Das Comeback der Peitsche

Die Kult-Kneipe ist wieder da

Man hört Neu-Betreiber Dominik Lodter die Begeisterung an, wenn er über die jüngste Wiedereröffnung der Osnabrücker Altstadt-Kneipe PEITSCHE spricht. Etwas länger als zwei Monate war die traditionsreiche
Location am Heger Tor verwaist, nachdem das Ex-Betreiberpaar Batta die Eingangstür am 31. Mai abschloss und das Kapitel für sich beendete. Bereits vor der Corona-Zwangspause einigten sich die Battas mit Dominik Lodter über den Betreiberwechsel. Nun, nach 16 Monaten Wartezeit, endlich der Vollzug.

Riesige Resonanz auf Re-Opening

Am 19. August ging es dann wieder los und Lodter öffnete erstmalig wieder die Tür der PEITSCHE. „Ich hab damit gerechnet, dass unsere Stammgäste sich darüber freuen werden, aber mit einem solchen Feedback konnte niemand rechnen“, berichtet der junge Wirt der Alten Wirtschaft. „In den ersten Tagen mussten wir leider immer wieder einen Einlassstopp verhängen“, so Lodter. Gefühlt hat halb Osnabrück darauf gewartet, dass es endlich wieder rund geht am Heger
Tor. Schon unter dem vorherigen Betreiberpaar Batta stand Dominik Lodter hinter der Theke, kennt seine Gäste demnach bereits bestens. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gastronomen hatte der neue Chef der Altstadt-Kneipe übrigens keinerlei Probleme beim Rekrutieren seines Teams. Er musste nach eigenen Angaben „sogar einige vertrösten, die gern direkt wieder mit dabei gewesen wären.“ Und wenn Ex- Wirt Willy Batta und seine Frau Ulla doch noch eine Schicht lang mitwirken wollen, „sind
sie selbstverständlich jederzeit herzlich willkommen.“

In der Peitsche sind alle gleich!

Neben bekannten Gesichtern können sich die Gäste auch auf den gewohnt urigen Charme
der PEITSCHE freuen. „Wir haben bewusst nichts Grundlegendes
verändert, bloß hier und da das Mobiliar aufgehübscht und durch Retro-Blickfänge ergänzt“, verspricht der 40-jährige Wirt, der zuletzt in einem Skigebiet nahe der tschechischen Grenze als Gastronom aktiv war. Aufgewachsen ist Lodter allerdings direkt im Herzen der Friedensstadt – in Wurfweite zu seiner jetzigen Gastro-Heimat. Durch seine Zeit als Mitarbeiter in der PEITSCHE weiß er genau, was die Gäste erwarten: „Hier bei uns sind alle gleich. Handwerker*innen genauso wie Akademiker*innen, sämtliche Gesellschaftsschichten, mehrere Generationen. Für mich ging mit der Eröffnung ein Traum in Erfüllung!“ Getanzt wird (soweit es die Corona-Regeln zulassen) weiterhin zum besten Sound der 70er, 80er, der Neuen Deutschen Welle und ähnlichen Partyhits.

Erweitertes Weinangebot kommt an

Die Karte wurde etwas ergänzt: Ausgeschenkt werden Bitburger und „Bene Hell” vom Fass, aus der Flasche gibt’s auch Benediktiner Weißbier und natürlich Alkoholfreies. Erweitert wurde derweil das Weinangebot. „Wir wollen natürlich keine Weinbar werden, aber die ersten Öffnungstage habe gezeigt, dass die Nachfrage durchaus da ist“, sagt Lodter. Ein Grauburgunder und ein Müller Thurgau aus der Pfalz sowie ein Roter Primitivo aus Apulien stehen dauerhaft auf der Karte und werden stilecht im bauchigen Glas serviert. Es ist also doch nicht alles rustikal in der PEITSCHE.