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Nach knapp 36 Jahren eine Monatszeitung völlig auf den Kopf stellen und etwas Neues erschaffen, das Osnabrück so noch nicht gesehen hat? Klingt auf den ersten Blick völlig verrückt. Nicht für das Team von THE NEW INSIDER.
Printmedium, Sprachrohr der Region und Social Media-Marke. THE NEW INSIDER ist all das, dabei aber vor allem eins: Hautnah am Leser, interaktiv und vollkommen unabhängig in seiner Berichterstattung. Macht euch gefasst auf weiterhin spannende Inhalte, exklusive und spektakuläre Verlosungen und die heißesten Szene- und Eventnews aus der Friedensstadt.
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Geburtsdatum: 31. Juli 1986
Geburtsort: Osnabrück
Beruf: Head of Schabernack bei Hundeklunker & Die singende Botschaft
Lebensmotto: Man kann immer machen, was man will (außer man schadet damit jemand anderem).
Lieblingsort in Osnabrück: Neumarkt – Spaß!, Heger-Tor-Viertel, Lotter Straße und Bo´s Tanke.
Hobbys: Hund, Campen & Halligalli
Lieblingsessen: Pizza 4 ever!
Was passiert, wenn man eine spontane Idee, eine Portion Idealismus und ganz viel Lust aufs Singen zusammenbringt? In Osnabrück ist daraus ein Chor mit 160 Mitgliedern, Warteliste und sozialem Engagement entstanden. Die „Singende Botschaft“ ist mehr als ein Hobbyprojekt – sie ist musikalische Gemeinschaft, Gute-Laune-Garant und Herzensangelegenheit zugleich. Gründerin Carolin Rehme erzählt, wie alles begann und warum es nie nur ums Singen ging.
THE NEW INSIDER: Hallo Carolin, wie ist „Die singende Botschaft“ eigentlich entstanden?
Die Idee kam tatsächlich ziemlich spontan. Ich saß mit Falk Schlukat (Geschäftsführer Agentur Zukunftsmusik, Anm. d. Redaktion) zusammen, kurz vor der Eröffnung der Botschaft, und wir haben darüber gesprochen, was man neben Konzerten und Veranstaltungen dort noch machen könnte. Ein paar Tage später lag ich zu Hause auf dem Sofa und dachte: Wir brauchen einen Chor. Dann habe ich mich mit meiner Geschäfts-Nachbarin Franziska Fritz und Sängerin und Gesangslehrerin Jasmin Göttmann zusammengetan. Der Name „Die singende Botschaft“ war dann schnell klar – auch, weil wir nicht nur singen, sondern eine Botschaft nach außen tragen wollten.
Hast du damals geahnt, wie groß das Projekt werden würde?
Überhaupt nicht. Wir haben im Freundes- und Familienkreis angefangen zu fragen. Dann haben wir goldene Postkarten mit QR-Codes drucken lassen und sind damit über den Weihnachtsmarkt gezogen. Wir konnten die Karten gar nicht so schnell verteilen, wie sich die Leute angemeldet haben. Kurz darauf mussten wir schon einen Aufnahmestopp aussprechen.
Wie viele aktive Sängerinnen und Sänger seid ihr inzwischen?
Insgesamt rund 160. Bei Proben sind meist zwischen 90 und 120 Leute da, bei Auftritten etwa 120. Wir proben alle zwei Wochen von 19 bis 21 Uhr – mit Einsingen, Atemübungen und allem, was dazugehört. Seit September haben wir auch einen festen Pianisten dabei. Bei Konzerten treten wir ausschließlich mit Live-Band auf: Piano, Bass und Schlagzeug. Playback gibt es bei uns nicht.
Was unterscheidet euch von klassischen Chören?
Bei uns steht nicht im Vordergrund, wer gut singen kann. Es geht um die Freude am gemeinsamen Singen. Unsere Stimmlagen heißen nicht Sopran oder Bass, sondern „hoch“ oder „tief“. (lacht) Gleichzeitig haben wir aber durchaus einen Anspruch – wir singen zweistimmig, manchmal mit Soloparts oder kleinen Specials. Aber ohne Leistungsdruck. Es ist eine Chorfamilie entstanden.
Ihr engagiert euch auch sozial. Wie kam es dazu?
Unser Gedanke war: Wenn wir schon so viele Menschen vereinen, dann können sollten wir die Chance nutzen und damit auch etwas Gutes bewirken. Deshalb wählen unsere Mitglieder jedes Jahr eine „Botschaft des Jahres“. 2025 war das der Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser. Durch Spendenaktionen, Benefizverkäufe und unser Weihnachtskonzert kamen 10.000 Euro dafür zusammen. In diesem Jahr unterstützen wir das autonome Frauenhaus in Osnabrück.
Das komplette Interview findet ihr auf den Seiten 6 & 7 im neuen Online-Magazin!
THE NEW INSIDER ist das monatliche Stadtmagazin für Osnabrück und die Region. Jeden Monat mit exklusiven Interviews, spannenden Reportagen, VfL-Talks, Szene-News und den besten Events der Friedensstadt.
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Es geht längst nicht nur um sieben oder neunzehn Prozent. Es geht um Existenzen, Lebenswerke und die Frage, was uns ein gemeinsames Essen wert ist. Die Mehrwertsteuer-Debatte in der Gastronomie wird mit einer Vehemenz geführt, die zeigt: Hier steht mehr auf dem Spiel als ein paar Prozentpunkte. Für Gäste geht es um bezahlbare Restaurantbesuche. Für Wirte um ihre wirtschaftliche Zukunft. In Osnabrück und der Region haben wir mit Gastronomen gesprochen. Ihre Stimmen schwanken zwischen Hoffnung und Frust – und manchmal auch zwischen Trotz und Erschöpfung. Was viele besonders trifft: der Vorwurf, sie seien „gierig“, wenn sie die Steuersenkung nicht eins zu eins an ihre Gäste weitergeben. „Das macht einen schon wütend“, sagt einer. Denn hinter jedem Preis steht eine Rechnung, die aufgehen muss.
„Essen gehen ist zu günstig“
Peter Blanke von der Portobar sagt einen Satz, der hängen bleibt: „Grundsätzlich ist Essen gehen in Deutschland zu günstig.“ Ein Satz, der provoziert – und der doch einen wunden Punkt trifft. Jahrzehntelang war Gastronomie hierzulande vergleichsweise erschwinglich. Doch während Mieten, Energie, Wareneinsatz und Löhne immer weiter steigen, blieb die Erwartungshaltung vieler Gäste konstant: gute Qualität, große Portionen, freundlicher Service – und das bitte möglichst günstig. Schon vor der Pandemie, Energiekrise und Inflation arbeiteten viele Restaurants mit Margen, die kaum Luft ließen. Die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen sei daher „ein kleiner Ausgleich für die vergangenen Jahre“ gewesen, sagt Blanke. Nicht mehr – aber eben auch nicht weniger. Vor allem der gestiegene Mindestlohn bringt viele Kalkulationen ins Wanken. Blanke spricht von einer „künstlichen Inflation“: Steigende Personalkosten schlagen direkt auf die Preise durch. Nicht, weil Wirte es wollen – sondern weil sie müssen.
Ein Dauerstreit mit Symbolkraft
Tobias Neumann vom Whobert erinnert daran, dass die Debatte kein neues Phänomen ist: „Das Mehrwertsteuer-Thema gibt es seit 20 Jahren.“ Seit Jahrzehnten wird debattiert, warum das belegte Brötchen im Supermarkt günstiger besteuert wird als das frisch zubereitete Gericht im Restaurant. „Die Diskussion ist emotional sehr aufgeladen. Es ist ein unglaublicher Druck auf unserer Branche“, sagt Neumann. Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) kämpft seit Jahren für einen ermäßigten Steuersatz. Wolfgang Hackmann, 1. Vorsitzender des Bezirksverbands Osnabrück, formuliert es deutlich: „Außer-Haus-Verkauf und fertige Lebensmittel aus dem Einzelhandel werden mit sieben Prozent besteuert – aber die Gastronomie nicht? Das ist nicht logisch.“ Er verweist auf eine alarmierende Entwicklung: „Rund ein Viertel aller eröffneten Insolvenzverfahren, betrifft die Gastronomie. Wer da noch denkt, wir übertreiben, verkennt die Lage völlig.“
Kleine Betriebe, große Ketten
Für zusätzlichen Zündstoff sorgt die Tatsache, dass auch internationale Fast-Food-Ketten von der Steuersenkung profitieren. McDonald’s etwa warb offensiv mit günstigen Angeboten. Während inhabergeführte Restaurants oft jeden Euro zweimal umdrehen, verfügen große Ketten über Marketingbudgets und wirtschaftliche Reserven, von denen kleine Betriebe nur träumen können. Für manche fühlt sich das wie ein ungleicher Wettbewerb an. Und doch sagt Hackmann: „Auch Fast-Food-Ketten sind Kolleginnen und Kollegen. Da stehen wir zusammen.“ Ein Satz, der Solidarität betont – in einer Branche, die selten geschlossen auftritt.
Ein Rettungsring – aber kein Ufer
Holger Bäumker vom Gasthaus zum Dörenberg in Bad Iburg versucht den Spagat: „Wir geben etwa 50 Prozent der Einsparung an die Gäste weiter.“ Ein Teil bleibt im Unternehmen, um steigende Kosten abzufedern. Ein Balance-Akt zwischen Kundenbindung und wirtschaftlicher Notwendigkeit. Doch Bäumker bleibt realistisch: „Die zwölf Prozent werden die Branche langfristig nicht retten.“ Die Mehrwertsteuersenkung sei kein Heilmittel, sondern ein Rettungsring in stürmischer See – aber kein sicheres Ufer.
Die Narben der Krisen
Die vergangenen Jahre haben tiefe Spuren hinterlassen: monatelange Lockdowns, Mitarbeitende, die der Branche den Rücken kehrten, steigende Energiepreise, Rückforderungen von Corona-Hilfen. Viele Betriebe arbeiten noch immer daran, sich finanziell zu stabilisieren. Die temporäre Steuerentlastung war für viele ein Zeichen politischer Unterstützung. Doch strukturelle Probleme bleiben. Planungssicherheit fehlt, Kosten steigen weiter. Gleichzeitig ist die Konsumlust vieler Gäste angesichts allgemeiner Inflation und Preissteigerungen gedämpft.
Mehr als ein Wirtschaftszweig
Am Ende geht es um mehr als Steuersätze. Es geht um die Frage, welchen Stellenwert die Gastronomie in unserer Gesellschaft hat. Restaurants sind Treffpunkte. Orte für Geburtstage, erste Dates, Geschäftsabschlüsse und Wiedersehen. Die Stimmen aus der Region Osnabrück zeigen: Die Branche kämpft. Mit Kreativität, Pragmatismus und Leidenschaft. Sie will – wie andere Branchen – Geld verdienen, aber sie ist eben auch ein sozialer Anker, damit Menschen gemeinsam feiern, essen, lachen oder diskutieren können.
THE NEW INSIDER: Hallo Stefanie, deine Tour steht an, aber es dauert noch ein paar Monate. Wie fühlt sich diese Zeit der Vorbereitung für dich an?
STEFANIE HEINZMANN: Es ist ganz lustig – die Tour fühlt sich gerade ein bisschen an wie mein Baby. Es sind noch etwa neun Monate bis dahin, und langsam fange ich an, mich intensiver vorzubereiten. Gerade mache ich mir Gedanken über die Setlist: Natürlich spielen wir das neue Album, das ist mir am wichtigsten, aber ich überlege auch, welche älteren Songs gut dazu passen. Außerdem geht es um die Bühne, die Bandbesetzung und darum, was für diese Musik am meisten Sinn macht. Jetzt wird die Tour zum ersten Mal wirklich real, und ich freue mich wahnsinnig darauf, endlich wieder zu spielen – auch wenn noch einiges an Arbeit vor uns liegt.
Im Oktober 2025 ist dein Album „Circles“ erschienen. Es wirkt wie eine Reise durch verschiedene Lebensphasen. Sind das eher persönliche Erfahrungen oder universelle Themen?
Es geht ganz klar um Lebensphasen, die alle durchlaufen. Alle sind mal Kinder, Teenager, junge Erwachsene und irgendwann merken wir mit 30, dass wir eigentlich keine Ahnung hatten. Natürlich sind alle unterschiedlich, aber die Themen, die uns in den jeweiligen Phasen beschäftigen, ähneln sich sehr. Ein zentrales Thema des Albums ist für mich auch, darauf zu vertrauen, dass Dinge Zeit brauchen. Manche Entwicklungen lassen sich einfach nicht beschleunigen – man muss erst durch sie hindurchgehen, um irgendwo anzukommen.
Deine Songs wirken sehr ehrlich und ungefiltert. Wo ziehst du für dich eine Grenze?
Eigentlich ziehe ich gar keine strikte Grenze. Ich bin ein offenes Buch, und mir geht es sehr gut damit. Ich spreche offen, aber ohne Drama. Ich jammere nicht, sondern teile einfach. Ich glaube daran, dass ich mit meiner Stimme und meinem Beruf vielleicht Menschen helfen oder ihnen zumindest das Gefühl geben kann, nicht allein zu sein. Gleichzeitig merke ich, dass sich mein Songwriting verändert hat: Früher ging es stärker um mein eigenes Drama, heute interessieren mich eher die gemeinsamen Themen. Mein persönliches Drama langweilt mich mittlerweile – ich möchte Songs schreiben, die viele Menschen betreffen.
Wenn Circles ein Gefühl wäre – welches wäre es?
Zuversicht. Ein zuversichtlicher Blick in die Zukunft, auch wenn das gerade nicht einfach ist. Ich bin sehr sensibel, und wenn ich mich zu sehr am Weltgeschehen orientiere, kann mich das richtig runterziehen. Mir hilft es, mich auf meine eigene Entwicklung zu konzentrieren. Ich glaube daran, dass viel möglich ist, wenn wir bei uns selbst anfangen.
Welchen Rat würdest du deinem jüngeren Ich geben?
Ich würde sie erstmal in den Arm nehmen und ihr sagen, dass ich stolz auf sie bin. Und dass sie weitermachen soll – Schritt für Schritt. Mehr auf das eigene Gefühl vertrauen und weniger nach links und rechts schauen.
Weitere Fragen & Antworten & eine Ticket-Verlosung fürs Konzert in Osnabrück findet ihr im aktuellen Online-Magazin!
Foto: Maximilian König
Osnabrück dreht wieder auf: Vom 20. bis 29. März lädt der Frühjahrsjahrmarkt an der Halle Gartlage zum Rummel mit Tempo, Licht und ganz eigenen Lieblingsmomenten. Ob adrenalinfördernde Fahrgeschäfte, klassische Kirmes-Atmosphäre oder Zuckerwatte-Duft in der Luft – für alle Altersgruppen ist etwas dabei. Zum Start am 20. März gibt es ab 15 Uhr eine halbe Stunde Freifahrten, mittwochs lockt der Familientag mit ermäßigten Preisen und an den Freitagen steigt ein großes Brillant-Feuerwerk über dem Platz.
Nervenkitzel & Nostalgie für eine gute gemeinsame Zeit
Auf dem Platz trifft Nervenkitzel auf Nostalgie: Adrenalinreiche Großattraktionen stehen neben klassischen Fahrgeschäften wie Autoscooter, Riesenrad und Musik-Express. Für Familien gibt’s mit Achterbahn-Erlebnissen und Mitmach-Spielständen genau die richtige Mischung aus Action und gemeinsamer Zeit. Essen gehört dazu: Von herzhaften Snacks und internationalen Spezialitäten bis zu gebrannten Mandeln und Crêpes ist alles dabei – ideal für einen gemütlichen Jahrmarkt-Bummel.
Kindheitshelden-Tag am 26. März
Ein Höhepunkt für Familien ist der Kindheitshelden-Tag am Donnerstag, 26. März, von 16:00 bis 18:00 Uhr. Dabei sind vier beliebte Figuren aus der Welt der Superhelden und Märchen auf dem Jahrmarkt unterwegs – mit Spinnennetz, Schutzschild oder frostigem Zauber – und nicht nur am Rand, sondern mitten im Geschehen. Besucherinnen und Besucher können ihnen beim Schlendern über den Platz begegnen, Fotos und Videos machen, abklatschen oder sogar gemeinsam eine Runde Karussell fahren.
Öffnungszeiten: Mo–Do 15–22 Uhr Fr 15–23 Uhr Sa 14–23 Uhr So 14–22 Uhr
Parken: Die Jahrmarktwiese hinter der Halle Gartlage steht als kostenfreie Parkfläche zur Verfügung.
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