News aus dem Klinikum Osnabrück

Klinikum etabliert Neuromedizinisches Zentrum auf universitärem Niveau

Das Klinikum Osnabrück stellt sich im Bereich der Neuromedizin neu auf. Dabei verstärken international anerkannte Experten die Chefarztriege. Das Neuromedizinische Zentrum wird sich aus einer Sektion und drei Spezialkliniken für neurologische Erkrankungen zusammensetzen, um der zunehmenden fachlichen Spezialanforderungen innerhalb der Neurologie gerecht zu werden. Das Leitungsteam besteht aus international anerkannten Experten. Mit Prof. Dr. Rainer Dziewas konnte bereits im vergangenen Jahr ein ausgewiesener Experte für Schlaganfallversorgung, Schluckstörungen, neurovaskuläre Erkrankungen und die neurologische Intensivmedizin für das Klinikum gewonnen werden. Seit Oktober 2020 leitet dieser gemeinsam mit Prof. Dr. Florian Stögbauer die Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation. Zukünftig wird die Klinik innerhalb des Zentrums für Neuromedizin geführt. Neben Prof. Dziewas wird mit Zentrumsgründung Prof. Dr. Tobias Warnecke den Bereich der Bewegungsstörungen, Demenzen und andere neurodegenerative Erkrankungen als Chefarzt leiten und das Parkinsonnetz Osnabrücker Land ausbauen. Prof. Warnecke besitzt international anerkannte wissenschaftliche Expertise auf dem Fachgebiet der Parkinson-Syndrome, Bewegungsstörungen, neurogenen Dysphagie sowie Neurogastroenterologie und verfügt über eine mehrjährige Erfahrung in Leitungspositionen sowie eine damit einhergehende Führungs und Ausbildungserfahrung und eine mehrjährige universitäre Lehrtätigkeit am Universitätsklinikum in Münster. Als weiterer neuer Chefarzt wird Priv.-Doz. Dr. Christoph Kellinghaus innerhalb des Neuromedizinischen Zentrums die allgemeine Neurologie und die ambulanten neurologischen Einrichtungen (Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderung und das Medizinische Versorgungszentrum) steuern. Darüber hinaus leitet Kellinghaus das Epilepsiezentrum Münster-Osnabrück. Der Leitende Arzt, Dr. Philipp Küpper, wird die Bereiche Neurologische Frührehabilitation und Rehabilitation sowie das Management und Controlling des Zentrums übernehmen. Prof. Dr. Florian Stögbauer, der seit dem Jahr 2005 als Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation verantwortlich ist, wird mit Gründung des Neuromedizinischen Zentrums und Antritt von Prof. Warnecke in beratender Funktion tätig sein, die neurologische Privatambulanz weiterführen und weiterhin die Medizinstrategie im Klinikum Osnabrück leiten. Die überregionale Bedeutung der Akut Neuromedizin am Klinikum Finkenhügel führt neben der Zuweisung von vielen Schlaganfallerkrankten auch immer häufiger zur Aufnahme von Patienten und Patientinnen mit Hirntumoren und anderen akuten Hirnerkrankungen, die wegen einer bedrohlichen Druckentwicklung im Schädelinnenraum oder wegen der Gefährdung wichtiger Hirnfunktionen einer dringlichen Operation durch den Neurochirurgen bedürfen. Aus diesem Grund wird die Klinik für Neurochirurgie ab dem 1. Juli 2021 von Univ.-Prof. Dr. Dr. Walter Stummer chefärztlich geleitet und die Patientenversorgung auf universitärem Niveau fortgeführt. Prof. Stummer ist seit dem Jahr 2009 Direktor der Neurochirurgie am Universitätsklinikum Münster (UKM) und wird zukünftig zusätzlich im Klinikum Osnabrück tätig sein. „Der Aufsichtsrat der Klinikum Osnabrück GmbH ist davon überzeugt, dass die Gründung des Neuromedizinischen
Zentrums am Klinikum eine strategisch wichtige Entscheidung ist, um den stetig steigenden Behandlungsansprüchen bei neurologischen Erkrankungen gerecht zu werden“, sagt Aufsichtsratschef Dr. Fritz Brickwedde. Auch die Klinikums-Geschäftsführer Frans Blok und Rudolf Küster betonen, dass die Patientenversorgung auf universitärem Niveau von immenser Bedeutung für das Klinikum ist. „Wir sind stolz, dass wir international renommierte Experten für unser Krankenhaus gewinnen konnten. Gleichzeitig freuen wir uns, dass wir mit allen Chefärzten eine Organisationsstruktur im Neuromedizinischen Zentrum aufbauen können, die zukunftsweisend ist“, so Blok und Küster in einem gemeinsamen Statement. Anfang 2019 wurde die Schlaganfalleinheit am Klinikum Osnabrück vom Landesministerium als spezialisiertes Zentrum ausgezeichnet (nur drei in ganz Niedersachsen). Das Klinikum verfügt über das höchste Zertifikat der Deutschen Schlaganfallgesellschaft und zählt deutschlandweit zu den größten Zentren dieser Art. Prof. Dr. Dieter Lüttje: „Das neue Neuromedizinisches Zentrum bedeutet auch langjährig
gelebte und zertifizierte Qualität, ambulant, akutstationär und frührehabilitativ regional und überregional vernetzt. Wir streben einen Schwerpunkt für die Zukunft an, der von der Nordseeküste bis nach NRW reicht. Wir haben die Expertise und Spezialisten gebündelt, sodass wir uns noch breiter aufstellen können.“

Foto v.li: Dr. Fritz Brickwedde, Prof. Dr. Tobias Warnecke, Prof. Dr. Dieter Lüttje, Privat-Dozent Dr. Christoph Kellinghaus, Frans Blok, Prof. Dr. Rainer Dziewas, Rudolf Küster, Prof. Dr. Walter Stummer