Insider des Monats: Caro vom Whisky’s

INSIDER des Monats: Caro Hermjohannknecht, Betreiberin THE WHISKY’S

Geburtsdatum: 14.06.1990
Sternzeichen:
Zwilling
Lieblingsessen:
Wiener Schnitzel
Lieblingsdrink:
Lagavulin (Whisky)
Lieblingsband:
Pink Floyd, Mötley Crüe
Kinder:
Keine
Hobbys:
Lesen, Reisen, ihre Haustiere Spike und Emma

THE NEW INSIDER: Hey Caro, Glückwunsch zum Restart. Endlich geht es wieder los. Wie fühlst du dich?
Caro: Danke, mir geht es großartig mit voller Vorfreude auf die nächste Zeit! Meine Stimmung ähnelt dem neuen Laden, einfach gut! Neue Farbe, neues Glück. Außerdem hat sich der Biergarten komplett verändert. Wir haben jetzt eine Outdoorküche, diese ermöglicht vier Mal wöchentlich leckeres Essen vom Grill. Auch die Lounge hat ein Upgrade bekommen und ist nun noch gemütlicher! – Sogar den Boden haben wir abgeschliffen und neu lackiert. Die größte Veränderung ist aber wohl die Theke! Bei dem Anblick kann die Stimmung nur großartig sein. Das einzige was sich nicht verändert hat, sind meine Mitarbeiter und die Musikrichtung.

Und welche Art von Musik läuft hier?
Wir haben immer den Ruf einer Metal- und Rockbar. Dabei läuft hier hauptsächlich gitarrenlastige Musik. Bei uns gibt es aber mal Abende an denen wir zusammen im Whisky’s stehen und zu Britney Spears gröhlen. Sowas bleibt aber eher die Ausnahme. Unsere 90er-Partys sind ebenfalls sehr beliebt und den einen oder anderen Auftritt von Bands die Richtung HipHop gingen, gab es auch schon. Manchmal aber vertreten wir auch unseren Ruf und haben einfach eine schöne Zeit.

Ist die Whisky’s-Family trotz der vielen Lockdowns zusammengeblieben?
Ich bin seit zwei Jahren alleinige Betreiberin der Bar und mein Team steht auch nach dem Lockdown genauso vollzählig hier wie vor Corona. Vielleicht sogar noch enger als vorher. Dadurch, dass im Laden viel passiert ist, haben wir gemeinsam auch viel Zeit verbracht. Nach einem anstrengenden Tag voller Renovierungschaos gab es dann natürlich auch das ein oder andere Essen mit einem leckeren Bier.

Was haben die vergangenen Monate mit dir persönlich gemacht?
Ich hatte schon die eine oder andere schwierige Phase in der Pandemie. Einmal Mitte Oktober, als es hieß wir müssten zum 1. November wieder
schließen. Das hat etwas gedauert, bis ich mich wieder gefangen habe. Also knapp zehn Monate Schließung können einen schon richtig runterziehen.

Wie groß ist deine Sorge, dass die positive Entwicklung von Hasestraße & Vitihof durch Corona einen dauerhaften Knick erleidet? Kommt die große Insolvenzwelle noch?
Die wird definitiv noch kommen. Und zwar ganz böse. Ich gehe da leider von Februar/März nächsten Jahres aus.

Vorausgesetzt die Infektionszahlen in und um Osnabrück blieben konstant niedrig: Dürfen sich deine Gäste auch wieder auf Live-Musik freuen?
Ich habe wieder angefangen ab September Bands zu buchen. Vor der Pandemie spielten hier ca. zwei bis vier Bands im Monat – immer kostenlos. Das wird auch dieses Jahr wieder so laufen. Wir werden weiterhin freitags und samstags DJs einladen. Auch die Jack Daniels Rock Night wird wieder stattfinden. Also eigentlich hat sich vom Programm nicht viel geändert. Infos zu Events und Konzerten gibt es alle regelmäßig bei Instagram und Facebook.

Würdest du sagen, dass du eine geborene Gastronomin bist?
Ich komme selbst aus einer Gastrofamilie, bin damit groß geworden und habe es quasi in die Wiege gelegt bekommen. Ich wollte immer ein eigenes
Restaurant besitzen, schlug aber dann in meinem Leben erst noch andere Wege ein. Letztendlich stehe ich hier nun doch mit meiner Gastronomie und bin glücklich.

Ist es für dich schwer als Frau in der „Männerdomäne Rock“ zurechtzukommen?
Es ist in der Osnabrücker Gastronomie generell sehr schwer sich als Frau durchzusetzen, da sie sehr männerlastig ist. Alleine im Wirtuos gibt es unter allen 28 Mitgliedern nur ein weibliches – und das bin ich. Es ist nicht immer einfach mit den Jungs zusammenzusitzen, weil sie manchmal vergessen, dass ich dabeisitze. (lacht) Meine Stammgäste wissen, wie ich bin, was ich kann und dass sie mit mir Spaß haben können. Gegen pöbelnde Gäste, die zwei Köpfe größer sind als ich, kann ich mich, besonders aufgrund von Vorurteilen nicht immer durchsetzen. Im Notfall rufe ich dann direkt die Polizei.

Wenn du einen Tag lang jemand anderes sein könntest: Wer wäre das?
Ich wäre gerne ein Vogel, weil sie einfach wegfliegen können, wenn die kein Bock mehr haben. Am besten einer, der die ganze Welt umfliegen kann. Oder ein Fisch, der groß genug ist, damit ihn keiner frisst. Und dann einfach mal einen Tag im Wasser schwimmen und nichts von der Außenwelt mitbekommen. Ich finde Menschen nämlich grundsätzlich ein wenig merkwürdig – mich eingeschlossen.