VfL-Rückkehrer Timo Beermann im TNI-Talk

„Fühle mich schon wieder heimisch“

Timo Beermann (Spitzname „Eule“) ist VfLer durch und durch. Schon als Kind ging er mit seinem Vater zur Bremer Brücke, stand häufig auf der alten, damals unüberdachten Nordgeraden und saugte die besondere Atmosphäre des Stadions auf. Anschließend durchlief der heute 29-Jährige die Jugendabteilung des Vereins, gab unter Uwe Fuchs im August 2011 sein Profidebüt, wechselte später zum 1. FC Heidenheim – und blieb dort sieben Jahre. Nun ist er zurück in Osnabrück. Wir sprachen mit ihm über seine Rückkehr, die erste Niederlage der Saison und Weihnachten 2020.

THE NEW INSIDER: Was hat sich aus deiner Sicht verändert rund um den VfL und in Osnabrück?

Timo Beermann: In der Stadt selbst hat sich gar nicht so viel verändert in den vergangenen Jahren, ich habe das meiste auf Anhieb wiedererkannt. Beim VfL ist es so, dass natürlich neue handelnde Personen hier sind als noch vor sieben Jahren, aber die Wege und Umstände sind noch sehr vertraut. Ich fühle mich schon wieder richtig heimisch.

Euer Saisonstart war grandios, das 1:4 zuhause gegen Nürnberg dagegen ein herber Dämpfer.

Ich glaube, wir sind gut beraten dieses Spiel richtig einzuordnen und nicht direkt alles in Frage zu stellen. Vorher war sicher auch nicht alles gut wie es geredet wurde und umgekehrt kann nach einer solchen Niederlage auch nicht alles direkt schlecht sein. Wir haben trotzdem 13 Punkte geholt in acht Spielen und darauf können wir aufbauen.

Seid ihr am Tag danach sehr konkret in die Fehleranalyse gegangen oder lautete die Devise eher dieses Spiel schnellstmöglich abzuhaken?

Nein, wir haben das schon sehr genau analysiert und uns Spielern wurden die Fehler per Videoanalyse auch nochmal genau aufgezeigt. Das machen wir nach Siegen und Unentschieden genauso, mit dem Unterschied natürlich, dass diesmal ein paar mehr weniger positive Szenen dabei waren und es etwas länger gedauert hat.

Du bist jetzt 29. Was möchte der Profifußballer Timo Beermann in seiner Karriere noch erreichen?

Zu allererst möchte ich gesund und leistungsfähig bleiben und sehr gern noch einige weitere Jahre auf diesem Niveau spielen. Das große Ziel ist ja, den VfL als Zweitligist zu etablieren und dabei möchte ich der Mannschaft helfen. Mal schauen, was dann noch so kommt.

Wie verbringst du die Weihnachtsfeiertage in diesem besonderen Jahr?

Ich mag Weihnachten generell sehr gern und bin ein absoluter Familienmensch, sodass ich die paar freien Tage gern mit meiner Freundin und meiner Familie verbringen möchte. Ein paar Geschenke einsacken und ein paar verschenken werde ich sicher auch. Urlaub in der Ferne ist ja ohnehin nicht möglich, aber auch so ist es bestimmt möglich kurz zur Ruhe zu kommen.

Ein Ausblick noch auf die nächste Runde im DFB-Pokal (22.12., 18:30 Uhr). Es geht zum 1. FC Köln. Was erwartest du dort?

K.O.-Spiele sind immer spannend! Sehr schade ist, dass wir auch dorthin leider ohne unsere Fans reisen müssen – das wäre sicher ein Highlight gewesen. Im Pokal geht’s immer um alles oder nichts, insofern wird es definitiv ein intensives Spiel, in das wir alles reinwerfen werden. Mal schauen, wofür es dann am Ende reicht.

Welches Hobby lenkt dich neben dem Platz ab? Oder denkst du nonstop an Fußball?

Ich gucke privat schon viele Spiele, einfach aus Interesse. Ein klassisches Hobby habe ich eigentlich nicht, weder Golf noch PlayStation zocken, was ich früher mal gemacht habe. Heute ist es eher eine gute Tasse Kaffee, die mich abschalten lässt.