Autor: PJonas

News aus dem Klinikum Osnabrück

 Erneute Auszeichnung 

Das Klinikum Osnabrück ist erneut vom niedersächsischen Krankenhausplanungsausschuss als anerkanntes Fachzentrum ausgewiesen worden. Damit ist das Klinikum Osnabrück das einzige Krankenhaus in der Region mit der Auszeichnung eines Onkologischen Zentrums und somit jetzt sogar mit zwei Fachzentren ausgestattet. Bereits im Januar 2019 hat das Niedersächsische Sozialministerium das Klinikum Osnabrück mit seiner überregionalen Stroke Unit als Fachzentrum für Schlaganfallversorgung bestätigt. Nun hat das Klinikum auch die offizielle Anerkennung des Landes erhalten.

„Mit der Auszeichnung des Landes erhält das Klinikum Osnabrück auch in der Onkologie und Hämatologie einen Stellenwert, die die seit Jahren exzellente Versorgung der krebskranken Patienten in und um Osnabrück durch unser Haus bestätigt. Das freut uns sehr“, erklären die Geschäftsführer des Klinikums, Frans Blok und Rudolf Küster, in einem gemeinsamen Statement. Im Jahr finden weit mehr als 10000 Chemotherapie-Anwendungen ambulant und stationär statt. Regelmäßig stattfindende Tumorkonferenzen sorgen dafür, dass jeder Patient eine individuelle und auf seine Bedürfnisse angepasste Versorgung erhält.

Alles unter einem Dach

Die Chefärztin der Klinik für Onkologie, Hämatologie und Blutstammzelltransplantation, Dr. Corinna Petz, freut sich ebenfalls über die Auszeichnung: „Ich bin stolz, dass wir sämtliche Hürden genommen haben und als einziges anerkanntes Onkologische Zentrum in Osnabrück und im Umkreis von über 100 km in Niedersachsen ausgezeichnet wurden. Unsere fachübergreifende Behandlung im Krebskompetenzzentrum Osnabrück erhält mit dieser offiziellen Anerkennung des Landes einen besonderen Stellenwert, den wir mit der Versorgung unserer Krebspatienten erarbeitet haben. Alle erforderlichen Disziplinen und Kompetenzen in der gesamten Krebstherapie haben wir im Klinikum Osnabrück „unter einem Dach“ und durch unsere Expertise – nicht nur im Bereich der internistischen Onkologie, Hämatologie und der Blutstammzelltransplantation, sondern auch in der interdisziplinären Kooperationen in allen Bereichen der Krebsmedizin haben wir nun auch eine Auszeichnung von höchster Güte erhalten. Wir freuen uns über diese Auszeichnung und insbesondere für unsere Patienten.“

Lebensqualität und nicht nur Lebenserhaltung

Im Klinikum Osnabrück hat sich die Versorgung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen jetzt noch weiter verbessert. In der Kardiologie des Hauses auf dem Finkenhügel können Patienten bereits seit 2018 erstmals mit den innovativen „His-Bündel-Herzschrittmachern“ versorgt werden, die das Risiko erheblich senken, dass als Langzeitfolge des künstlichen Impulsgebers die Pumpleistung des Herzens nachlässt und eine sogenannte Herzinsuffizienz entsteht. Nun gehört das Klinikum Osnabrück zu den ersten Häusern, das die neue Therapieform in der regulären Patientenversorgung etabliert.

Wie Dr. Dirk Hasselmann und Dr. Rainer Grove, Leitende Abteilungsärzte in der Medizinischen Klinik I für Kardiologie, Angiologie, Rhythmologie, Nephrologie und Intensivmedizin, erklären, wird es nicht selten beobachtet, dass bei Patienten mit Schrittmachern auf Dauer solche Herzschwächen entstehen. „Es ist mit einem sehr großen technischen Aufwand verbunden, Schrittmacher zu implantieren“, macht Grove deutlich, „wobei die Schwierigkeit aber nicht die Operation an sich ist, die wie bei anderen Eingriffen dieser Art läuft, sondern vielmehr darin liegt, die Stelle ausfindig zu machen, an der wir die Elektroden ansetzen müssen.“Wie die beiden Mediziner erklären, geben moderne Herzschrittmacher bis zu 200000 winzige elektrische Impulse täglich ab. Sie messen kontinuierlich die Herzfrequenz der Patienten und passen ihre Leistung daran an.

Neues Spektrum der Herzschrittmachertherapie

„Für Patienten mit Herzschrittmachern sind halbjährige Nachsorgen vorgesehen, bei denen nicht nur allein technische Funktionen sondern auch die rythmologische Optimierung für den Patienten sichergestellt wird. Durch die Verwendung von speziellen Hochleistungsbatterien lässt die Leistung nur sehr langsam nach, so dass immer genug Zeit ist, die Schrittmacher auszutauschen“, so Grove. „Aber anders als früher dienen sie heute nicht mehr nur der Lebenserhaltung, sondern sie ermöglichen eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität.“ Privatdozent Dr. Carsten Schneider, Chefarzt der Medizinischen Klinik I, erklärt: „Ich bin froh, dass wir unseren Patienten diese neuartige Behandlungsmöglichkeit anbieten können und damit das Spektrum der Herzschrittmachertherapie wesentlich erweitern.“

 

Foto: Spezialisiert auf die innovative Herzschrittmachertechnik: Dr. Dirk Hasselmann (r.) und Dr. Rainer Grove.

Wir haben viel über Osnabrück gelernt

INSIDER des Monats: Maximilian Witte & Dominick Tausch, Mindhunters Osnabrück

THE NEW INSIDER: Das Konzept Mindhunters ist in Osnabrück noch recht neu. Wie würdet ihr es grundlegend beschreiben?

Maximilian Witte: Wir sind mehr als ein Escape Game. In unseren liebevoll gestalteten Kulissen tauchen Teams tief in mysteriöse Geschichten ein. Sie sammeln versteckte Hinweise und lösen vertrackte Rätsel, um dunkle Geheimnisse zu enthüllen. Begleitet von fantastischen Hörspiel-Elementen und Special Effects findet diese ihren Weg durch das Osnabrück längst vergangener Zeiten.

Dominick Tausch: Durch unser multimediales Konzept können unsere Besucher die Hauptrollen spannenden Abenteuern spielen und Geschichte hautnah spüren. Mit unseren Stories lernt kann man Osnabrück in seiner historischen Realität kennenlernen – erweitert um die einzigartige Magie der Mindhunters.

Was sind die elementaren Unterschiede zu regulären Escape Games?

Witte: Der elementare Unterschied ist, dass wir mit realhistorischen Geschichten aus Osnabrück die Menschen durch die Historie von Osnabrück führen. Geschichte mit Entertainment erleben. Kurz: Edutainment.

Escape Gaming mit echter Osnabrücker Historie: Wie ist diese Idee bei euch entstanden und wie habt ihr die Storylines entwickelt?

Tausch: Erst einmal mussten wir eine spannende Geschichte aus Osnabrück finden und viele Bücher dafür lesen. Danach haben wir angefangen die Geschichten szenisch aufzuarbeiten. Die Kulissen und Requisiten müssen zu den jeweiligen Epochen der Geschichte passen. Dies stellte uns vor eine noch größere Herausforderung.

Was hingegen nahezu jeder kennen wird ist euer Standort: Ihr sitzt fortan in der 4. Etage über H&M am Osnabrücker Neumarkt. Warum ist dieser perfekt für eure Zwecke?

Witte: Wir wollen den Besuchern einen Standort liefern, der für jeden leicht zugänglich und gut an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden ist. Nach unseren Erlebnissen muss die Möglichkeit bestehen fußläufig zu einem Restaurant oder zu einer nächsten Location zu gelangen. Für uns war klar, dass es ein Standort direkt in der Innenstadt sein muss.

Wie habt ihr beide euch generell als Geschäftspartner gefunden und welchen Background bringt ihr mit?

Witte: Wir kennen uns schon lange und haben früher zusammen Musik gemacht. Über die Jahre entstand daraus eine Freundschaft. Dominick kommt aus der Veranstaltungsbranche und ich habe bereits in verschiedenen Escape Rooms mitgewirkt, komme aber ursprünglich aus dem Marketing. Schon oft haben wir darüber gesprochen mal etwas Derartiges zusammen umzusetzen.

Ihr seid selber Osnabrücker. Dennoch: Wieviel Neues habt ihr in den vergangenen Monaten über die Friedensstadt erfahren?

Witte: Vieles. Man merkt öfter, dass man als Osnabrücker gar nicht so viel über seine eigene Stadt weiß und das werden wir ändern. Bei den Recherchearbeiten mussten wir uns oft an den Kopf fassen: „So etwas ist wirklich bei uns passiert?“ Wir möchten Spaß damit verknüpfen Wissen über die eigene Stadt zu vermitteln.

Inwiefern hat Corona eure Planungen erschwert und wie geht ihr generell mit der Situation um?

Tausch: Unser Weihnachtsgeschäft ist wie bei allen anderen Anbietern schlichtweg flöten gegangen. Wir hoffen natürlich darauf, dass viele Leute Gutscheine verschenken und wir dann endlich im neuen Jahr die Türen für unsere Gäste öffnen können.

Wenn man sich euer Promovideo auf YouTube so anschaut erkennt man schnell ein bekanntes Osnabrücker Gesicht – Heaven von den „Angefahrenen Schulkindern“. Wie kam der Kontakt zustande?

Witte: Kurz gesagt: „In der kreativen Szene in Osnabrück kennt man sich“ und für uns war klar, dass wir ein bekanntes Gesicht aus Osnabrück für unsere Outdoor-Challenge brauchen. Vielen Dank an dieser Stelle, für das kreative Mitwirken.

Für wen sind die Mindhunters-Abenteuer besonders geeignet?

Tausch: Unsere Erlebnisse sind je nach Raum für alle ab 14 oder 16 Jahren und bis ins hohe Alter geeignet, die Lust haben dem Alltag zu entfliehen und hautnah Osnabrücker Geschichten zu erleben. Wir begrüßen gerne auch Firmen für Teambuilding-Maßnahmen und Schulklassen, um etwas zu lernen, natürlich spielerisch und mit Spaß.

Christmaslights in Osnabrück

Lichterketten und Tannenbäume schmücken die Osnabrücker Innenstadt und lassen unsere City erstrahlen. Dank der Unterstützung des Osnabrücker Rats und weiterer Förderer kann die Weihnachtsbeleuchtung auch in diesem Jahr umgesetzt werden. „Weihnachtliche Stimmung in der Stadt ist uns besonders in dieser schwierigen Zeit sehr wichtig. Die Weihnachtsbeleuchtung leistet dazu einen wichtigen Beitrag“, so Alexander Illenseer, Geschäftsführer der mO. “Die Stadt strahlt, die Lichter gehen nicht aus” – das ist sich Ira Klusmann vom Osnabrücker City Marketing (OCM) sicher. Wir haben die schönsten Impressionen der City für euch eingefangen.

VfL-Rückkehrer Timo Beermann im TNI-Talk

„Fühle mich schon wieder heimisch“

Timo Beermann (Spitzname „Eule“) ist VfLer durch und durch. Schon als Kind ging er mit seinem Vater zur Bremer Brücke, stand häufig auf der alten, damals unüberdachten Nordgeraden und saugte die besondere Atmosphäre des Stadions auf. Anschließend durchlief der heute 29-Jährige die Jugendabteilung des Vereins, gab unter Uwe Fuchs im August 2011 sein Profidebüt, wechselte später zum 1. FC Heidenheim – und blieb dort sieben Jahre. Nun ist er zurück in Osnabrück. Wir sprachen mit ihm über seine Rückkehr, die erste Niederlage der Saison und Weihnachten 2020.

THE NEW INSIDER: Was hat sich aus deiner Sicht verändert rund um den VfL und in Osnabrück?

Timo Beermann: In der Stadt selbst hat sich gar nicht so viel verändert in den vergangenen Jahren, ich habe das meiste auf Anhieb wiedererkannt. Beim VfL ist es so, dass natürlich neue handelnde Personen hier sind als noch vor sieben Jahren, aber die Wege und Umstände sind noch sehr vertraut. Ich fühle mich schon wieder richtig heimisch.

Euer Saisonstart war grandios, das 1:4 zuhause gegen Nürnberg dagegen ein herber Dämpfer.

Ich glaube, wir sind gut beraten dieses Spiel richtig einzuordnen und nicht direkt alles in Frage zu stellen. Vorher war sicher auch nicht alles gut wie es geredet wurde und umgekehrt kann nach einer solchen Niederlage auch nicht alles direkt schlecht sein. Wir haben trotzdem 13 Punkte geholt in acht Spielen und darauf können wir aufbauen.

Seid ihr am Tag danach sehr konkret in die Fehleranalyse gegangen oder lautete die Devise eher dieses Spiel schnellstmöglich abzuhaken?

Nein, wir haben das schon sehr genau analysiert und uns Spielern wurden die Fehler per Videoanalyse auch nochmal genau aufgezeigt. Das machen wir nach Siegen und Unentschieden genauso, mit dem Unterschied natürlich, dass diesmal ein paar mehr weniger positive Szenen dabei waren und es etwas länger gedauert hat.

Du bist jetzt 29. Was möchte der Profifußballer Timo Beermann in seiner Karriere noch erreichen?

Zu allererst möchte ich gesund und leistungsfähig bleiben und sehr gern noch einige weitere Jahre auf diesem Niveau spielen. Das große Ziel ist ja, den VfL als Zweitligist zu etablieren und dabei möchte ich der Mannschaft helfen. Mal schauen, was dann noch so kommt.

Wie verbringst du die Weihnachtsfeiertage in diesem besonderen Jahr?

Ich mag Weihnachten generell sehr gern und bin ein absoluter Familienmensch, sodass ich die paar freien Tage gern mit meiner Freundin und meiner Familie verbringen möchte. Ein paar Geschenke einsacken und ein paar verschenken werde ich sicher auch. Urlaub in der Ferne ist ja ohnehin nicht möglich, aber auch so ist es bestimmt möglich kurz zur Ruhe zu kommen.

Ein Ausblick noch auf die nächste Runde im DFB-Pokal (22.12., 18:30 Uhr). Es geht zum 1. FC Köln. Was erwartest du dort?

K.O.-Spiele sind immer spannend! Sehr schade ist, dass wir auch dorthin leider ohne unsere Fans reisen müssen – das wäre sicher ein Highlight gewesen. Im Pokal geht’s immer um alles oder nichts, insofern wird es definitiv ein intensives Spiel, in das wir alles reinwerfen werden. Mal schauen, wofür es dann am Ende reicht.

Welches Hobby lenkt dich neben dem Platz ab? Oder denkst du nonstop an Fußball?

Ich gucke privat schon viele Spiele, einfach aus Interesse. Ein klassisches Hobby habe ich eigentlich nicht, weder Golf noch PlayStation zocken, was ich früher mal gemacht habe. Heute ist es eher eine gute Tasse Kaffee, die mich abschalten lässt.

Insider des Monats: Vivien Soppa

Insider des Monats: Vivien Soppa, Psychotherapeutin, Yogalehrerin und Coach

Veränderung startet jetzt

THE NEW INSIDER: Wie motivierst du dich an dunklen Wintertagen?
Vivien Soppa: Indem ich meinen Tag am Vorband genau strukturiere. Ich stehe früh auf bewege mich zuallerst. Ich mobilisiere die Wirbelsäule, öffne den Brustkorb und sorge dafür, dass ich gut atmen kann. Ich setze mir um motiviert zu bleiben, über den Tag Belohnungen. Unangenehme oder dringliche Tätigkeiten versuche ich bereits morgens zu bearbeiten. Mein Tipp: Meine Yogamatte liegt direkt neben dem Bett, um mir gleich etwas Gutes am Morgen zu tun.

Wie stellst du dir den perfekten Tag vor?
Eigentlich durchlebe ich diesen täglich, denn er ist zu 85 Prozent mit dem gefüllt was mir Spaß macht. Ganz wichtig, direkt zu Beginn: Bewegung, ein gutes Frühstück und Kaffee. Und dass ich die Freiheit habe meinen Tag mit Dingen zu verbringen, die mir guttun. Für mich ist ein Abend dann schön, wenn ich selber zur Ruhe komme, entweder mit Musik oder Mediation, denn ich besitze bewusst keinen Fernseher.

Inwiefern hat die Corona- Krise deinen (Arbeits-)Alltag beeinflusst?Meine Kurse finden nun online statt. Da musste ich mich technisch erst einmal reinfuchsen.
Dadurch, dass man als selbstständige Unternehmerin seine Arbeitszeit jeden Tag frei gestaltet, musste ich mich noch besser strukturieren. Es ist tatsächlich eine große Herausforderung zuhause eine Trennung zwischen Arbeitsplatz und Freizeit zu finden. Es ist zu befürchten, dass es bis in den Januar so weitergehen könnte. Immer mal wieder können Existenzängste auftreten, das ist dann schon herausfordernd. Ich sehe jedoch auch die Chance hier, sich zu entwickeln und gestärkt aus der Coronazeit hervorzugehen.

Hast du das Gefühl, dass Osnabrück durch die Corona-Krise zusammengerückt ist?
Total – ich denke an den ersten Lockdown im Frühjahr zurück, in dem wir uns besonders in den Sozialen Medien alle gegenseitig gepusht haben. Auch mei

ne KundInnen haben mich unterstützt und einfach online an meinen Yogaklassen und Coachings teilgenommen. Man hat seinen Salat nicht bei einer großen Kette bestellt, sondern beim Restaurant an der Ecke, damit dieses weiter besteht. Das untereinander Solidarisieren hat mich total beeindruckt, aus privater aber auch aus unternehmerischer Sicht.

Welche Zielgruppe möchtest du ansprechen?
Das sind vor allem junge Frauen, die in der Übergangsphase sind sich beruflich zu etablieren und dabei sind eine Familie zu gründen oder bereits gegründet haben.

Was ist der größte Fehler, den man in punkto Fitness und Lifestyle machen kann?
Sich ein falsches Vorbild zu suchen, zu hohe Ansprüche an sich selbst zu stellen oder sich mit anderen Personen zu vergleichen, die auf einem ganz ande

ren Level sind. Gerade in den Sozialen

Medien geht es ums Verkaufen, nicht um Gesundheit. Eine junge Mutter, die im Homeoffice sitzt hat nicht dieselben Voraussetzungen wie eine Sportlerin, die fünfmal die Woche trainieren
kann, einen Diätcoach und Photoshop an ihrer Seite hat. (lacht)

Was sind die größten Vorurteile, mit denen du konfrontiert wirst?
Besonders beim Yoga gibt es zwei große Ängste. Erstens: Da kommen nur so spirituelle Ökos hin. Und Zweitens: Die Angst, körperlich nicht gelenkig ge

nug

zu sein.

Bald steht uns das neue Jahr bevor. Bist du ein Fan von Neujahresvorsätzen?
Aus der Psychotherapie herausgesprochen sage ich natürlich: Warum nicht jetzt sofort, sondern erst ab Januar? Grundsätzlich finde ich es aber super, wenn sich Menschen Ziele setzen. Ich persönlich arbeite in Drei-Monats-Rhythmen und kann somit besser kontrollieren was ich erreicht habe und bin das ganze Jahr lang motiviert. Extrem wichtig dabei: Setze dir Ziele, die realistisch und entspannt zu meistern sind.

Was ist, neben deinem Beruf, deine größte Leidenschaft?
Ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht, insofern ist das gar nicht so einfach zu sagen. Es ist nichts wozu ich mich zwingen muss. Inzwischen kann ich sagen: Damit ich mich gut fühle, mache ich Yoga. Das an andere weiterzugeben macht mich sehr demütig und stolz. Und vielleicht ergänzend noch: Ich bouldere sehr gerne!

An wen kann ich mich
bei psychischen
Problemen sofort wenden?
TelefonSeelsorge
Osnabrück: 0800 111 0 111
Kinder- und
Jugendnotdienst
Osnabrück: 0541 27276
Bei Therapeutensuche an
die Krankenkasse wenden,
die eine Liste mit allen
Therapeuten der Region
zur Verfügung stellt.

Varusschlacht goes Netflix

Varusschlacht goes Netflix

Blut, Liebesgeschichten und nordische Mythen: Netflix erzählt in „Barbaren“ die Geschichte des Cheruskerfürsten Arminius und seinen Triumph über die Römer. Schauplatz der sechsteiligen Serie, die zwischenzeitlich auf Platz 1 der Netflix-Charts stand, ist die berühmte Varusschlacht im Jahre 9 nach Christus im Teutoburger Wald bei Bramsche-Kalkriese, die zu einem prägenden Ereignis in der Geschichte Europas wird.

Schon länger ist das Verhältnis zwischen den germanischen Stämmen und den Römern angespannt. Immer wieder rücken die schwer bewaffneten Legionen an, um die als Barbaren beschimpften Einheimischen zu unterdrücken. Doch als Statthalter Varus (Gaetano Aronica) beginnt, enorme Tributzahlungen einzufordern, formiert sich Widerstand. Vor allem die cheruskische Fürstentochter Thusnelda (Jeanne Goursaud) und der einfache Krieger Folkwin (David Schütter), die schon seit Längerem ein Paar sind, wollen dem Treiben nicht tatenlos zusehen. Daraufhin schickt Varus seinen Ziehsohn, den jungen Offizier Arminius (Laurence Rupp) los, um Rache auszuüben, den selbst eine lange Geschichte mit den Germanen verbindet.

Blutig, dramatisch, stark inszeniert

Als historische Abenteuerserie ist es fast schon unmöglich, bestimmte Klischees zu vermeiden. Auch „Barbaren” stellt da keine Ausnahme dar: Männer mit imposanten Rauschebärten grunzen und grölen Kriegsparolen in die Nacht hinein, massive Schwerter und Äxte sowie Kampfschreie am Fließband folgen. Auch Actionfans kommen bei den blutigen, teils dramatischen Schlachten auf ihre Kosten. Wer „Vikings“ liebt und noch immer dem Ende der Serie hinterher trauert, wird bei „Barbaren“ auf seine Kosten kommen. Die Netflix-Produktion sieht gut aus, ist professionell produziert und liefert ein wenig Geschichtsstunde, bei der man allerdings nicht allzu genau auf die Details achten sollte. Denn die sechsteilige Serie erzählt die Sicht der Germanen, die bis heute eher lückenhaft bekannt ist. Dennoch: Die Darstellerauswahl ist unserer Meinung nach gut gelungen: Man ist jedenfalls froh, dass nicht etwa Matthias Schweighöfer den Arminius spielt. Etwas gestört hat doch die eher emotionslose, ja fast theaterähnliche deutsche Sprache, die teils durch fieses Nuscheln von Schauspieler David Schütter nur schwer verständlich war. Das Latein ist dennoch sehr glaubwürdig sowie melodisch und die italienischen Schauspieler schaffen es, der „toten“ Schriftsprache unerwartetes Leben einzuhauchen.

Support aus Bramsche-Kalkriese

Auch Marketingreferentin Frauke Hein vom Museum und Park Kalkriese hat die Serie gesehen und ist grundsätzlich zufrieden mit der Umsetzung: „Sie ist zwar sehr blutrünstig und an manchen Stellen sicherlich etwas übertrieben, auch an der Geschichte wurde etwas gedreht, aber grundsätzlich sind wir durchaus angetan. Es ist zum Beispiel nicht belegt, dass Arminius tatsächlich der Ziehsohn von Varus war – oder ob Thusnelda wirklich existiert hat. Man darf jedoch nicht vergessen, dass es eben eine fiktive Serie ist, die die Zuschauer begeistern soll. Das haben die Macher ganz gut hingekriegt.“ Vor dem Dreh besuchte Kostümbildnerin Esther Walz die Varusschlacht-Museumsleiterin Dr. Heidrun Derks in Kalkriese und informierte sich über Aussehen und Kleidung von Römer und Germanen. Gedreht wurde die Serie in Ungarn – wer sich das Original-Schlachtfeld samt Arminius-Statue einmal real vor Augen führen möchte, der kann dies natürlich am besten am Originalschauplatz im Varusschlacht-Museum tun und dort ein Stück Geschichte vor der Tür erleben.

„Ich musste oft geduldig bleiben“

Philipp Kühn, aktuelle Nr. 1 im Tor des VfL Osnabrück

Vor der Saison ließ Torwarttrainer Rolf Meyer die Frage nach der Nr. 1 im Kasten bewusst offen. Herausforderer Moritz Nicolas (22) oder doch weiterhin Philipp Kühn? Nach einigen Spieltagen scheint klar: Kühn genießt weiterhin das Vertrauen des Trainerteams – und zahlt es mit Top-Leistungen zurück. Wir haben den 28-Jährigen zu seinem bisherigen Karriereweg, den aktuell so besonderen Bedingungen und seiner persönlichen Zielsetzung befragt.

THE NEW INSIDER: Philipp, der VfL ist eines von lediglich drei Zweitliga-Teams, die in dieser Saison noch ungeschlagen sind (Stand: nach vier Ligaspielen). Wie sehr überrascht dich das?

Philipp Kühn: Das freut uns natürlich sehr und wir streben alle immer nach dem Maximum, aber rechnen konnte man damit nicht unbedingt. Immerhin liegt ein recht großer personeller Umbruch hinter uns und wir mussten uns als Team erst einmal finden. Das ist uns in den ersten Spielen glücklicherweise gut gelungen, aber das ist erst der Anfang.

Hattest du vor der Saison Sorge um deinen Stammplatz? Immerhin hatte das Trainerteam die Torwartfrage ja zunächst offen gelassen.

Mir war schon im Sommer klar, dass nach dem Abgang von Nils Körber ein weiterer starker Keeper kommen würde und musste mich dieser Situation stellen. Vorher war ich der Herausforderer, nun ist es umgekehrt. Das verändert die Lage aber kaum, ich versuche mich komplett auf meine Leistung zu fokussieren und das funktioniert gut.

Wie empfindest du den Konkurrenzkampf mit Moritz Nicolas im täglichen Miteinander?

[ … ]

Quarantäne-Pause, bislang ein ausgefallenes Spiel, nun zwangsweise eine enge Taktung der Spieltermine. Wie schwer ist es da eine Art Rhythmus aufzubauen und die Spannung hochzuhalten?

Die Pandemie wird uns vermutlich noch länger beschäftigen, insofern findet man sich besser damit ab, dass es immer mal wieder Veränderungen geben wird. Letztlich liegt es nicht in unserer Hand und es werden vermutlich noch einige Teams mehr damit zu tun haben. Das Pensum ist mitunter brutal, aber wir machen das Beste daraus.

Dein Vertrag läuft am Ende dieser Saison aus. Denkst du schon weiter bzw. sind die Verantwortlichen schon auf dich zugekommen?

[ … ]

Du bist jetzt 28, also im sogenannten „besten Fußballeralter“. Hast du noch ein ganz großes Ziel vor Augen?

Ich denke ich bin aktuell tatsächlich in der besten Phase meiner bisherigen Karriere, habe aber unglaublich große Lust diesen Weg fortzusetzen und die nächsten Schritte zu gehen. Als Torhüter hat man in der Regel ja auch noch das eine oder andere Jahr mehr vor sich. Ich bin bereit für alles was da nun noch kommen mag.

Was wäre deiner Meinung nach der logische nächste Schritt? Die 1. Bundesliga?

[ … ]

 

Das gesamte Interview gibt es in unserer Print-Ausgabe an über 2.000 Verteilerstellen sowie in unserem E-Paper hier

Nachtbürgermeister gesucht!

„Kein 9-to-5-Job“
Alexander Illenseer (Marketing OS) im TNI-Gespräch

In September hat der Stadtrat beschlossen, dass Osnabrück einen sogenannten Nachtbürgermeister bekommt. Seine Aufgaben werden u.a. sein, zwischen Gastronomen, Veranstaltern, Kulturschaffenden, Anwohnern, Politik und Verwaltung zu vermitteln. Welches Profil ein Nachtbürgermeister mitbringen sollte und welche Probleme auf seiner Agenda stehen, verrät uns Marketing Osnabrück-Prokurist Alexander Illenseer.

THE NEW INSIDER: Herr Illenseer, Osnabrück bekommt den dritten Nachtbürgermeister Deutschlands – warum ist der Posten hier so wichtig?

Es wäre sogar noch besser gewesen, wenn wir ihn schon eher gehabt hätten. Aber auch in Zukunft bleibt es wichtig, dass die Gastro- und Clubszene neben uns eine neue Schnittstelle und einen festen Ansprechpartner hat, weil es vielen aufgrund der aktuellen Situation kaum besser gehen wird.

Auf welchem Weg wird der Nachtbürgermeister ausgewählt bzw. gesucht?

Wir werden die Stelle öffentlich ausschreiben und über unsere Homepage sowie die Sozialen Medien teilen. Die Bewerber/innen werden sich dann vor einem Auswahlgremium, bestehend aus Vertretern der Gastronomie und Nachtszene (u.a. WirtuOS), Politik und der Marketing Osnabrück GmbH vorstellen. Diese werden im Vorfeld gebeten ein Konzept abzugeben unter dem Motto „Meine ersten 100 Tage als Nachtbürgermeister“ mit Zielen und Ideen.

Was halten die Osnabrücker Gastronomen und Eventmanager von der Idee des Nachtbürgermeisters, den sie zu einem Drittel mitfinanzieren?

Die Grundstimmung ist trotz Krise weiterhin positiv. Wir hatten zu Beginn des Jahres, also vor Corona, schon Gespräche dazu, in denen wir auch über die finanzielle Beteiligung gesprochen haben. Was mich natürlich sehr freut ist, dass die Gastronomen nun nicht sagen „Wir beteiligen uns doch nicht mehr“, sondern vielmehr, dass eine solche Stelle gerade jetzt wichtiger ist denn je.

Haben sich bereits erste Bewerber bei Ihnen gemeldet?

Es gibt es ein paar Leute, die bereits Interesse signalisiert haben. Jeder kann sich bewerben, daher freuen wir uns auf alle Einsendungen.

Welche Eigenschaften sollte ein Nachtbürgermeister mitbringen?

Kommunikations- und Mediationsfähigkeit, eine hohe Einsatzbereitschaft und persönliches Engagement sind besonders wichtig, weil es eben kein 9-to-5-Job ist. Auch Strukturen, Projektmanagement und Organisation sollten kein Fremdwort sein. Diese Person sollte offen und unbefangen an die Aufgaben rangehen und die Interessen aller berücksichtigen. Entscheidend ist die Liebe zur Stadt, zur Szene, zum Nachtleben. Jemand, der keine Lust hat eine Kneipe zu besuchen, wäre für diese Stelle äußerst ungeeignet.

Welche Aufgaben und Verpflichtungen sieht der Job genau vor?

Die Schaffung eines übergeordneten Verständnisses für die Nachtkultur Osnabrücks, Entlastung der Stadt Osnabrück in der Vermittlung zwischen Gastronomen und Nachbarn oder Behörden (Stichwort Außengastronomie) und Lobbyarbeit. Es soll mit dem neuen Posten auch eine Verbindung zwischen (Kreativ-)Wirtschaft und Gastro- sowie Nachtszene geschaffen werden. Wir erhoffen uns vom Nachtbürgermeister, dass er kreative Projekte und Veranstaltungen initiiert und unkompliziert sowie unbürokratisch für alle erreichbar ist.

Inwiefern ist das Aufgabenfeld durch die Corona-Krise zwangsläufig erweitert worden?

Themen wie Überbrückungshilfen, Insolvenzen und ähnliches werden weiterhin im Fokus bleiben. Natürlich kann ein Nachtbürgermeister keine Unternehmensberatung leisten, dennoch kann dieser Wege aufzeigen wo Beratung möglich ist.

Welche Probleme bzw. Unstimmigkeiten sollten in Osnabrück durch den neuen Nachtbürgermeister verstärkt thematisiert werden?

Besonders das Verständnis für Nachtkultur muss gestärkt und verstanden werden. Darüber hinaus soll den Gastronomen und Clubbesitzern in verwaltungstechnischen Fragestellungen und Problemen zur Seite gestanden werden.

Befürchten Sie in den kommenden Monaten noch eine Pleitewelle in der hiesigen Gastronomie?

Gastronomen neigen nicht dazu zu jammern, sondern suchen eher nach Möglichkeiten. Ich gehe dennoch davon aus, dass die eine oder andere Einrichtung diese Phase nicht überleben wird. Insbesondere, weil wir nicht wissen, was in den nächsten Monat auf uns zukommt.

#KULTURGESICHTER0541

Insider des Monats: Laura Hoth, Jakob J. Lübke & Lukas Gruenke, Initiatoren „Kulturgesichter 0541“

Laura Hoth, Jakob J. Lübke und Lukas Gruenke sind drei von einigen tausend Kulturschaffenden Osnabrückern, die von der Corona-Krise persönlich betroffen sind. Gemeinsam haben Sie nun die Initiative „Kulturgesichter 0541“ ins Leben gerufen, um auf die alarmierende Lage aufmerksam zu machen. TNI sprach mit ihnen über ihr Engagement und die Zukunft der Branche.

THE NEW INSIDER: Hallo zusammen! Eure Kampagne „Kulturgesichter 0541“ hat in Social Media für einige Furore gesorgt. Vielleicht stellt ihr euch einmal kurz vor und erklärt, wie ihr zusammengefunden habt.
Jakob: Ich hatte eine solche Aktion bei Hannoveraner Kollegen aus der Eventbranche entdeckt und hatte direkt das Gefühl, dass wir so etwas auch in

 Osnabrück brauchen. Zwei Stunden später saß ich bereits mit Laura dazu zusammen und noch am selben Abend war auch Lukas als Fotograf mit im Boot.
Insgesamt habt ihr bislang schon 120 Osnabrücker Kulturgesichter fotografiert.

Habt ihr mit einer solchen Resonanz gerechnet?

Laura: Wir ergänzen uns da sehr gut. Jakob ist grenzenloser Optimist, Lukas und ich sind eher Realisten. Wir haben uns alle sehr gefreut, dass das so super geklappt hat. Vor allem, weil es im Vorfeld natürlich auch bürokratische Hürden zu überwinden gab.
Lukas: Unser Aufruf hat sich schnell via Social Media verbreitet.

Welche waren das?
Jakob: Natürlich war es uns allen daran gelegen keinen großen Menschenauflauf zu provozieren, aber dennoch größtmögliche A

ufmerksamkeit zu generieren. Wir hatten nur sehr wenige Tage Zeit das alles zu realisieren, aber es hat sich definitiv gelohnt.

Laura: Mein Highlight – so dumm das klingt – waren die Bauzäune, die wir als Sichtschutz aufgestellt haben. Das hat sich irgendwie endlich wieder nach „Event“ angefühlt.

Was ist die Grundintention der „Kulturgesicher 0541“?
Lukas: In allererster Linie wollen wir Aufmerksamkeit schaffen. Natürlich bei der Politik, aber auch bei der Öffentlichkeit. Wir wollen die Persönlichkeiten hinter der Krise vorstellen.
Jakob: Es sind ja nicht nur die Künstler und Locationbetreiber, sondern auch richtig viele Menschen, die im Background tätig sind. Vom Lichttechniker bis zur sanitären Fachkraft.

Gab es schon Reaktionen aus der Politik?
Jakob: Ich bin tatsächlich politisch ganz gut vernetzt, sodass ich unsere Anliegen auch schon in Hannover vorstellen durfte. Bei den Kulturpolitikern rennt man da offene Türen ein, aber ich konnte auch schon mit Innenminister Boris Pistorius und Ministerpräsident Stephan Weil über unsere Anliegen sprechen.

Wie geht es nun weiter mit eurer Initiative?
Laura: Wir freuen uns sehr, noch einen zweiten Shooting-Termin verkünden zu können. Aufgrund der hohen Nachfrage werden wir am Sonntag, den 11. Oktober, zwischen 14:00 und 19:00 Uhr weitere Kulturgesichter ablichten. Das Ganze wird wieder am Marktplatz unter den Arkaden bzw. vor der Stadtbibliothek stattfinden.

Kennt ihr Kollegen, die sich aufgrund der unsicheren Branchenperspektive aus der Kultur verabschiedet haben?
Jakob: Leider zu viele, ja. Und wer will es ihnen übel nehmen? Niemand weiß genau in welcher Form es zu welchem Zeitpunkt weitergehen kann. Insofern muss jeder aus seiner persönlichen Perspektive entscheiden, ob er oder sie einen neuen Weg gehen muss.
Laura: Die Überbrückungshilfen reichen leider nicht bei weitem nicht aus. Anträge sind hochkompliziert, echte Hilfen lassen auf sich warten – hinzu kommt die Unsicherheit, dass man die Hilfen evtl. doch wieder zurückzahlen muss.

Wie kann man euch unterstützen?
Lukas: Indem man uns auf Instagram folgt, unsere Postings teilt und kommentiert – bzw. insgesamt einfach verbreitet.
Laura: Wer die Osnabrücker Kulturschaffenden zudem finanziell unterstützen möchte, kann dies über die Kulturbrücke OS tun.

„Für jeden eine neue Chance“

Mittelfeld-Regisseur Niklas Schmidt im lila-weißen TNI-Talk

THE NEW INSIDER: Niklas, die Saison hat endlich wieder begonnen. Mit welchen Gefühlen startest du persönlich in die neue Spielzeit?

Niklas Schmidt: Mit großer Vorfreude und maximaler Motivation. Nach dieser besonderen Zeit, der langen Pause und dem zwischenzeitlichen Trainerwechsel freut man sich auf jeden Fall auf die neue Saison. Endlich wieder Punktspiele. Ich bin selber gespannt wie unsere Mannschaft starten wird.

Wie fällt dein Zwischenfazit nach einem Jahr hier in Osnabrück aus?

Es war natürlich ein Jahr mit Höhen und Tiefen – auch geprägt von einigen verletzungsbedingten Zwangspausen. Mein Ziel ist es, in dieser Spielzeit noch konstanter meine Leistung zeigen zu können. Wir wollen zudem als Team zeigen, dass wir nicht zufällig in der Liga geblieben sind. Es wird anfangs sicher eine Findungsphase geben, aber wir sind gewillt diese so kurz wie möglich zu halten.

Du hast deine bisherige Rückennummer 31 abgelegt und stattdessen die 10 von Anas Ouahim übernommen. Was bedeutet dir diese Symbolik? Immerhin ist die 10 im Fußball eine große Zahl.

Eine Rückennummer sagt meiner Meinung nach nichts über die Leistung des Spielers aus. Dennoch ist es für mich schon eine besondere Rückennummer, da ich sie früher immer schon haben wollte. Eine besondere inhaltliche Symbolik steckt aber nicht dahinter. Abgesehen davon, dass ich natürlich bereit bin noch mehr Verantwortung zu übernehmen.

Maradona, Messi, Ibrahimovic, Ronaldinho? Wer ist deiner Ansicht nach der historisch bedeutendste Zehner weltweit?

[ … ]

Im April wurde öffentlich diskutiert, ob Werder deine Leihe nach Osnabrück vorzeitig beendet, um dich direkt in den grün-weißen Profikader zu integrieren. Wurde das mit dir besprochen?

Nein, meinerseits gab es keine konkreten Gedanken in dieser Richtung, aber es ehrt mich natürlich, dass mein Name in diesem Zusammenhang überhaupt genannt worden ist. Ich war allerdings viel zu sehr mit meiner Aufgabe hier in Osnabrück beschäftigt, sodass das mehr eine Randerscheinung darstellte. Ich habe es zur Kenntnis genommen, konkrete Gespräche mit Werder gab es jedoch nicht.

Dein Freund David Blacha hat letztes Jahr gesagt: „Schmiddi ist unser bester Kicker.“ Ist das etwas, was dich beflügelt?

[ … ]

Welche Saisonziele hast du dir persönlich gesetzt?

Ich bin kein Typ, der sich Marken setzt. Ich möchte gute Spiele abliefern und somit der Mannschaft zum nächsten Schritt verhelfen. Der Klassenerhalt steht natürlich über allem. Man sagt ja das zweite Jahr sei immer das schwierigste, aber ich glaube wir können eine gute Rolle spielen.

Ab sofort dürfen auch wieder einige Zuschauer ins Stadion, die Rede ist von etwa 20 Prozent der Stadionkapazität. Bist du jemand, der die Atmosphäre braucht?

[ … ]

 

Das gesamte Interview findet ihr in unserer aktuellen Online-Ausgabe hier