Alli Neumann im TNI-Promitalk

„Osnabrück ist total underrated!“

TNI-Talk mit Alli Neumann

Vom 21. Juli bis zum 14. August findet die Rosenhof Summer Stage statt – die Schauspielerin und Sängerin Alli Neumann ist, neben KünstlerInnen wie Lotte, Nura und Megaloh, u.a. ein Teil der Konzertreihe, das dieses Jahr an den Genusshöfen in Osnabrück stattfindet. Im September 2019 trat sie auf dem deutschen Ableger des amerikanischen Musikfestivals Lollapalooza auf. Im selben Jahr nahm sie mit Trettmann den Song „Zeit steht auf“, mit dem sie erstmals die Charts eroberte. Im TNI-Talk verrät Alli uns wo es die besten russischen Pelmeni in Osnabrück zu kaufen gibt, wie sie die Corona-Zwangspause genutzt hat und was sie von der öffentlichen Pride-Debatte im Rahmen der Fußball-EM hält.

THE NEW INSIDER: Hey Alli, wir freuen uns dich am 14. August bei der Rosenhof SummerStage in Osnabrück begrüßen zu dürfen. Konntest du bereits wieder live auftreten?
Alli Neumann:
Unser neues Album ist fast fertig und es wirklich schön endlich mal wieder rauszukommen und spielen zu dürfen. Ich habe eineinhalb Jahre ein etwas anderes Leben geführt, da ich Teil eines Filmprojektes war. Jetzt kann ich aber endlich wieder in mein altes Ich zurückkehren – zurück auf die Bühne. Ich durfte bisher ein paar Sessions spielen, aber noch nicht vor einem großen Publikum. Deshalb freue ich mich erstrecht auf die Zeit, die jetzt kommt.

Hast du eine persönliche Verbindung zu Osnabrück?
Ich liebe Osnabrück – ganz viele ehemalige Bandmitglieder kommen aus der Friedensstadt, da man bei euch ja auch Musik studieren kann. Deshalb haben wir auch ganz oft dort geprobt. Am Attersee ist es super schön und der Flohmarkt bei Coppenrath und Wiese ist mein Lieblingsflohmarkt. (lacht) Und an der Halle Gartlage gibt es beim Trödelmarkt immer so leckere russische Pelmeni! Ich könnte eine Führung anbieten, da ich die Stadt auswendig kenne. Osnabrück ist total underrated.

Was hat die Corona-Zwangspause bei dir ausgelöst? 
Natürlich macht man sich einen Kopf. Ich wünsche mir, dass ich weiterhin die Chance bekomme das zu tun was ich liebe. Ich hoffe, dass sich weiterhin Fans finden, die diese relativ spezielle musikalische Reise mit uns durchmachen. Die Ruhe tat aber auch mal ganz gut. Da ist mir klar geworden, was ich wirklich will und wohin ich musikalisch und persönlich noch hinarbeiten möchte.

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Deine Singles mit Trettmann & Kitschkrieg sind einigermaßen durch die Decke gegangen. Sind in ähnlicher Richtung weitere Zusammenarbeiten geplant?
Das darf ich noch nicht verraten! Aber es sind grundsätzlich in nächster Zeit noch weitere Features – mit wem auch immer – geplant ;-).

Wie stehst du zur aktuellen Kampagne #deutschrapmetoo? Musstest du ähnliche Erfahrungen mit Sexismus und/oder Übergriffigkeiten im Musikbusiness machen?
Schlechte Erfahrungen habe ich im musikalischen Kontext zum Glück nicht machen müssen. Bis jetzt hatte ich aber auch wenig mit Hip Hop bzw. mit der Gangsterrap-Szene zu tun. Man bekommt so etwas aber schon durch andere mit. Insofern wurde es längst Zeit, dass das an die Öffentlichkeit kommt. Es gibt jedoch auch in der Filmindustrie und anderen Musikgenres einiges aufzuarbeiten. #deutschrapmetoo ist erst der Anfang. Ich wünsche den Frauen, die gerade den Mut haben über ihre Erlebnisse zu sprechen, egal ob im Fernsehen oder auf Instagram, ganz viel Kraft.

Im Zuge der Fußball-EM kommt auch die Pride-Thematik wieder an die breite Öffentlichkeit. Kann das endlich den Durchbruch bringen? Kommen wir als Gesellschaft voran, was Toleranz und Miteinander angeht?

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Das ganze Interview findet ihr in unserer Print-Ausgabe an über 2.000 Verteilerstellen in Osnabrück und Umgebung und online hier.

Fotos: Clara Nebeling