Breakdance x Salsa

Salsa-Weltmeisterin bringt Mash up-Danceshow nach Osnabrück

Am 20. und 21. Dezember erzählen die Salsa-Weltmeisterin Kim Wojtera und die Breakdance-Brüder Tom2Rock in der OsnabrückHalle ihre gemeinsame Lebensgeschichte in der Breaking Salsa-Show, die von ihren abwechslungsreichen Einflüssen lebt: Von Hip-Hop über Modern Dance bis hin zu Tango, können die Zuschauer in die Welt des Tanzes eintauchen.

TNI: Hey Kim, kannst du dich noch an den Moment erinnern, als du die Jungs von Tom2Rock zum ersten Mal getroffen hast?

Kim Wojtera: Das war 2014 bei der Sat.1-Castingshow „ Got to Dance“. Tom hat mich hinter den Kulissen angesprochen und gefragt, ob wir nicht mal etwas gemeinsam starten wollen. Unsere ersten kleinen Shows sind unglaublich gut bei den Zuschauern angekommen. Anschließend haben wir in Eigenproduktion einen Trailer gedreht, der viral super funktioniert hat. Viele Leute haben uns gefragt, wo man Tickets für die Show kaufen kann – daraus ist dann „Breaking Salsa“ entstanden.

Kurz vor Weihnachten (20./21.12.) gastiert ihr in der OsnabrückHalle. Mit welchem Gefühl geht ihr gleich doppelt in Osnabrück an den Start?

Dass wir doppelt gastieren ist schon ein kleines Risiko, weil wir alles selber organisieren und hoffen, dass es bei den Zuschauern auch gut ankommt.

Wie habt ihr denn so ein vielfältiges Team damals zusammenbekommen?

Das ist ganz unterschiedlich gelaufen. Viele nationale und internationale Tänzer kannten wir durch Events und Wettbewerbe. Andere, die uns gefallen haben, haben wir aber auch direkt angefragt.

Warum habt ihr euch gegen Musik aus der „Konserve“ entschieden und tourt stattdessen mit einer Liveband?

Wir wollten das Erlebnis dieser Show zu etwas Besonderem machen. Es ist ein kompletter Unterschied, wenn man live sieht wie die Musik gespielt wird und sich die Tänzer dazu im selben Rhythmus bewegen.

Für wen ist die Show besonders geeignet?

Es ist für jeden etwas dabei! Frauen sind naturgemäß in erster Linie begeistert, wollen die Show unbedingt besuchen und müssen ihre Männer „zwingen“ mitzukommen. (lacht) Im Nachhinein sind diese aber meist auch durchweg begeistert. Es ist eben auch nicht nur Breakdance und Salsa!

Moritz Heyer: Der VfL-Allrounder im TNI-Talk

Moritz Heyer: Der VfL-Allrounder im TNI-Talk

„Wenn es so kommt, sage ich nicht nein“

Moritz Heyer ist durch und durch Osnabrücker. Beziehungsweise Bramscher, um genau zu sein. Schon als C-Jugendlicher wechselte der heute 24-Jährige vom FCR Bramsche zum VfL. Über die Stationen Sportfreunde Lotte und den Halleschen FC, kehrte er vor dieser Saison als Profi zurück an die Bremer Brücke. Nun ist der Defensiv-Allrounder längst eine feste Stütze in Thiounes Team, absolvierte bislang jede Partie über die volle Distanz. Im Lila-Weiß Report spricht „Mo“ über seine größten Förderer, Spiel-Analysen mit Papa und die langfristige Aussicht auf einen Platz in der „Hall of Fame“ des VfL.

TNI: Moritz, am 20. Mai hast du in deinem Antrittsinterview mit vfl.de gesagt, dass du hoffst, dein erstes Zweitliga-Spiel machen zu dürfen. Jetzt sind es nach 13 Spieltagen bereits exakt 13 Spiele über die volle Distanz. Überrascht?

Moritz Heyer: Überraschend kommt es für mich nicht komplett, weil ich schon immer an mich glaube. Man setzt sich persönliche Ziele und hat Erwartungen, aber letztendlich spornt es auch an, dass man nie weiß, was der Trainer im Hinblick aufs nächste Spiel entscheidet. Gesetzt ist bei uns niemand automatisch.

[…]

Ein Blick zurück: In deinem ersten Profijahr bei den Sportfreunden Lotte hattest du mit Verletzungen zu kämpfen. Stimmt es, dass du damals sogar schon an ein vorzeitiges Karriereende dachtest?

Ich hatte relativ zu Anfang der Saison eine hartnäckige Patellasehnenreizung. Einige Monate war ich komplett raus und man macht sich naturgemäß Sorgen, wie es weitergeht. Das war keine einfache Zeit, aber nach dem Trainerwechsel damals ging es auch wieder bergauf. Konkret an ein Karriereende habe ich nicht gedacht, ich versuche immer positiv zu bleiben.

Damals wie heute ist Lottes Trainer Ismail Atalan. Welche Rolle spielt er in deiner Vita?

[…] 

Als Jugendspieler des VfL hast du durchaus das Zeug eine lila-weiße Legende zu werden. Ist das etwas, was dich antreibt?

Ich spiele definitiv sehr gerne in der Heimat. Hier sind meine Familie und die meisten meiner Freunde. Das habe ich zu meiner Zeit in Halle schon vermisst. Aber wirklich konkrete Gedanken mache ich mir darüber aktuell nicht, mein Vertrag läuft noch eineinhalb Jahre. In dieser Zeit kann viel passieren und es gehören immer zwei Parteien dazu. Wenn es allerdings so kommen sollte, würde ich wahrscheinlich nicht nein sagen.

Das ganze Interview findet ihr in der Print-Ausgabe an über 1.000 Verteilerstellen oder als E-Paper hier

Sport ist für mich keine Quälerei

Extremsportler und Sänger Joey Kelly im TNI-Talk

Joey Kelly absolvierte über 40 Marathons, mehr als 30 Ultramarathons, neun Wüstenläufe, drei Mal das Radrennen „Race Across America“ von der West- zur Ostküste der USA. Er bewältigte acht „Ironman“ innerhalb von nur zwölf Monaten – eine Marke, die vor ihm noch keiner erreichte. Am 25. April referiert er in seinem Vortag „No Limits – Wie schaffe ich mein Ziel“ auf Einladung der Gemeinde Wallenhorst über seinen Lebensweg als Unternehmer und Ausdauersportler, den er mit Ausdauer, Zielen, Willen und Leidenschaft konsequent verfolgt. Im Dezember 2020 ist Kelly mit seiner Show „Abenteuer Leben 2020“ in der OsnabrückHalle zu Gast.

TNI: Hallo Joey, zu Beginn eine einfache Frage: Was ist deine größte Motivation im Leben?

Joey Kelly: Es ist der Ausdauersport, den ich mit meinen Abenteuern, sei es in der Sahara oder am Nordpol, verbinde. Das macht mir unglaublich Spaß und pusht mich immer mehr und mehr. Natürlich muss ich bei vielen Challenges auch kämpfen, aber das gehört dazu und motiviert mich noch mehr. 

Gab es mal Situationen, in denen du selbst gescheitert bist?

Na klar, denn Niederlagen gehören natürlich auch zum Leben. Sei es bei sportlichen Wettkämpfen oder anderen Zielen, die ich mir gesetzt habe. Der Erfolg entsteht durch Höhen und Tiefen. Insofern ist es für mich sehr wichtig auch mal zu scheitern.

Hast du ein Patentrezept, wie man mit Niederlagen umgehen kann?

[…]

Im Rahmen des 24. RTL-Spendenmarathons hast du dich der „24h Roller Biathlon Challenge“ gestellt – wie hast du dich auf diese riesige Challenge vorbereitet?

Man muss schon im Training sein. Das war persönlich mein 14. Spendenmarathon und ich motiviere mich einfach jedes Jahr aufs Neue. Ich frage mich „Wie hast du dich im Vorjahr gefühlt, als die Herausforderung noch krasser war?“ Dann denke ich an meinen Erfolg und beiß mich durch. Ich war dieses Jahr sehr überrascht wie gelassen ich war. Nach der Veranstaltung bei RTL bin ich mit dem Roller direkt zum Konzert der Kelly Family gefahren und vor 14.000 Menschen aufgetreten. (lacht)

Wann erlaubst du dir auch mal eine Pause?

Nach großen Wettkämpfen lege ich meist eine Woche „Sportpause“ ein, freue mich aber danach auch direkt wieder anzufangen. Für mich ist Sport keine Quälerei sondern ein Luxus. Es macht mir einfach Spaß. Ich könnte mich nicht einen Monat aufs Sofa legen und nichts tun.

Wok WM, TV Total Turmspringen, Stock Car Crash Challenge – wie sehr vermisst du Stefan Raab und seine TV-Formate?

[…]

Habt ihr weiterhin privat Kontakt gehalten?

[…] 

Was würdest du machen, wenn du morgen so schwer verletzt bist, dass du keinen Sport mehr treiben kannst?

Ich habe von Verletzungen keine Angst. Ich lebe ja nicht vom Sport. Das ist für mich ein Hobby. Wenn das eintreten sollte, ist es halt so. Sich nicht bewegen zu dürfen, wäre für mich jedoch schon frustrierend. Ich brauche die Bewegung einfach. Eine langfristige Verletzung wäre schon eine enorme Einschränkung. Aber heutzutage gibt es genug Rollstuhlfahrer, die den Ironmann machen. Alles ist möglich!

Das ganze Interview findet ihr in der Print-Ausgabe an über 1.000 Verteilerstellen oder als E-Paper hier

TNI – BLOG OF THE BLOGS

TNI – BLOG OF THE BLOGS

Wir können so einiges. Content, Ads, Video, Foto … natürlich können wir dir hier ellenlang von unserem Portfolio erzählen, aber schau‘ dir doch einfach unsere Postings hier an. Ist cooler.

04. Juni 2019 – 2. Trampolinhalle in Osnabrück?

Kaum ist Osnabrücks erste Trampolinhalle UpSprung eröffnet, plant auch schon die Konkurrenz ein sehr ähnliches Konzept.
Im Stadtteil Fledder wollen andere Betreiber aus dem Funsport-Segment in einer alten Industriehalle einen weiteren Trampolinpark errichten.
Vielmehr als die Location steht hier allerdings noch nicht fest.
Wie das Konzept genau aussehen soll, ist bislang unklar.
Eine weitere Frage, die sich nun stellt: Verträgt die Friedensstadt überhaupt zwei gleichartige Funsporthallen?

Wir bleiben dran!

 

 

17. Mai 2019 – THE NEW INSIDER Trailer zum Maidorf 2019

 

18. August – Schlossgarten Open Air: Dein Bild aus der TNI-Fotobox

Was für ein grandioses Open-Air-Weekend! Zwei Tage lange verwandelte die Osnabrücker Crew von Goldrush Productions den Schlossgarten einmal mehr in ein Eventareal der Extraklasse – und wurde mit einer Mega-Kulisse belohnt.
Etwas mehr als 20.000 Musikfans strömten insgesamt zu den Gigs von Lotte, Max Giesinger sowie Michael Patrick Kelly am Freitag und zu Schlagergott Christian Steiffen, Samy Deluxe & Band und Jan Delay samt Disco No. 1 am Samstag.

Mächtig was los war auch in unseren THE NEW INSIDER-Fotoboxen – die Ergebnisse findet ihr nun hier!

Schaden in Millionenhöhe

Nach dem Brand: TNI-Interview mit FMO-Sprecher

Bei dem Großbrand im Parkhaus A am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) am 14. Oktober brannten auf den betroffenen Ebenen 1 und 2 über 40 Fahrzeuge aus, weitere wurden beschädigt. Wer zahlt den Schaden und wie geht es überhaupt weiter mit dem Parkhaus? Diese und weitere Fragen beantwortete uns FMO-Sprecher Andrés Heinemann im TNI-Interview.

TNI: Herr Heinemann, auf welchem Weg haben Sie am Abend des 14. Oktober selbst von dem Brand im Parkhaus des FMO erfahren?

Andrés Heinemann: Wir haben am Flughafen eine Notfallalarmierung, die bei besonderen Ereignissen eine automatische Alarmierungskette in Gang setzt. Die Nachricht habe ich demnach zu Hause über mein Mobiltelefon erhalten. Das Ausmaß des Brandes war mir zu Beginn nicht bekannt. Daraufhin habe ich mit unserer Verkehrszentrale telefoniert, die bereits kurze Zeit später von mehreren brennenden Fahrzeugen sprach.

Wie sah es auf den betroffenen Ebenen 1 und 2 des Parkhauses A aktuell aus?

Man sah erstens, dass sich eine Menge Rus an den Wänden und Decken gebildet hat. Im Kern des Brandes standen die ausgebrannten Wracks. Durch den Brand ist zudem die Parkhausstruktur beschädigt worden, sodass umfangreiche Abstützmaßnahmen stattgefunden haben und zusätzliche Säulen eingebaut werden mussten. Diese sollten dafür sorgen, dass k

eine Teile von der Decke fallen, die jemanden verletzt hätte können. Glücklicherweise können wir sagen, dass es zu keinem Personenschaden gekommen ist. Das ist bei dem immensen Ausmaß, Temperaturen jenseits der 1.000 °C und der Rauchentwicklung, beinahe ein Wunder.

Ist das Parkhaus noch zu retten?

Davon gehen wir momentan aus. Für ein Statement ist es jedoch aktuell zu früh. Die Gutachter sind weiterhin tätig und untersuchen Säule für Säule, bis ein genaues Schadensbild dokumentiert und ein Sanierungsplan aufgestellt werden kann.

Wie groß ist der Schaden?

Es ist alleine am Gebäude mit Sicherheit ein Schaden in Millionenhöhe entstanden, obgleich noch keine konkrete Zahl feststeht.

Wie müssen Betroffene weiterhin vorgehen?

Wir haben von allen Fahrzeugen eine Liste erarbeitet, die in den Ebenen 1 und 2 geparkt hatten. Diese wurde als Online-Datei hinterlegt, sodass betroffene Fluggäste ihr Autokennzeichen eingeben können und erfahren, ob ihr Fahrzeug vermerkt ist. Geschädigte sollten zunächst ihre eigene Versicherung informieren, die in der Regel den Brandschaden übernimmt. Wenn es den Behörden gelingt einen Verursacher festzustellen, gehen die Ansprüche natürlich auf die Haftpflichtversicherung des betroffenen Fahrzeughalters über.

Ist denn davon auszugehen, dass die Ermittlungen noch länger andauern werden?

Zeitlich lässt sich das kaum abschätzen, da von den Polizeibehörden ein Institut beauftragt wurde, das sich um den Fall kümmert. Solche Untersuchungen benötigen meist ihre Zeit, insofern würden wir eher von Wochen als von Tagen sprechen.

War das für Sie als Sprecher mit die größte Herausforderung, die Sie bisher stemmen mussten?

Das mediale Interesse war in der Tat riesengroß. Wir haben sogar Presseanfragen aus München und Berlin bekommen, ganz zu Schweigen die vielen Anfragen aus der Region. Es gab für mich aber auch andere Ereignisse, die ein großes Medienecho mit sich trugen, wie zum Beispiel die Insolvenz der Germania.

VfL-Talk mit Verteidiger Lukas Gugganig

„Es gab nie eine andere Option“

Er ist ein Gesicht einer der aktuell stabilsten Defensive der 2. Bundesliga. Lukas Gugganig wechselte zur neuen Saison aus Fürth an die Bremer Brücke – und ist mittlerweile aus der Innenverteidigung kaum mehr wegzudenken. Neben dem Platz ist der 24-Jährige eher introvertiert, auf dem Platz fallen auch mal klare Worte. Im TNI-Talk verrät Gugganig, wie sich ein Österreicher in Osnabrück fühlt, wer sein Jugendidol war und was er selbst gegen die Torflaute der Lila-Weißen tun kann.

TNI: Lukas, nur neun Gegentreffer in elf Spielen (Stand: 01.11.19). Das ist Bestwert in der 2. Liga. Dabei wurde die VfL-Viererkette vor der Saison völlig neu formiert. Überrascht dich dieser Positivtrend?

Lukas Gugganig: Es ist auf jeden Fall eine schöne Momentaufnahme, nicht nur für uns Defensivspieler, aber überrascht hat mich das weniger. Man hat schon in der Vorbereitung und auch aus der vergangenen Saison heraus gemerkt, wieviel Qualität wir auf den Defensivpositionen haben.

Gibt’s nach einem torlosen Spiel denn mal einen flapsigen Spruch Richtung Offensivabteilung seitens dir oder der anderen Abwehr-Akteure?

[ … ] 

Du kommst aus einer klassischen Fußballerfamilie. Dein Vater hat dich und deinen Bruder David früher trainiert – nun seid ihr beide Profis geworden. Gab es jemals eine andere berufliche Option?

Eigentlich nicht wirklich. Das Ziel war immer klar. Mit 14 bin ich ins Leistungszentrum von RB Salzburg gewechselt und habe dort mit 18 Jahren dann glücklicherweise auch direkt einen Profivertrag erhalten. Ich habe parallel natürlich meinen Schulabschluss gemacht, aber eine ganz andere Option gab es nie.

Wer war als Jugendspieler dein fußballerisches Vorbild?

Früher fand ich Lucio von Bayer Leverkusen immer beeindruckend. Der war nicht nur ein sensationeller Innenverteidiger, sondern hat auch ständig Tore erzielt.

Tore zu erzielen ist bislang nicht deine Spezialität. Ist das etwas, was du unbedingt optimieren willst?

Definitiv. In der vergangenen Saison waren es auch nur zwei Treffer. Das zu übertreffen wäre schon schön, aber dabei darf man selbstverständlich nie die defensive Stabilität vernachlässigen.

Was macht Lukas Gugganig neben dem Platz, um sich vom Profialltag abzulenken?

Mit Kevin Friesenbichler war hier beim VfL direkt ein mir bekanntes Gesicht da, das hat die Eingewöhnung erleichtert. Wir machen auch privat mal was zusammen. Generell setze ich mich gern mal in Cafés in der City, spezielle Hobbys habe ich sonst keine. Bislang habe ich auch allein gewohnt, aber meine Freundin zieht nun ebenfalls zu mir nach Osnabrück.

Wie würdest du Daniel Thioune als Cheftrainer charakterisieren – auch im Vergleich zu vorherigen Trainern?

[ … ]

Das ganze Interview findet ihr in der Print-Ausgabe an über 1.000 Verteilerstellen oder als E-Paper hier

Feine Sahne Fischfilet im Promi-Talk

„Manche Leute hassen uns einfach“

Laut, derbe und politisch. Mit „Sturm & Dreck“ ist die Punk-Rock Band Feine Sahne Fischfilet ab November, unter anderem auch in Lingen (30.11.) und Oldenburg (14.12), wieder auf Deutschland-Tour. Bassist Kai Irrgang spricht im Interview über politische Verantwortung von Künstlern, Rechtsextremismus, Hass und Heimat.

 

THE NEW INSIDER: Ende November geht es wieder los auf Tour, die Pause habt ihr nach den ganzen Festivals bestimmt gebraucht, oder?

Kai (Feine Sahne Fischfilet): Wir mussten leider eine kleine Sommerpause einlegen, da Christoph sich den Ellenbogen ausgekugelt hatte. Von daher sind wir eher ausgeruht und heiß darauf wieder auf die Bühne zu gehen.

Ihr füllt inzwischen schon einige sehr große Hallen mit euren Konzerten. Wann hast du festgestellt was für Ausmaße eure Musikkarriere inzwischen angenommen hat?

Das Ausmaß ist mir erst klargeworden, als ich letztes Jahr meinen Job gekündigt habe, weil ich von dem Geld aus den Konzerten leben konnte. Ich hatte mein Hobby zum Beruf gemacht. Das war schon krass.

In der öffentlichen Wahrnehmung gibt es nur wenig Bands, die sich so wie ihr politisch engagieren und klare Kante zeigen. Ihr trefft damit auf viel Akzeptanz, aber auch auf viel Gegenwind. Wünscht man sich da manchmal ein bisschen mehr Ruhe?

Ja klar, es wäre schon geil, gar nicht so oft die Fresse aufreißen zu müssen. Man wünscht sich generell stärkeres politisches Engagement von Bands und Künstlern, sodass man selbst ein bisschen kürzertreten kann. Aber so ist es leider nicht, obwohl sich inzwischen mehr Bands klar politisch positionieren als früher.

Ihr Jungs kommt aus Mecklenburg-Vorpommern, engagiert ihr euch verstärkt dort oder ist euer Blick eher auf ganz Deutschland gerichtet?

Wir sind halt alle in der ostdeutschen Provinz aufgewachsen. Wir leben heute noch hier und wollen auch unsere Zukunft hier verbringen. Unsere Heimat liegt uns natürlich am Herzen und darum gilt ihr auch unser Hauptengagement.

Ihr bekommt inzwischen wesentlich mehr Anfragen soziale Projekte zu unterstützen, wie entscheidet ihr euch, wen ihr am Ende unterstützt?

Ja, täglich. Wir können aber leider nicht allen gerecht werden, da sonst die Musik auf der Strecke bleiben würde. Wir unterstützen daher sehr viele Projekte von Leuten, die wir persönlich kennen. Diese begleiten uns dann und wir binden sie und ihre Projekte in unsere Tour ein.

Denkst du, dass der Dokumentarfilm „Wildes Herz“ die allgemeine Wahrnehmung von Feine Sahne Fischfilet verändert hat und die Leute euer Anliegen jetzt besser verstehen?

Der Film hat auf jeden Fall eine ganz andere Gruppe von Leuten erreicht, die mit Punk-Rock sonst nichts anfangen kann. Ältere Leute die unsere Musik schrecklich finden und niemals auf ein Konzert von uns gehen würden, haben durch den Streifen eine völlig andere Perspektive auf uns.

Trotzdem habt ihr immer wieder mit Missverständnissen zu kämpfen, das ist aber manchmal auch gewollt, oder?

Ich weiß gar nicht ob das Missverständnisse sind. Manche Leute hassen uns einfach und wollen uns nur ankacken. Wir haben gelernt damit umzugehen. Man kann nicht von allen gemocht werden und es wäre auch kein gutes Zeichen für uns, wenn es so wäre. Von daher ist das schon in Ordnung.

 

Hattet ihr zeitweise schon Angst um eure persönliche Sicherheit oder ist es bisher nur bei halbherzigen Drohungen geblieben?

Hatten wir durchaus. Vor allem in der Jugend. Wir fingen an Punk zu hören und deshalb wollten uns junge Nazis eine auf die Fresse hauen. Wir mussten uns den Stress nicht suchen. Heute ist Sicherheit auch noch ein wichtiges Thema, gerade bei den Konzerten. Auch auf der Straße erkennen einen Leute, die uns nicht so freundlich gegenüberstehen. Gehört halt zum Berufsrisiko.

Habt ihr schon Pläne wie es nach der Tour weitergehen soll?

Noch nichts Hundertprozentiges. Wir wollen erstmal die Tour durchziehen und dann sehen wir weiter. Aber die Stimmung ist gut. Wir werden in den Proberaum gehen und einfach Musik machen, mal gucken was daraus wird. Wir freuen uns schon drauf.

Neben euren Touren habt ihr seit 2016 noch euer eigenes Festival „Wasted in Jarmen“. Wie hat sich das Festival entwickelt?

Entstanden ist das Ganze aus unserer Kampagne „Noch nicht komplett im Arsch“ zur Landtagswahl 2016. Da haben wir am Abend vor der Wahl ein Open-Air-Konzert als Abschluss für die Kampagne gegeben. Die Leute sind von überall hergekommen und es war wie ein riesiges Happening. Das fanden wir so gut, dass wir gesagt haben: „Da machen wir ein Festival raus“. Für mich persönlich ist es das Jahres-Highlight. Da erinnert man sich wieder, wofür man das alles macht.

HOCHEFFIZIENTES PERSONAL TRAINING

Eine gute Figur ist keine Frage des Alters! 

Schlank, schön und erfolgreich – so leben es uns Stars und Medien
vor. Die Realität sieht etwas anders aus: Jeder fünfte Bundesbürger
ist adipös, vier von fünf Deutschen würden gern einige Pfunde verlieren.
Das Ergebnis: Diäten schießen wie Pilze aus dem Boden, um doch
wieder am Jojo-Effekt zu scheitern. Bewegungsmangel und Alltagsstress
tun ihr übriges. Die Lösung hat nur drei Buchstaben: EMS. Übersetzt: Elektrostimulationstraining.

GEZIELTE KÖRPERFORMUNG DURCH GANZKÖRPERTRAINING

Mit diesem innovativen Segment der Fitnessbranche kennt er sich besonders gut aus: Jens Buse betreibt das aktiv medX Studio an der Hannoverschen Straße mit integrierter EMS Trainingsarea.
Er sagt: „Effektiver geht Ganzkörpertraining nicht. Wir entwickeln, gemeinsam mit unseren Mitgliedern, individuelle Ziele – die ersten Resultate verblüffen die meisten.“ Und so funktioniert’s: Beim EMS-Training werden Muskeln aufgebaut, stärker und ausdauernder. Die Impulse werden durch das hochmoderne X-Body EMS-Gerät erzeugt und mittels Elektroden, die im Anzug direkt über den zu stimulierenden Muskeln platziert sind, verteilt. Die Impulse bringen die Muskeln zum Kontrahieren. Somit ist das Resultat vergleichbar mit der reellen Bewegung des Muskels. „Dadurch kann schon bei einmal wöchentlichem Training nach kurzer Zeit eine effektive Körperformung durch unser EMS-Ganzkörpertraining erreicht werden“, berich

tet medX-Studioleiter Buse. Aktuell nimmt das Studio neue EMS-Mitglieder zu speziellen Sonderkonditionen auf – das Kontingent ist allerdings begrenzt. Mitglieder des Firmenfitness-Verbundes Hansefit sparen zusätzlich.

WIE WIRKT EMS-TRAINING?

EMS-Training setzt da an, wo herkömmliche Methoden versagen: Sogar die schwer zugänglichen Muskeln an Taille und Hüfte werden zeitgleich aktiviert und trainiert. Der Kalorienverbrauch steigt drastisch an. Muskulatur wird aufgebaut, überschüssiges Fett in Energie umgesetzt und erfolgreich abgebaut – ein Effekt, der noch Stunden nach dem Training anhält! Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Effektive und nachhaltige Figurformung durch Aufbau fettfreier Muskelmasse bei gleichzeitigem Abbau überschüssigen Körperfetts.

NICHT NUR MÜDE VERSPRECHEN

Dass das nicht nur müde Versprechungen sind, belegt u.a. eine kürzlich veröffentlichte Studie von Forschern der Universität Erlangen-Nürnberg, der Technischen Hochschule Kaiserslautern
sowie der Deutschen Sporthochschule in Köln (DSHS). Sie hatten in ihrer Übersichtsarbeit 23 Studien zu Wirksamkeit und Sicherheit von EMS-Training ausgewertet. Die Wissenschaftler der einzelnen Studien untersuchten meist untrainierte Erwachsene zwischen 33 und 77 Jahren. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus: Das Training baue in signifikantem Umfang Muskelmasse auf, reduziere die Fettmasse und sei nicht mit besonderen Risiken verbunden (Quelle: DSSV). Auch bei Rückenschmerzen, Herzproblemen, Übergewicht oder altersbedingten Muskelschwund ist EMS eine effektive Trainingsmethode. Der Schlüssel zum Erfolg in 20 Minuten lautet: Personal- Training. Eine enge Begleitung durch den Trainer und ein individuelles Training, das optimal auf den Kunden abgestimmt ist, führt innerhalb kürzester Zeit zu sichtbaren Ergebnissen. Weitere Infos: www.aktiv-medxtraining.de

Fotos: LuxTeufelsWild

„Das Potenzial ist riesig“

TNI-Talk mit Henning Wiehemeyer vom Dock 49

Am Osnabrücker Hafen entsteht etwas. „Lauter Speicher“ heißt das neueste Zentrum für Kreative aller Art, besonders Musiker haben hier ihre neue Heimat gefunden. Dort sitzt auch das Dock 49 als neue Eventlocation, die von Henning Wiehemeyer betrieben wird, der bereits das Redlingers Deli in der City betreibt. Nebenan im „Leisen Speicher“ ist Platz für Büroräume, vorrangig von Start Ups. Wir sprachen mit dem Dock 49-Betreiber über die Zukunft des Hafenviertels und seine ganz eigene Vision davon.

THE NEW INSIDER: Hallo Henning! Wie seid ihr damals auf die Location aufmerksam geworden und wie schnell war dir klar, dass dort das Dock 49 optimal hinpasst?

Henning Wiehemeyer: Aufmerksam geworden auf den Standort an sich bin ich via Facebook durch eine dortige Berichterstattung über den damaligen „Tag der offenen Tür“ am Osnabrücker Hafen. Mir war dann recht schnell klar, dass ich dort eine Eventlocation eröffnen möchte. Das Hafenumfeld an sich war bislang gastronomisch nahezu ungenutzt. Ich habe deshalb schon lange davon geträumt, ein solches Projekt dort verwirklichen zu können. Als sich dann diese Chance ergab, habe ich sie ergriffen. In anderen Städten wie Münster oder Hamburg sieht man ja, was an derartigen Stellen möglich ist.

Welches Potenzial siehst du insgesamt für den Osnabrücker Hafen?

Das Potenzial ist riesig. Das neue Kreativviertel rund um den „Lauten & Leisen Speicher“ könnte ein guter Start für die Erschließung des gesamten Osnabrücker Hafens sein. Ich glaube, dass die Stadt insgesamt davon enorm profitieren würde.

Gibt es bereits Gespräche mit der Stadt oder anderen Privatinvestoren, die ein Hafenfeeling wie z.B. in Münster ermöglichen könnten?

Aktuell noch nicht, dafür wäre es vermutlich auch noch zu früh. Erst einmal muss aus meiner Sicht das neue Kreativviertel fertiggestellt und entwickelt werden. Der „Leise Speicher“ wird derzeit noch renoviert. Mittel- bis langfristig wäre es natürlich wünschenswert, wenn sich der Bereich ähnlich entwickeln würde.

Welche Art von Event passt besonders gut ins Dock 49?

Hochzeiten, aber natürlich auch Firmenfeiern jeglicher Art – egal, ob Sommerfest oder Weihnachtsfeier. Unternehmen, aber natürlich auch andere Organisationen, können die Räumlichkeiten des Dock 49 für Tagungen buchen. Eine moderne Einrichtung mit Beamer, Leinwand, Musikanlage und Bestuhlung für bis zu 300 Gäste ist vorhanden.

 

Was macht aus deiner Sicht das perfekte Event aus?

Wir sind zufrieden, wenn unsere Gäste zufrieden sind und das auch im Anschluss nach außen kommunizieren und geben unser Bestes, um es ihnen so angenehm wie möglich zu machen.

 

 

Location-Fotos: Fredo Andall

„ICH HALTE NIEMANDEN VOM SUIZID AB“

IM GESPRÄCH MIT SANDRA MEYER* VON DER TELEFONSEELSORGE OSNABRÜCK

Sandra Meyer sitzt ganz ruhig an ihrem Tisch, nimmt einen letzten Schluck Kaffee und stellt ihr Lämpchen auf Grün. Sofort klingelt das Telefon. „Telefonseelsorge Osnabrück, wie kann ich Ihnen behilflich sein?“ Sie ist eine von 75 Mitarbeitern der Telefonseelsorge der Diakonie Osnabrück Stadt und Land. 2014 hat sie ihre einjährige Ausbildung angetreten und ist seitdem ehrenamtlich tätig. Wir haben mit ihr anlässlich des 40. Jubiläums der Telefonseelsorge gesprochen.

Sandra Meyer betont bereits zu Beginn, dass sie keine ausgebildete Therapeutin oder Psychologin ist. „Wir sind für die Anrufer ein menschliches Gegenüber, das Gefühle und Emotionen aufnimmt, darüber redet und versucht, ihre Sorgen zu verstehen.“ Zuhören ist dabei enorm wichtig, besonders bei jugendlichen Anrufern. In der Seelsorge selbst arbeiten größtenteils Menschen mittleren Alters. Daneben sitzen lediglich wenige Studenten, die neben Studium und Arbeit die Zeit finden. Sehr schade, findet Meyer, da in Zeiten von Social Media gerade Jugendliche häufig an Depressionen, Mobbing und sogar Suizidgedanken leiden und sich nicht selten scheuen, dies direkt Angehörigen oder Freunden anvertrauen. Deshalb wurde vor einem Jahr zusätzlich der Online Chat eingeführt, den Meyer ebenfalls mitbetreut. Man schreibt von seinen Problemen, von Einsamkeit und Krankheit – meist benötigt der Anrufer, so Meyer, lediglich jemanden, der wertfrei zuhört, oder eben mitliest. Denn die Seelsorge ist für viele die erste Anlaufstelle.Meyer: „Eine Chatterin schrieb mir einmal, sie könne gar nicht über ihr Problem sprechen, weil sie sonst weinen müsste. Das hat mich sehr berü

Zuhören ist enorm wichtig

Was Meyer jedoch in den letzten fünf Jahren am meisten berührt hat, war ein Anruf aus dem Krankenhaus. Ein kleines Mädchen mit einem Hirntumor lag nachts alleine in ihrem Zimmer und hatte Angst, landete in der Leitung von Sandra Meyer und telefonierte über zwei Stunden mit ihr. „Wir sprachen über ihre Krankheit, was sie bedrückt und sie erzählte mir Dinge, die sie gerne machen würde, wenn sie gesund wäre. Dass sie gerne Fußballspielen würde, dies aber aufgrund ihrer Erkrankung nicht dürfe.“ 2010 war Meyer ebenfalls schwerkrank, sie hatte Angst um ihr Leben und erinnert sich heute, dass sie gerne mitten in der Nacht mit jemanden gesprochen hätte. Ein Schlüsselerlebnis, weshalb sie sich entschieden hat die Ausbildung zu absolvieren. Aber nicht nur die Fähigkeit des Zuhörens ist wichtig. Man sollte zudem emotional belastbar sein und immer eine gewisse Distanz zum Anrufer wahren.

Seelsorge für viele die erste Anlaufstelle

Man muss lernen nicht zu viel über das danach zu grübeln. „Hat sich die Person nach unserem Telefonat schlussendlich vor den Zug geworfen?“ Meyer: „Gerade mit dem Thema Selbstmord ist es schwierig umzugehen. Man fragt den Anrufer natürlich weshalb das Leben so aussichtslos scheint. Wenn der Anrufer meint, er muss diesen Weg gehen, bin ich nicht diejenige, die ihn aufhalten kann, denn meist steht der Entschluss längst fest.“ Dennoch sieht sie einen derartigen Anruf auch als Hilferuf, in dem noch ein Funken Hoffnung steckt. Auf die Frage, was ihr bisher schlimmster Anruf gewesen ist, hat Sandra Meyer eine klare Antwort: „Es ist nicht ein bestimmter Anruf. Es sind die Scherzanrufe, die leider noch viel zu oft durchkommen. Ich gebe alles, versuche mitzufühlen und plötzlich lacht eine Gruppe von Leuten im Hintergrund. Danach hat man oft Schwierigkeiten den nächsten Anrufer ernst zu nehmen.“ Abschließend wünscht Sandra Meyer sich, dass noch mehr Menschen Teil der Telefonseelsorge werden, denn viel zu oft treffen Ratsuchende auf eine besetzte Leitung. Interessenten am Ehrenamt in der TelefonSeelsorge können sich per E-Mail (telefonseelsorge@diakonie-os.de) oder telefonisch (0541/260105) melden.

Die Nummer für Ratsuchende: 0800-1110111.

*Name wurde von der Redaktion geändert.