Insider des Monats: OSNABLOC

Insider des Monats: Daniel Friedrich & Runa Lahmann, Osnabloc 

Osnabrücks zweite Boulderhalle ist eröffnet. Seit Ende Mai kann bei Osnabloc am Großen Fledderweg 89 geklettert werden. Doch was erwartet einen auf den mehr als 1.300 Quadratmetern? Wir haben mit den Machern gesprochen.

THE NEW INSIDER: Wann und wie ist die Idee für eure eigene Boulderhalle in Osnabrück entstanden und wie habt ihr zusammengefunden?

RUNA: Die Idee haben wir schon eine ganze Weile mit uns rumgetragen. Jeder auf seine Art und Weise. Im letzten Sommer setzen wir uns in dieser Konstellation, gemeinsam mit Erik Rau,
zusammen und erarbeiteten ein Konzept für die Umsetzung.

Wie sah eure Vision von Osnabloc anfangs aus?

DANIEL: Einiges ist mit unserem Wandbauer direkt am PC entstanden. Die einzigartige Farbgebung ist ganz und gar auf Runas Mist gewachsen. (lacht) Es ist so geworden wie wir es uns vorgestellt haben und die Leute feiern es total. Mit der Nimmerland-Kinderhalle im Peter Pan-Stil haben wir uns als Disney-Fans auch einen kleinen Kindheitstraum erfüllt.

RUNA: Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig. Die Theke stammt aus dem ehemaligen Green Mark, die Tische sind selbstgebaut, unsere Möbel sind Second-Hand und von uns restauriert worden.

Wie ist die Aufgabenverteilung im Team?

RUNA: Ich bin mittlerweile frischgebackene Grafikdesignerin. (lacht) Unfassbar was man alles lernt, wenn man eine Boulderhalle eröffnet. Außerdem bin ich quasi die Chef-Schrauberin und kümmere mich um den Boulderbau. Mit der Zeit würde ich auch wahnsinnig gerne eine Leistungsgruppe etablieren, die auf Wettkämpfe fährt. Ich selbst war schon auf der Deutschen Bouldermeisterschaft und bin ausgebildete DAV-Trainerin (Deutscher Alpenverein).

DANIEL: Ich organisiere und konzeptioniere die Kindergruppen und -geburtstage. Als studierter Grundschullehrer lag das irgendwie nahe. Unseren Gastrobereich betreue ich ebenso. Erik
ist unser Bürohengst,´der im Hintergrund alle wichtigen Fäden zieht.

Inwiefern hat Corona euch ausgebremst?

RUNA: Zunächst hat uns Ende 2019 der Abriss einer Wand in der Halle ausgebremst. Als wir dann im Januar endlich die Genehmigung hatten, ging es unglaublich schnell. Geplant war die Eröffnung ursprünglich für März/April, doch Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.

DANIEL: Es wird aber noch lange eine Baustelle bleiben, denn man findet immer etwas Neues. Ich glaube, eine Boulderhalle ist nie komplett fertig. Aktuell ist der Workoutbereich aufgrund der Hygienevorschriften noch dicht.

Für wen ist das Bouldern geeignet?

DANIEL: Wer laufen kann, kann auch bouldern.

RUNA: Und wer ’ne Leiter hochkommt, kommt auch die einfachsten Routen hoch. Wir haben für jedes Fitnesslevel etwas Passendes dabei.


Warum hat Osnabrück eine zweite Boulderhalle gebraucht?

RUNA: Die Community braucht Abwechslung. Wir schrauben zweimal die Woche um, sodass quasi jeder Besuch einzigartig ist. Wir laden verschiedene Schrauber ein, die alle ihren eigenen Stil haben.

DANIEL:  Durch die Höhe der Halle ist es sogar möglich an unserem Mittelschiff, der Titanic, oben raus über den Rand zu klettern. Das ist für viele noch
ein Extra-Kick. Im Fachjargon nennt sich das Top-Out.

RUNA: Auch zu erwähnen ist, dass wir eine der längsten Wettkampfwände Deutschlands haben. Neu sind unsere Gruppen-Workouts sowie Yogakurse, als Ausgleich zum Bouldern. In Zukunft wird es auch einen Wellnessraum im Osnabloc geben, in dem man sich entspannen und massieren lassen kann.

DANIEL: Und wir haben die geilste Bar aller Boulderhallen! (lacht) Das wurde uns zumindest so zugetragen. Als Partner haben wir u.a. vanWEINS mit im Boot und bei uns gibt es auch im Normalbetrieb leckere Longdrinks und Detmolder vom Fass.

RUNA: Man kann auch gerne kommen, wenn man nicht bouldert. Unser Garten und der Gastrobereich sind groß genug für alle.