Neu-Cheftrainer Marco Grote tritt Thioune-Nachfolge an

„Ich habe ein bisschen darauf gehofft“

Da ist er nun also, der neue Chefcoach! Nachdem Erfolgstrainer Daniel Thioune überraschend seinen Wechsel zum Hamburger SV verkündete, Stand kurzzeitig ganz Fußball-Osnabrück still. Was nun? Und vor allem: Wer nun? Schnell wurden medial einige potenzielle Kandidaten gehandelt, doch Sportdirektor Benjamin Schmedes wurde seinem Ruf als Ausnahmescout einmal mehr gerecht. Denn keiner der genannten Fußballlehrer wurde es. Stattdessen zauberte Schmedes mit Marco Grote (47) einen Trainer aus dem Hut, den eben wieder niemand auf dem Zettel hatte. „In dem Moment, als ich mitbekommen habe, dass Daniel Thioune den Verein verlässt, hatte ich sogar ein bisschen die Hoffnung, dass irgendjemand auf die Idee kommen könnte, mich tatsächlich anzurufen“, verriet Grote in seiner ersten Pressekonferenz. Schmedes rief an, verglich das Anforderungsprofil des VfL mit den Fähigkeiten des Bremers – und beide Seiten kamen zu dem Schluss: Es passt. Beziehungsweise: Es könnte passen. Denn exakt das gilt es jetzt natürlich herauszufinden. Im Herrenbereich des Profifußballs kann Grote bislang noch keine Referenzen als Chefcoach nachweisen – einzig beim VfB Lübeck assistierte er einst Stefan Böger. Einen ungleich größeren Namen hat sich der Neu-Osnabrücker zuletzt in mehr als zwölf Dienstjahren im Jugendbereich des SV Werder Bremen gemacht. Grote kann es nun „kaum abwarten“ endlich seine Arbeit aufzunehmen. Mit seinem Funktionsteam und vielen Spielern sprach er bereits telefonisch, nun soll möglichst schnell der Kader für die neue Saison zusammengestellt werden. „Zum Trainingsstart werden wir wohl nicht alle zusammenbekommen“, verkündete Benjamin Schmedes. „Vor allem im Offensivbereich wollen wir uns noch deutlich verstärken.“ Das Transferfenster ist wegen Corona noch bis zum 05. Oktober geöffnet. Gesucht wird außerdem aktuell noch ein Co-Trainer. Erster Neuzugang der Saison ist Rückkehrer Timo Beermann (29). Aus der eigenen Jugend erhielten zudem Marc Augé und Hakim Traoré (beide 19) Profiverträge.