Insider des Monats: Carolin Rehme, Singende Botschaft
Insider des Monats: Carolin Rehme, Initiatorin Singende Botschaft
Geburtsdatum: 31. Juli 1986
Geburtsort: Osnabrück
Beruf: Head of Schabernack bei Hundeklunker & Die singende Botschaft
Lebensmotto: Man kann immer machen, was man will (außer man schadet damit jemand anderem).
Lieblingsort in Osnabrück: Neumarkt – Spaß!, Heger-Tor-Viertel, Lotter Straße und Bo´s Tanke.
Hobbys: Hund, Campen & Halligalli
Lieblingsessen: Pizza 4 ever!
„Wir wollen gute Laune nach draußen tragen“
Was passiert, wenn man eine spontane Idee, eine Portion Idealismus und ganz viel Lust aufs Singen zusammenbringt? In Osnabrück ist daraus ein Chor mit 160 Mitgliedern, Warteliste und sozialem Engagement entstanden. Die „Singende Botschaft“ ist mehr als ein Hobbyprojekt – sie ist musikalische Gemeinschaft, Gute-Laune-Garant und Herzensangelegenheit zugleich. Gründerin Carolin Rehme erzählt, wie alles begann und warum es nie nur ums Singen ging.
THE NEW INSIDER: Hallo Carolin, wie ist „Die singende Botschaft“ eigentlich entstanden?
Die Idee kam tatsächlich ziemlich spontan. Ich saß mit Falk Schlukat (Geschäftsführer Agentur Zukunftsmusik, Anm. d. Redaktion) zusammen, kurz vor der Eröffnung der Botschaft, und wir haben darüber gesprochen, was man neben Konzerten und Veranstaltungen dort noch machen könnte. Ein paar Tage später lag ich zu Hause auf dem Sofa und dachte: Wir brauchen einen Chor. Dann habe ich mich mit meiner Geschäfts-Nachbarin Franziska Fritz und Sängerin und Gesangslehrerin Jasmin Göttmann zusammengetan. Der Name „Die singende Botschaft“ war dann schnell klar – auch, weil wir nicht nur singen, sondern eine Botschaft nach außen tragen wollten.
Hast du damals geahnt, wie groß das Projekt werden würde?
Überhaupt nicht. Wir haben im Freundes- und Familienkreis angefangen zu fragen. Dann haben wir goldene Postkarten mit QR-Codes drucken lassen und sind damit über den Weihnachtsmarkt gezogen. Wir konnten die Karten gar nicht so schnell verteilen, wie sich die Leute angemeldet haben. Kurz darauf mussten wir schon einen Aufnahmestopp aussprechen.
Wie viele aktive Sängerinnen und Sänger seid ihr inzwischen?
Insgesamt rund 160. Bei Proben sind meist zwischen 90 und 120 Leute da, bei Auftritten etwa 120. Wir proben alle zwei Wochen von 19 bis 21 Uhr – mit Einsingen, Atemübungen und allem, was dazugehört. Seit September haben wir auch einen festen Pianisten dabei. Bei Konzerten treten wir ausschließlich mit Live-Band auf: Piano, Bass und Schlagzeug. Playback gibt es bei uns nicht.
Was unterscheidet euch von klassischen Chören?
Bei uns steht nicht im Vordergrund, wer gut singen kann. Es geht um die Freude am gemeinsamen Singen. Unsere Stimmlagen heißen nicht Sopran oder Bass, sondern „hoch“ oder „tief“. (lacht) Gleichzeitig haben wir aber durchaus einen Anspruch – wir singen zweistimmig, manchmal mit Soloparts oder kleinen Specials. Aber ohne Leistungsdruck. Es ist eine Chorfamilie entstanden.
Ihr engagiert euch auch sozial. Wie kam es dazu?
Unser Gedanke war: Wenn wir schon so viele Menschen vereinen, dann können sollten wir die Chance nutzen und damit auch etwas Gutes bewirken. Deshalb wählen unsere Mitglieder jedes Jahr eine „Botschaft des Jahres“. 2025 war das der Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser. Durch Spendenaktionen, Benefizverkäufe und unser Weihnachtskonzert kamen 10.000 Euro dafür zusammen. In diesem Jahr unterstützen wir das autonome Frauenhaus in Osnabrück.
Das komplette Interview findet ihr auf den Seiten 6 & 7 im neuen Online-Magazin!
