Shootingstar: Osnabrückerin Sophie Chassèe im TNI-Talk

Insider des Monats: Sophie Chassèe, Singer/Songwriterin

Sophie Chassée ist Studentin an der IfM der Hochschule Osnabrück (Institut für Musik) und bespielt seit 2012 die Bühnen der Bundesrepublik. Mit ihrem einzigartigen Gitarrenspiel des Modern Fingerstyle ist die 24-Jährige schon auf Solotour gegangen und spielte mit den Bands Alli Neumann und Karanoon auf großen Festivals. Im März veröffentlichte sie ihr neues Soloalbum „Lesson Learned“.

THE NEW INSIDER: Wann bist du zum ersten Mal mit Musik in Kontakt gekommen?

SOPHIE CHASSÉE: Meine ganze Familie besteht aus Berufsmusikern oder Musiklehrern. Seitdem ich auf der Welt bin, wurde zuhause Musik gemacht. Das hat mich immer begleitet. Angefangen habe ich mit Gesang, mit fünf Jahren hat meine Mutter mich dann zum Klavierunterricht gebracht. „Nebenbei“ habe ich dann auch Gitarre spielen gelernt.

Warum hast du dich für ein Musikstudium in Osnabrück entschieden?

Nach dem Abitur entschied ich mich zunächst für eine Ausbildung zur Zupfinstrumentenbauerin, die ich dann relativ früh geschmissen habe. Hauptsächlich, weil ich gemerkt habe, dass die Nähe zum Instrument keine Alternative zum Musikmachen ist. Ich dachte das wäre die sicherere Variante mit der Ausbildung – aber oft ist die sichere Variante nicht, dass was einen glücklich macht. Also entschied ich mich für ein Studium. Bei meinem Vorstellungsgespräch in Osnabrück hatte ich einfach ein gutes Bauchgefühl und habe mich direkt in die Stadt verliebt, obwohl ich Zusagen für andere Unis hatte.

Wie würdest du deinen Musikstil beschreiben?

Viele sagen Singer-Songwriter. Das ist aber eine Schublade in die ich ungerne reingesteckt werde, weil man damit ganz andere Dinge assoziiert. Ich würde sagen es ist eine Mischung aus Modern-Fingerstyle, eine spezielle Art Gitarre zu spielen und ein kleiner Einfluss von Singer-Songwriter.

Was waren deine größten Erfolge bisher?

Ich habe letztes Jahr ein Endorsement bei Lakewood bekommen, das ist eine relativ bekannte Gitarrenmarke aus Deutschland. Die haben mir eine Sophie-Signature-Gitarre gebaut. Das war immer schon ein Traum von mir. Mit der Band Alli Neumann, in der ich Bass spiele, haben wir außerdem auf dem Lollapalooza gespielt. Ich habe Udo Lindenberg sowie Clueso kennengelernt und arbeite seit letztem Jahr mit Henning May zusammen.

Wie ist es zu der Zusammenarbeit mit dem Leadsänger von AnnenMayKantereit gekommen?

[ … Die Antwort auf diese Frage findet ihr in unserer aktuellen Online-Ausgabe 05/2021 … ]

Wie hast du das letzte Pandemiejahr aus künstlerischer und persönlicher Sicht erlebt?

Ich habe wirklich gemerkt, was ich musikalisch erreichen und in welche Richtung ich gehen möchte. Dadurch, dass Live-Performances letztes Jahr fast komplett ausgefallen sind, fehlte da natürlich ein elementares Puzzlestück, das meine Entwicklung beeinflusst. Ich habe 2019 mehr on the road verbracht als zuhause zu schlafen. Das fehlt sehr. Aus persönlicher Sicht merke ich schon, dass ich immer mehr zum Einsiedler werde.

Hast du – trotz Corona-Einschränkungen – bereits Live-Pläne schmieden können?

Tatsächlich sind schon für den Frühsommer einige Solosachen geplant. Im August, gibt es auch schon konkrete Termine, wo ich jedoch noch skeptisch bin, ob diese tatsächlich stattfinden. Man merkt schon, dass die Veranstalter aus dem Loch rauswollen und mehr Hoffnung schaffen. Also, Daumen drücken!

Wie bewertest du das Thema Frauen im Musikbusiness?

[ … Die Antwort auf diese Frage findet ihr in unserer aktuellen Online-Ausgabe 05/2021 … ]

Welche sind deine musikalischen Vorbilder?

John Mayer, Andy McKee und Ben Howard.

Wenn du einen Tag jemand anderes sein könntest, wer wäre das?

Ich würde ganz gerne mal einen Tag bei der Seenotrettung verbringen. Wenn man so etwas einmal miterlebt, versteht man wahrscheinlich erst wie gut man es hat.

Vielen Dank für das Gespräch!

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