Corona-Virus in Osnabrück

Corona-Virus in Osnabrück 

Archivfoto Schlossgarten Open Air.

So gehen die Veranstalter damit um

Geisterspiele in der Bundesliga und abgesagte Konzerte: Viele Großveranstaltungen finden wegen des Coronavirus nicht statt. Das soll die Ausbreitung des neuen Virus eindämmen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gab die Empfehlung ab, Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen. Einige Bundesländer, darunter auch Niedersachsen, verbieten diese sogar mittlerweile. Wir sprachen mit einigen Veranstaltern der regionalen Event-Landschaft über die vorherrschende Unsicherheit und Krise.

Regelmäßiger Austausch mit den Behörden

Maximilian Dirks von Goldrush Productions, die u.a. den Rosenhof betreuen, teilte in einer offiziellen Pressemitteilung mit, dass man zum Thema Corona in regelmäßigem Austausch mit den zuständigen Behörden stehe. „Nach aktueller Einschätzung und auf Basis der vorliegenden Informationen, besteht derzeit kein Anlass für eine Einschränkung des Konzertbetriebs“, so Dirk. Empfehlungen und Anweisungen der Behörden hinsichtlich der aktuellen Situation, die sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern können, werden von der Veranstaltungsagentur umgesetzt. Alando Palais-Geschäftsführer Frederik Heede wollte sich auf TNI-Anfrage nicht äußern. Der Betrieb in Osnabrücks größter Disco laufe jedoch zunächst uneingeschränkt weiter.  

Verunsicherung bei Veranstaltern

Auch in der Lagerhalle geht es, Stand heute (11.03.), weiter wie bisher. Pressesprecher Tom Heise betont auf TNI-Anfrage, dass sich das gesamte Team der Problematik bewusst sei, jedoch alle Veranstaltungen zunächst ganz normal stattfinden. Bisher habe noch kein Veranstalter abgesagt. Heise: „Gerade unser Gastro-Team ist natürlich gefährdet. In einem Stadtbus fahren jedoch zu Stoßzeiten auch bis zu 80 Gäste mit, bei uns passen 120 rein. Jeder muss für sich selbst entscheiden, wann er wohin geht.“ Der Landkreis Osnabrück sowie die Hochschule und Universität Osnabrück haben derweil all ihre Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern abgesagt. OsnabrückHallen-Geschäftsführer Jan Jansen sagte gegenüber der Neuen OZ, dass der Ticketverkauf rapide eingebrochen sei. Jansen hoffe darauf, dass die Behörden die „höhere Gewalt“ nicht ausrufen und „realistische Anforderungen“ an die Veranstalter stellen. Nur einen Tag später wollte er sich gegenüber unserer Redaktion nicht mehr äußern. Grund sei die zurzeit zu schnell wechselnde Lage, so dass man zum jetzigen Zeitpunkt kein weiteres Statement abgeben wolle. Das Theater Osnabrück kündigte für den 12. März eine offizielle Pressemitteilung an.

Stand 11.03.2020 / 15:00 Uhr