Sport und Bewegung ohne Gedöns

Körperfreunde: Trainieren ohne Gedöns

Sie sind endlich angekommen in ihrer neuen Base, die Körperfreunde Osnabrück. Längst hätte Ex-VfL-Athletiktrainer Patrick Jochmann (Foto) mit seinem Team in den „Lauten Speicher“ am Osnabrücker Hafen ziehen wollen. Nun, nach kurzer Corona-Bremse, konnte endlich das eigene Trainingszentrum eröffnet werden. Natürlich mit Abstand und Hygienekonzept, aber „es bewegt sich etwas und wir haben mit Freude festgestellt wie motiviert die Leute nach der Zwangspause sind.“ Das Konzept der Körperfreunde fußt auf gleich drei Säulen: Dem sogenannten Stadtteiltraining, bei dem Outdoor zu meist unter freiem Himmel trainiert wird, dem Training im „Lauten Speicher“ und der Möglichkeit von Personal Trainings sowie Betriebssport (auch direkt in den Firmen). Wer in der Base am Hafen trainiert, den erwartet das erste schweißtreibende Warm-up bereits mit dem Aufstieg in die oberste Etage des ehemaligen Getreidespeichers, der von den Briten einst zum Bürogebäude umfunktioniert wurde und seit 2019 als neues, lokales Kreativquartier wächst und wächst. Körperfreunde-Mitglieder können dort zu jeder Zeit trainieren – allein oder in kleinen Gruppen, unter professioneller Anleitung oder auf eigene Faust. Abends finden montags bis donnerstags Kurse statt (u.a. Zirkel-Training, „Starker Rücken“, „Workout-after-work“ und „Körper-statt-Geräte“), die Stadtteiltrainings finden fünfmal wöchentlich an unterschiedlichen Orten statt. Die Devise lautet „Sport und Bewegung. Ohne Gedöns“ und soll sich klar von den großen Fitnesshallen unterscheiden. Athletikcoach Patrick Jochmann hat schon die VfL-Profis fit für den Aufstieg in die 2. Liga gemacht – nun startet er, gemeinsam mit Fitnesstrainerin Marla Koch und weiteren Mitstreitern, selbstständig durch. Das obere Geschoss der „Körperfreunde“ ist noch frei. Dort soll nach Aufhebung der Abstandsregeln eine Art Chillarea entstehen, wo man sich nach dem Workout unterhalten und bei einem Drink abschalten kann. „Wir trainieren in der Regel miteinander, nicht nebeneinander her“, erklärt Jochmann. Vom Alltagssportler bis zum ambitionierten Athleten.  Körperfreunde eben.