News aus dem Klinikum Osnabrück

 Erneute Auszeichnung 

Das Klinikum Osnabrück ist erneut vom niedersächsischen Krankenhausplanungsausschuss als anerkanntes Fachzentrum ausgewiesen worden. Damit ist das Klinikum Osnabrück das einzige Krankenhaus in der Region mit der Auszeichnung eines Onkologischen Zentrums und somit jetzt sogar mit zwei Fachzentren ausgestattet. Bereits im Januar 2019 hat das Niedersächsische Sozialministerium das Klinikum Osnabrück mit seiner überregionalen Stroke Unit als Fachzentrum für Schlaganfallversorgung bestätigt. Nun hat das Klinikum auch die offizielle Anerkennung des Landes erhalten.

„Mit der Auszeichnung des Landes erhält das Klinikum Osnabrück auch in der Onkologie und Hämatologie einen Stellenwert, die die seit Jahren exzellente Versorgung der krebskranken Patienten in und um Osnabrück durch unser Haus bestätigt. Das freut uns sehr“, erklären die Geschäftsführer des Klinikums, Frans Blok und Rudolf Küster, in einem gemeinsamen Statement. Im Jahr finden weit mehr als 10000 Chemotherapie-Anwendungen ambulant und stationär statt. Regelmäßig stattfindende Tumorkonferenzen sorgen dafür, dass jeder Patient eine individuelle und auf seine Bedürfnisse angepasste Versorgung erhält.

Alles unter einem Dach

Die Chefärztin der Klinik für Onkologie, Hämatologie und Blutstammzelltransplantation, Dr. Corinna Petz, freut sich ebenfalls über die Auszeichnung: „Ich bin stolz, dass wir sämtliche Hürden genommen haben und als einziges anerkanntes Onkologische Zentrum in Osnabrück und im Umkreis von über 100 km in Niedersachsen ausgezeichnet wurden. Unsere fachübergreifende Behandlung im Krebskompetenzzentrum Osnabrück erhält mit dieser offiziellen Anerkennung des Landes einen besonderen Stellenwert, den wir mit der Versorgung unserer Krebspatienten erarbeitet haben. Alle erforderlichen Disziplinen und Kompetenzen in der gesamten Krebstherapie haben wir im Klinikum Osnabrück „unter einem Dach“ und durch unsere Expertise – nicht nur im Bereich der internistischen Onkologie, Hämatologie und der Blutstammzelltransplantation, sondern auch in der interdisziplinären Kooperationen in allen Bereichen der Krebsmedizin haben wir nun auch eine Auszeichnung von höchster Güte erhalten. Wir freuen uns über diese Auszeichnung und insbesondere für unsere Patienten.“

Lebensqualität und nicht nur Lebenserhaltung

Im Klinikum Osnabrück hat sich die Versorgung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen jetzt noch weiter verbessert. In der Kardiologie des Hauses auf dem Finkenhügel können Patienten bereits seit 2018 erstmals mit den innovativen „His-Bündel-Herzschrittmachern“ versorgt werden, die das Risiko erheblich senken, dass als Langzeitfolge des künstlichen Impulsgebers die Pumpleistung des Herzens nachlässt und eine sogenannte Herzinsuffizienz entsteht. Nun gehört das Klinikum Osnabrück zu den ersten Häusern, das die neue Therapieform in der regulären Patientenversorgung etabliert.

Wie Dr. Dirk Hasselmann und Dr. Rainer Grove, Leitende Abteilungsärzte in der Medizinischen Klinik I für Kardiologie, Angiologie, Rhythmologie, Nephrologie und Intensivmedizin, erklären, wird es nicht selten beobachtet, dass bei Patienten mit Schrittmachern auf Dauer solche Herzschwächen entstehen. „Es ist mit einem sehr großen technischen Aufwand verbunden, Schrittmacher zu implantieren“, macht Grove deutlich, „wobei die Schwierigkeit aber nicht die Operation an sich ist, die wie bei anderen Eingriffen dieser Art läuft, sondern vielmehr darin liegt, die Stelle ausfindig zu machen, an der wir die Elektroden ansetzen müssen.“Wie die beiden Mediziner erklären, geben moderne Herzschrittmacher bis zu 200000 winzige elektrische Impulse täglich ab. Sie messen kontinuierlich die Herzfrequenz der Patienten und passen ihre Leistung daran an.

Neues Spektrum der Herzschrittmachertherapie

„Für Patienten mit Herzschrittmachern sind halbjährige Nachsorgen vorgesehen, bei denen nicht nur allein technische Funktionen sondern auch die rythmologische Optimierung für den Patienten sichergestellt wird. Durch die Verwendung von speziellen Hochleistungsbatterien lässt die Leistung nur sehr langsam nach, so dass immer genug Zeit ist, die Schrittmacher auszutauschen“, so Grove. „Aber anders als früher dienen sie heute nicht mehr nur der Lebenserhaltung, sondern sie ermöglichen eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.“ Privatdozent Dr. Carsten Schneider, Chefarzt der Medizinischen Klinik I, erklärt: „Ich bin froh, dass wir unseren Patienten diese neuartige Behandlungsmöglichkeit anbieten können und damit das Spektrum der Herzschrittmachertherapie wesentlich erweitern.“

 

Foto: Spezialisiert auf die innovative Herzschrittmachertechnik: Dr. Dirk Hasselmann (r.) und Dr. Rainer Grove.