„Ich musste oft geduldig bleiben“

Philipp Kühn, aktuelle Nr. 1 im Tor des VfL Osnabrück

Vor der Saison ließ Torwarttrainer Rolf Meyer die Frage nach der Nr. 1 im Kasten bewusst offen. Herausforderer Moritz Nicolas (22) oder doch weiterhin Philipp Kühn? Nach einigen Spieltagen scheint klar: Kühn genießt weiterhin das Vertrauen des Trainerteams – und zahlt es mit Top-Leistungen zurück. Wir haben den 28-Jährigen zu seinem bisherigen Karriereweg, den aktuell so besonderen Bedingungen und seiner persönlichen Zielsetzung befragt.

THE NEW INSIDER: Philipp, der VfL ist eines von lediglich drei Zweitliga-Teams, die in dieser Saison noch ungeschlagen sind (Stand: nach vier Ligaspielen). Wie sehr überrascht dich das?

Philipp Kühn: Das freut uns natürlich sehr und wir streben alle immer nach dem Maximum, aber rechnen konnte man damit nicht unbedingt. Immerhin liegt ein recht großer personeller Umbruch hinter uns und wir mussten uns als Team erst einmal finden. Das ist uns in den ersten Spielen glücklicherweise gut gelungen, aber das ist erst der Anfang.

Hattest du vor der Saison Sorge um deinen Stammplatz? Immerhin hatte das Trainerteam die Torwartfrage ja zunächst offen gelassen.

Mir war schon im Sommer klar, dass nach dem Abgang von Nils Körber ein weiterer starker Keeper kommen würde und musste mich dieser Situation stellen. Vorher war ich der Herausforderer, nun ist es umgekehrt. Das verändert die Lage aber kaum, ich versuche mich komplett auf meine Leistung zu fokussieren und das funktioniert gut.

Wie empfindest du den Konkurrenzkampf mit Moritz Nicolas im täglichen Miteinander?

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Quarantäne-Pause, bislang ein ausgefallenes Spiel, nun zwangsweise eine enge Taktung der Spieltermine. Wie schwer ist es da eine Art Rhythmus aufzubauen und die Spannung hochzuhalten?

Die Pandemie wird uns vermutlich noch länger beschäftigen, insofern findet man sich besser damit ab, dass es immer mal wieder Veränderungen geben wird. Letztlich liegt es nicht in unserer Hand und es werden vermutlich noch einige Teams mehr damit zu tun haben. Das Pensum ist mitunter brutal, aber wir machen das Beste daraus.

Dein Vertrag läuft am Ende dieser Saison aus. Denkst du schon weiter bzw. sind die Verantwortlichen schon auf dich zugekommen?

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Du bist jetzt 28, also im sogenannten „besten Fußballeralter“. Hast du noch ein ganz großes Ziel vor Augen?

Ich denke ich bin aktuell tatsächlich in der besten Phase meiner bisherigen Karriere, habe aber unglaublich große Lust diesen Weg fortzusetzen und die nächsten Schritte zu gehen. Als Torhüter hat man in der Regel ja auch noch das eine oder andere Jahr mehr vor sich. Ich bin bereit für alles was da nun noch kommen mag.

Was wäre deiner Meinung nach der logische nächste Schritt? Die 1. Bundesliga?

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