem ich mich mit mehreren Fotografen dort unterhalten hab, wurde schon klar, dass ich Bock darauf habe. Ich wollte nach meiner Ausbildung eh reisen – Work & Travel ist allerdings null mein Ding. Hier habe ich mein Bett immer dabei und komme trotzdem rum, läuft also!

Was ist denn der größte Unterschied zum Alltag zuhause?

Greta: Hier hat man quasi nie Feierabend – außer man geht direkt ins Bett, aber das wäre nicht mein Stil (lacht). Auch nach den Schichten ist man Ansprechpartner für die Gäste – aber das ist völlig ok, da ja alle so viel arbeiten. Außerdem hat man besonders bei Ausflügen viel Freizeit und kann seine Mittagspausen an den tollsten Orten verbringen. Am meisten haben mich die Dörfer von La Spezia beeindruckt – sie liegen direkt in Felsen, eins schöner als das andere. Noch ein wichtiger Unterschied: Wenn ich zuhause aus dem Fenster gucke, sehe ich Kühe aber keine Delfine oder Schildkröten.

Du bist insgesamt ein halbes Jahr auf der AIDAnova – wie geht es danach weiter?

Greta: Nach einem Monat wurde mir klar, dass das hier voll mein Ding ist, nach zwei Monaten saß ich mit meinem Fotomanager zusammen und habe nach einem neuen Vertrag

gefragt. Wenn alles klappt, fahre ich über Weihnachten und Silvester die nächste Route. Dann geht’s für ein halbes Jahr in die Karibik mit der AIDAperla. Ein Halt sind bspw. die ABC-Inseln. Da seh‘ ich mich doch!

Kommt denn gar kein Heimweh auf?

Heimweh empfinde ich absolut nicht. Manchmal ist es eher die Sehnsucht nach Gewohnheiten und einer Art Konstanz. Hier kommen und gehen die Leute, man weiß nie, ob man jemanden für immer verabschiedet – es besteht halt nichts für immer auf dem Schiff. Einerseits schade, andererseits auch total spannend. Seitdem ich den Fuß hier auf die AIDA gesetzt hab, war ich auch keine Sekunde alleine. Alle sprechen immer von der AIDA-Familie und genauso fühlt es sich auch an: Der Zusammenhalt ist krass und egal, wie unterschiedlich alle sind, haben wir dennoch ein gemeinsames Ziel: Arbeiten, Geld verdienen und dabei einfach eine gute Zeit haben.

 

 

 

Wie beeinflusst dich die bisherige Zeit auf dem Schiff?

Greta: Ich würde sagen, dass ich erwachsener und auch selbstständiger geworden bin, da Professionalität hier an erster Stelle steht. Vielleicht auch noch weltoffener als zuvor eh schon – mit 44 Nationen an Bord hat man eine Vielfalt verschiedenster Menschen hier und das feier‘ ich voll. Zuhause steckt man ja eher in seiner comfort zone und probiert wenig neue Dinge aus, hat manchmal auch mehr Vorurteile anderen gegenüber. Davon macht man sich hier automatisch komplett frei und das werde ich definitiv mitnehmen.

Und dein schönstes Erlebnis?

Kann man so gar nicht sagen. Auf Deck 7 mit nem Bierchen sitzen und den Mond und das Wasser beobachten – das ist schon sehr besonders und bleibt vermutlich für immer in Erinnerung. Auch jedes Mal, wenn wir mit dem Schiff auslaufen und die Sail Away Musik erklingt, bekomme ich Gänsehaut. Die Arbeit hier ist manchmal natürlich auch anstrengend, aber das sind die Momente, in denen man sich denkt: Geil, genau dafür mache ich das.