Insider des Monats: Hafensommer 2021

Insider des Monats: Dirk Altenrath, Organisator Hafensommer 2021 & Mitglied der Hardcore Family

Bild: Lukas Gruenke

Ein Open Air in Corona-Zeiten? Die Hardcore-Family, die normalerweise hinter den Konzerten im Bastard Club steckt, und das Musikbüro Osnabrück gehen dieses Wagnis mit dem HafenSommer21 ein. Fans von Rock, Metal, Rap, Indie, Blues, Jazz und anderen Genres der Pop- Musik sowie Comedyfans und Familien werden von Juli bis September am Kreativquartier Hafen auf ihre Kosten kommen. Bis zu 300 Personen können mit Abstand endlich wieder Kultur genießen. Wir haben mit Dirk Altenrath von der Hardcore-Family gesprochen.

THE NEW INSIDER: Was können sich unsere Leser unter dem Osnabrücker Hafensommer 21 vorstellen?

Dirk Altenrath: Wir bringen mit dem Hafensommer die Kultur zurück in die Stadt. Das geht natürlich nur unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln, aber es ist ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität. Insgesamt werden über 50 Shows stattfinden. Das steht schon länger fest. So ein Festival braucht seine Zeit, insofern haben wir dieses schon weit im Voraus geplant und gehofft, dass es stattfinden kann. Man muss einfach irgendwo wieder anfangen. Das ist nicht nur für die Künstler selbst wichtig, sondern auch für Bühnenbauer, (Ton)-Techniker, Lichtplaner, Eventorganisatoren und viele mehr, die seit mehr als einem Jahr nicht mehr arbeiten dürfen.

Wie lange plant ihr das Event schon?

Die Idee kam uns im Oktober letzten Jahres. Nachdem wir die Zusagen und Genehmigungen erhalten haben, ging die Planung im Januar richtig los.

Wie hat die Corona-Krise eure Planung beeinflusst?

Wir hatten das Festival eigentlich für den 1. Mai geplant. Leider mussten wir es aufgrund der hohen Inzidenz dann doch für zwei Monate verschieben. Vieles musste vorab genehmigt und abgewogen werden. Die Stadt Osnabrück und die Speicher GbR haben uns jedoch zu jeder Zeit unterstützt.

Wie finanziert sich das Festival?

Die Bundesregierung unterstützt uns mit dem „Neustart Kultur“-Programm immens. Wir bekommen für jedes Konzert, das veranstaltet wird, einen Teil unserer Kosten bezahlt. Die Kosten für die gesamte Infrastruktur, von der vordersten Toilette bis zum Kassenhäuschen und der Bühne, werden somit übernommen. Die Speicher GbR, die das gesamte Areal dort managt, hat uns außerdem den Platz kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Warum habt ihr euch für die Location am Hafen entschieden?

Patricia Melsinger, die Fachbereichsleiterin für Soziokultur in Niedersachen, und das Musikbüro haben uns die Location vorgeschlagen. Im lauten und leisen Speicher wird sehr viel Musik gemacht und die Idee des Kreativquartiers soll mit dem Hafensommer noch weiter in den Fokus gerückt werden.

Bild: Fredo Gerdes

 

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Welche bekannten Acts werden beim Hafensommer auftreten und unter welchen Kriterien wurden diese ausgewählt?

Wir bieten ein breites Spektrum an Künstlern und Musikern. Von Punk, Metal, Blues, Pop bis hin zu Jazz ist alles dabei. Außerdem wird es auch Comedy-Acts und Kinderkonzerte geben. Bekannte Namen sind da u.a. Antilopen Gang, Serdar Somuncu, Pohlmann, Mr. Hurley & Pulveraffen und viele mehr.

Werden die umliegenden Restaurants für die Verpflegung mit eingebunden?

Die Theaterpädagogische Werkstatt und der Kulturverein K.A.F.F werden auf dem Festivalgelände ein kulinarisches Angebot bieten. An den Restaurants am Speicher kommt man zwangsläufig sowieso vorbei. Dadurch ist definitiv für jeden Besucher gesorgt.

Wie viele Leute sind am Hafensommer- Projekt beteiligt?
Aus unserem Team arbeiten seit Anfang des Jahres acht Personen in Vollzeit für den Hafensommer. Natürlich sind aber auch einige Agenturen und Dienstleister mit dabei, die uns bei den Bookings und dem Aufbau unterstützen. 

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Über welchen Weg kann man Tickets kaufen und was gibt es dabei zu beachten?

Die Tickets können ab sofort ausschließlich über www.hafensommer2021. de gekauft werden. Man kann sich die Tickets auch zuschicken lassen. Das ist dann ein bisschen  teurer. Ansonsten gibt es je Ticket als „Print-Home“-Version und natürlich digital mit QRCode

Das gesamte Interview findet ihr in unserer Print-Ausgabe an über 2.000 Verteilerstellen und online hier. 

Beitragsbild: Fredo Gerdes