Vollkommen im Velo-Wahn: Fredo Gerdes im Biking-Talk

VOLLKOMMEN IM VELO-WAHN

Fredo Gerdes ist verrückt. Verrückt nach Bikes, Geschwindigkeit und neuen Abenteuern im Osnabrücker Land. Weit vor Corona ist der angehende Veranstaltungskaufmann und Fotograf bereits dem Radsport verfallen und investiert während der beruflichen Zwangspause nun noch deutlich mehr Zeit in sein Lieblingshobby. Via Instagram (@velodefredo) hält der „Cyclist“ seine Follower stets auf dem Laufenden. Im TNI-Biking-Talk verrät er wie seine Leidenschaft fürs Biken entfacht worden ist, wie viele Stunden er aktuell auf dem Sattel verbringt und welche Spots/Strecken im Osnabrücker Land er empfehlen kann.

THE NEW INSIDER: Moin Fredo! Wer oder was hat deine Fahrradleidenschaft einst entfacht und wann hast du gemerkt: Ich hab eigentlich auf nichts mehr Bock als aufs Biken?

FREDO GERDES AKA @VELODEFREDO: Moin! Bei mir fing das mit der Rad-Affinität früh an. Ich war ca. 10 Jahre alt, da gab es zu Weihnachten das erste BMX. Ich bin in Bad Iburg aufgewachsen und habe mich am Dörenberg und dem Dirtpark dort die nächsten Jahre durch die Extremsportarten (BMX, Dirt, Enduro & Downhill) getestet. Mit 17 hat es mich dann nach Osnabrück verschlagen, hier wurde das „Fixie“ (eine stadttaugliche Variante des klassischen Bahnrads) mein wichtigstes Fortbewegungsmittel. Nach ein, zwei Jahren pendeln und cruisen wurde die sportliche Seite immer interessanter, um ein Ventil zu haben und die kreative Regeneration anzukurbeln! Ich war nie Ausdauersportler. Daher fielen mir die ersten Touren doch schwer, umso mehr hat es mich jetzt gepackt.

Wie viele Stunden investierst du wöchentlich in dein Hobby?

Ich bin erst seit dem ersten Lockdown vollkommen im Velo-Wahn! Ich arbeite zum größten Teil in der Veranstaltungsbranche. Daher verbringe ich ca. acht bis zehn Stunden wöchentlich auf dem Sattel. Bei voller Berufsauslastung werde ich hier auf jeden Fall die eine oder andere Stunde abziehen müssen.

Geschlossene Fitnessstudios und die Lockdowns haben den Hype ums Bike neu entfacht. Nervt das oder freut es dich sogar?

Es freut mich! Radsport ist in meinen Augen ein unglaublicher toller Sport, man lernt sich selber besser kennen, seine eigenen Körper und seine Grenzen. Man entdeckt neue Ecken und kann sich ein Ausgleich zum Alltag schaffen und abschalten. Nicht nur die sportliche Seite sondern auch der Lifestyle ist sehr interessant. Durch Länder wie Italien und Frankreich ist die Bike-Community zum größten Teil auch sehr genuss- & vor allem kaffeeaffin, also ist der Coffee-Stop meist selbstverständlich.

Du selbst bist bekennender Rennradfahrer. Einfach der Geschwindigkeit wegen oder was ist hierfür der Grund?

Meine Aufteilung im Radsport ist 60% Rennrad und 20% Gravel und 20% MTB. Ich würde mich auf dem Rennrad schon als leistungsorientiert bezeichnen, also geht es um Werte, Zahlen, Geschwindigkeit und Zeiten. Um etwas entgegenzusetzen fahre ich aber auch gerne mal ‘ne Tour auf dem Gravelbike (Rennrad mit dickeren Reifen und entspannterer Geometrie) oder brettere mit dem Mountainbike durch Hüggel und Dörenberg.

Nach welchen Kriterien wählst du deine Strecken aus – und hast du evtl. ein, zwei Geheimtipps im Osnabrücker Land?

Meine Strecken wühle ich oft über „Kommod“ aus oder schaue bei „Strava“ welche Runden andere Osnabrücker Radsportler fahren. An sich überlegt man sich vorher ob man Lust auf Höhenmeter hat oder lieber auf der Geraden ein wenig Geschwindigkeit aufbaut. Meine Geheimtipps im Osnabrücker Land: Tecklenburg – hier findet man ein paar Höhenmeter und echt gute Bio-Pommes. Bad Essen ist hingegen ein wenig flacher und besticht mit einer super Eisdiele und Bad Iburg hat eigentlich fast alle Möglichkeiten, ob flach oder bergig – Kraft tanken kann man dann super bei „Schinken Gerdes“. (grinst)

Fotos: Martin Rupik (Instagram @martinrupik)