Olympiaarzt Dr. Grim im Interview

Der Arzt, dem die Sportler vertrauen

Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Sportmedizin Dr. Casper Grim im TNI-Interview

THE NEW INSIDER: Warum haben Sie sich damals für ein Medizinstudium entschieden?

Mir war schon relativ früh klar, dass ich Medizin studieren möchte. Interessant war für mich dabei immer der „Bewegungsapparat“ des Menschen. Außerdem wollte ich, dass mein berufliches Leben etwas mit Sport und Bewegung zu tun hat.

Welchen Schwerpunkt setzen Sie als Verantwortlicher in Ihrer neuen Abteilung?

Wir stehen immer, auch mit mir als Chefarzt, für eine qualitativ hochwertige Versorgung, die dementsprechend individuell auf jeden Patienten angepasst wird. Darüber hinaus sind wir eine Ausbildungsklinik. Ein Thema, was mir sehr am Herzen liegt. Wir müssen auch in Zukunft gute und ausgebildete Ärzte haben, d.h der Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung bleibt immens wichtig.

Inwiefern hat sich Ihr Arbeitsalltag durch den Coronavirus verändert?

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Was war in ärztlichen Karriere rückblickend Ihr größter Erfolg?

Ich muss bei dieser Frage weiter zurückgehen. Es ist schon erstaunlich, dass man den Beruf ergreifen kann, für den man Feuer und Flamme ist. Dass das dann alles geht und klappt, ist für mich der wichtigste Erfolg und Startschuss gewesen. Denn es ist gar nicht so selbstverständlich, dass wir hier in der Berufswahl und Ausbildung so viele Freiheiten und Möglichkeiten haben.

Sie haben die deutsche Nationalmannschaft bereits zu den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro begleitet. Was ist rückblickend ein besonderer Moment gewesen, der Ihnen in Erinnerung geblieben ist?

Alleine die Teilnahme am größten Sportfest der Welt ist phänomenal und ein persönlicher Meilenstein. Die gesamte Vorbereitung sowie Begleitung der Sportler bleibt unvergesslich. Es ist toll zu Erleben wie Sportler ihre Ziele erreichen und wir diese durch unsere Unterstützung verhelfen.

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Im Juli wären Sie eigentlich bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio gewesen. Werden Sie nächstes Jahr eher mit einem mulmigen Gefühl antreten?

Im Gegenteil. Ich freue mich schon jetzt darauf. Wir haben klare Kriterien formuliert, wie solche Wettkämpfe nun stattfinden dürfen und müssen. Dadurch, dass wir um ein Jahr verschieben, bleiben wir in derselben Jahreszeit. Somit bleibt die Vorbereitung für die Athleten und uns bleibt dieselbe. Ganz nach der Devise „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

Als Orthopäde sind Sie auch privat sicherlich sehr sportlich. Welche Sportart betreiben Sie in Ihrer Freizeit?

Typischerweise den Sport, den ich bei der deutschen Triathlon-Union auch als leitender Verbandsarzt betreue: Schwimmen, Laufen und Radfahren. Für mich ein guter und wichtiger Ausgleich zum Alltag und Stress. Ich durfte auch schon viele schöne Orte auf der Welt besuchen und acht Mal den Iron Man antreten und erfolgreich absolvieren.

 

Das gesamte Interview gibt es in unserem E-Paper zu lesen sowie an über 2.000 Verteilerstellen in Osnabrück und Umgebung!