#KULTURGESICHTER0541

Insider des Monats: Laura Hoth, Jakob J. Lübke & Lukas Gruenke, Initiatoren „Kulturgesichter 0541“

Laura Hoth, Jakob J. Lübke und Lukas Gruenke sind drei von einigen tausend Kulturschaffenden Osnabrückern, die von der Corona-Krise persönlich betroffen sind. Gemeinsam haben Sie nun die Initiative „Kulturgesichter 0541“ ins Leben gerufen, um auf die alarmierende Lage aufmerksam zu machen. TNI sprach mit ihnen über ihr Engagement und die Zukunft der Branche.

THE NEW INSIDER: Hallo zusammen! Eure Kampagne „Kulturgesichter 0541“ hat in Social Media für einige Furore gesorgt. Vielleicht stellt ihr euch einmal kurz vor und erklärt, wie ihr zusammengefunden habt.
Jakob: Ich hatte eine solche Aktion bei Hannoveraner Kollegen aus der Eventbranche entdeckt und hatte direkt das Gefühl, dass wir so etwas auch in

 Osnabrück brauchen. Zwei Stunden später saß ich bereits mit Laura dazu zusammen und noch am selben Abend war auch Lukas als Fotograf mit im Boot.
Insgesamt habt ihr bislang schon 120 Osnabrücker Kulturgesichter fotografiert.

Habt ihr mit einer solchen Resonanz gerechnet?

Laura: Wir ergänzen uns da sehr gut. Jakob ist grenzenloser Optimist, Lukas und ich sind eher Realisten. Wir haben uns alle sehr gefreut, dass das so super geklappt hat. Vor allem, weil es im Vorfeld natürlich auch bürokratische Hürden zu überwinden gab.
Lukas: Unser Aufruf hat sich schnell via Social Media verbreitet.

Welche waren das?
Jakob: Natürlich war es uns allen daran gelegen keinen großen Menschenauflauf zu provozieren, aber dennoch größtmögliche A

ufmerksamkeit zu generieren. Wir hatten nur sehr wenige Tage Zeit das alles zu realisieren, aber es hat sich definitiv gelohnt.

Laura: Mein Highlight – so dumm das klingt – waren die Bauzäune, die wir als Sichtschutz aufgestellt haben. Das hat sich irgendwie endlich wieder nach „Event“ angefühlt.

Was ist die Grundintention der „Kulturgesicher 0541“?
Lukas: In allererster Linie wollen wir Aufmerksamkeit schaffen. Natürlich bei der Politik, aber auch bei der Öffentlichkeit. Wir wollen die Persönlichkeiten hinter der Krise vorstellen.
Jakob: Es sind ja nicht nur die Künstler und Locationbetreiber, sondern auch richtig viele Menschen, die im Background tätig sind. Vom Lichttechniker bis zur sanitären Fachkraft.

Gab es schon Reaktionen aus der Politik?
Jakob: Ich bin tatsächlich politisch ganz gut vernetzt, sodass ich unsere Anliegen auch schon in Hannover vorstellen durfte. Bei den Kulturpolitikern rennt man da offene Türen ein, aber ich konnte auch schon mit Innenminister Boris Pistorius und Ministerpräsident Stephan Weil über unsere Anliegen sprechen.

Wie geht es nun weiter mit eurer Initiative?
Laura: Wir freuen uns sehr, noch einen zweiten Shooting-Termin verkünden zu können. Aufgrund der hohen Nachfrage werden wir am Sonntag, den 11. Oktober, zwischen 14:00 und 19:00 Uhr weitere Kulturgesichter ablichten. Das Ganze wird wieder am Marktplatz unter den Arkaden bzw. vor der Stadtbibliothek stattfinden.

Kennt ihr Kollegen, die sich aufgrund der unsicheren Branchenperspektive aus der Kultur verabschiedet haben?
Jakob: Leider zu viele, ja. Und wer will es ihnen übel nehmen? Niemand weiß genau in welcher Form es zu welchem Zeitpunkt weitergehen kann. Insofern muss jeder aus seiner persönlichen Perspektive entscheiden, ob er oder sie einen neuen Weg gehen muss.
Laura: Die Überbrückungshilfen reichen leider nicht bei weitem nicht aus. Anträge sind hochkompliziert, echte Hilfen lassen auf sich warten – hinzu kommt die Unsicherheit, dass man die Hilfen evtl. doch wieder zurückzahlen muss.

Wie kann man euch unterstützen?
Lukas: Indem man uns auf Instagram folgt, unsere Postings teilt und kommentiert – bzw. insgesamt einfach verbreitet.
Laura: Wer die Osnabrücker Kulturschaffenden zudem finanziell unterstützen möchte, kann dies über die Kulturbrücke OS tun.

„Für jeden eine neue Chance“

Mittelfeld-Regisseur Niklas Schmidt im lila-weißen TNI-Talk

THE NEW INSIDER: Niklas, die Saison hat endlich wieder begonnen. Mit welchen Gefühlen startest du persönlich in die neue Spielzeit?

Niklas Schmidt: Mit großer Vorfreude und maximaler Motivation. Nach dieser besonderen Zeit, der langen Pause und dem zwischenzeitlichen Trainerwechsel freut man sich auf jeden Fall auf die neue Saison. Endlich wieder Punktspiele. Ich bin selber gespannt wie unsere Mannschaft starten wird.

Wie fällt dein Zwischenfazit nach einem Jahr hier in Osnabrück aus?

Es war natürlich ein Jahr mit Höhen und Tiefen – auch geprägt von einigen verletzungsbedingten Zwangspausen. Mein Ziel ist es, in dieser Spielzeit noch konstanter meine Leistung zeigen zu können. Wir wollen zudem als Team zeigen, dass wir nicht zufällig in der Liga geblieben sind. Es wird anfangs sicher eine Findungsphase geben, aber wir sind gewillt diese so kurz wie möglich zu halten.

Du hast deine bisherige Rückennummer 31 abgelegt und stattdessen die 10 von Anas Ouahim übernommen. Was bedeutet dir diese Symbolik? Immerhin ist die 10 im Fußball eine große Zahl.

Eine Rückennummer sagt meiner Meinung nach nichts über die Leistung des Spielers aus. Dennoch ist es für mich schon eine besondere Rückennummer, da ich sie früher immer schon haben wollte. Eine besondere inhaltliche Symbolik steckt aber nicht dahinter. Abgesehen davon, dass ich natürlich bereit bin noch mehr Verantwortung zu übernehmen.

Maradona, Messi, Ibrahimovic, Ronaldinho? Wer ist deiner Ansicht nach der historisch bedeutendste Zehner weltweit?

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Im April wurde öffentlich diskutiert, ob Werder deine Leihe nach Osnabrück vorzeitig beendet, um dich direkt in den grün-weißen Profikader zu integrieren. Wurde das mit dir besprochen?

Nein, meinerseits gab es keine konkreten Gedanken in dieser Richtung, aber es ehrt mich natürlich, dass mein Name in diesem Zusammenhang überhaupt genannt worden ist. Ich war allerdings viel zu sehr mit meiner Aufgabe hier in Osnabrück beschäftigt, sodass das mehr eine Randerscheinung darstellte. Ich habe es zur Kenntnis genommen, konkrete Gespräche mit Werder gab es jedoch nicht.

Dein Freund David Blacha hat letztes Jahr gesagt: „Schmiddi ist unser bester Kicker.“ Ist das etwas, was dich beflügelt?

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Welche Saisonziele hast du dir persönlich gesetzt?

Ich bin kein Typ, der sich Marken setzt. Ich möchte gute Spiele abliefern und somit der Mannschaft zum nächsten Schritt verhelfen. Der Klassenerhalt steht natürlich über allem. Man sagt ja das zweite Jahr sei immer das schwierigste, aber ich glaube wir können eine gute Rolle spielen.

Ab sofort dürfen auch wieder einige Zuschauer ins Stadion, die Rede ist von etwa 20 Prozent der Stadionkapazität. Bist du jemand, der die Atmosphäre braucht?

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Das gesamte Interview findet ihr in unserer aktuellen Online-Ausgabe hier

Aufn Korn mit Burkhard Wischer

Besser als Tinder

Die Straßen am Pottgraben sind grau – umso bunter geht es im dort ansässigen Confusion zu. In diesem Monat betreibt Burkhard den Open Gay Pub seit 10 Jahren und es ist noch kein Ende in Sicht. Ein Treff für die Schwulenszene war der Standort schon immer – das bedeutet allerdings nicht immer kompromisslose Toleranz, wie uns der Wirt im TNI-Talk verriet.

„I HATE EVERYONE“ prangt in großen Lettern über einem Regenbogen auf dem T-Shirt von Burkhard Wischer als wir ins Confusion kommen. Es ist Montagmittag, eigentlich sein Ruhetag, das Confusion in logischer Konsequenz leer und lediglich vom Geräusch der Klimaanlage beschallt. Wir haben noch keine drei Sätze gewechselt, da ist schon klar: Dieser Mann setzt gerne Statements. Doch dazu später mehr. Früher ging man bei der Hausnummer 27 zu „Bei Theo“, später ins „Mecs“. Zu dieser Zeit betrieb der frühere Fernschreibgeräte-Mechaniker Gaststätten im Landkreis. Zum einen den „Bahnhof Michel“ in Bohmte, eine irisch-schottische Folklore Kneipe, parallel dazu das „Miet mich“, ebenfalls in Bohmte. Allein dieser eher zufällig entstandene Werdegang vom Elektroniker zum Gastronom war recht unkonventionell. Gleichzeitig war Burkhard Wischer häufiger Gast in seinem jetzigen Pub und wurde innerhalb von vier Jahren nacheinander von den zwei vorherigen Betreibern angesprochen, ob er die Kneipe nicht übernehmen wolle – gesagt, getan. Eines war ihm dabei aber besonders wichtig: Das Confusion soll eine Anlaufstelle für alle sein, nicht ausschließlich für Homosexuelle. Kein großes Ding, möchte man meinen. Anfangs kam deshalb allerdings eine Menge Gegenwind auf: „Ein Gast kam auf mich zu und meinte: ‚Lass dir den Laden nicht von den Heteros versauen‘“ Das sei für ihn eine Unverschämtheit gewesen.

Denn: Wer Toleranz einfordert, müsse diese auch selbst geben können, so Burkhard. Klare Worte vom Betreiber – und auch sonst macht er keinen Hehl aus seiner linksliberalen, politischen Haltung. Dabei gehe es nicht um parteipolitische Ansichten, sondern überwiegend um das Prinzip „Was du nicht willst, dass man dir tu‘, das füg‘ auch keinem anderen zu.“

Der Anspruch einer besseren Welt

„Sagen wir’s mal ganz brutal: Ich will auch keine Nazis an der Theke haben. Diese Leute haben argumentativ wirklich nichts zu bieten. Konfrontation muss in einer Kneipe natürlich nicht sein, aber es ist auch wichtig, dass man keinen dummen, braunen Spruch stehen lässt“, betont der Kneipier. Wir haben es ja angeteasert: Dieser Mann setzt gerne Statements. Und das muss man wirklich an ihm mögen. Bei diesen Themen ist Mr. Confusion nicht nur konsequent, sondern auch leidenschaftlich – ansonsten allerdings eher der ruhigere Typ, der oft auch etwas zwischen Psychotherapeut und starke Schulter für seine Gäste am Brett ist. Die LGBTQ+-Szene Osnabrücks ist doch recht überschaubar, weswegen es umso persönlicher in der Community zugeht. „Die schönsten Momente sind eigentlich die, in denen sich Paare bei uns zueinander bekennen und sich gegenseitig finden.“ Wer in anderen Kneipen verzweifelt auf der Suche nach neuen Bekanntschaften ist, wird neidisch aufs Confusion blicken – die Trefferquote liegt vermutlich höher als bei Tinder. Also geht mal wieder raus, Leute. Lernt Menschen im echten Leben und nicht über einen Bildschirm kennen. (Aber tragt dabei doch weiterhin bitte eine Maske.) Schaut euch ein wenig Offenheit im Confusion ab – hier wird bunte Vielfalt gelebt. Ganz ohne Verhaltenskodex, Vorurteile oder Zwänge. Wer also heterosexuell ist und noch nicht da war: Es ist wirklich besser, als ihr es euch vorstellen könnt. Dienstags vielleicht mal ein Doppelkopf-Abend, donnerstags eine offene Knobelrunde oder mal wieder eine fette Karaoke-Party? Das alles hat sich seit mittlerweile zehn Jahren bewährt. Wir lieben vor allem die Message hinter dem Confusion und seinem Wirt: Seid offen. Seid ihr. Seid authentisch. Seid wahrhaftig. Seid respektvoll. Würde das überall so gelebt, lebten wir vermutlich in einer besseren Welt. Übrigens: Vor einigen Jahren gründete Burkhard die Facebook-Gruppe „Was ist los in Osnabrück“, um ein lokales Forum zur Veröffentlichung von Events und allem, was Osnabrücker interessieren könnte zu schaffen – schaut doch mal vorbei!

Sport und Bewegung ohne Gedöns

Körperfreunde: Trainieren ohne Gedöns

Sie sind endlich angekommen in ihrer neuen Base, die Körperfreunde Osnabrück. Längst hätte Ex-VfL-Athletiktrainer Patrick Jochmann (Foto) mit seinem Team in den „Lauten Speicher“ am Osnabrücker Hafen ziehen wollen. Nun, nach kurzer Corona-Bremse, konnte endlich das eigene Trainingszentrum eröffnet werden. Natürlich mit Abstand und Hygienekonzept, aber „es bewegt sich etwas und wir haben mit Freude festgestellt wie motiviert die Leute nach der Zwangspause sind.“ Das Konzept der Körperfreunde fußt auf gleich drei Säulen: Dem sogenannten Stadtteiltraining, bei dem Outdoor zu meist unter freiem Himmel trainiert wird, dem Training im „Lauten Speicher“ und der Möglichkeit von Personal Trainings sowie Betriebssport (auch direkt in den Firmen). Wer in der Base am Hafen trainiert, den erwartet das erste schweißtreibende Warm-up bereits mit dem Aufstieg in die oberste Etage des ehemaligen Getreidespeichers, der von den Briten einst zum Bürogebäude umfunktioniert wurde und seit 2019 als neues, lokales Kreativquartier wächst und wächst. Körperfreunde-Mitglieder können dort zu jeder Zeit trainieren – allein oder in kleinen Gruppen, unter professioneller Anleitung oder auf eigene Faust. Abends finden montags bis donnerstags Kurse statt (u.a. Zirkel-Training, „Starker Rücken“, „Workout-after-work“ und „Körper-statt-Geräte“), die Stadtteiltrainings finden fünfmal wöchentlich an unterschiedlichen Orten statt. Die Devise lautet „Sport und Bewegung. Ohne Gedöns“ und soll sich klar von den großen Fitnesshallen unterscheiden. Athletikcoach Patrick Jochmann hat schon die VfL-Profis fit für den Aufstieg in die 2. Liga gemacht – nun startet er, gemeinsam mit Fitnesstrainerin Marla Koch und weiteren Mitstreitern, selbstständig durch. Das obere Geschoss der „Körperfreunde“ ist noch frei. Dort soll nach Aufhebung der Abstandsregeln eine Art Chillarea entstehen, wo man sich nach dem Workout unterhalten und bei einem Drink abschalten kann. „Wir trainieren in der Regel miteinander, nicht nebeneinander her“, erklärt Jochmann. Vom Alltagssportler bis zum ambitionierten Athleten.  Körperfreunde eben.

 

Chefcoach Grote über seine Ziele und Visionen

Chefcoach Grote über seine Ziele und Visionen

Marco Grote tritt kein leichtes Erbe an: Mit Daniel Thioune verließ eine echte lila-weiße Ikone den Verein auf eigenen Wunsch, die ebenso beliebt wie erfolgreich war. Der 47-jährige Bremer unterzeichnete einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Zuletzt betreute er die U19-Mannschaft von Werder Bremen in der A-Junioren-Bundesliga, nun steckt er mit den VfL-Profis mitten in der Vorbereitung auf den Saisonstart am 19. September. Im TNI-Talk sprich er über seine neue Herausforderung, die Kaderzusammenstellung und den neuen Co-Trainer Deniz Dogan.

 

THE NEW INSIDER: Herr Grote, zunächst auch von uns nochmal ein herzliches Willkommen in Osnabrück. Haben Sie sich bereits mit der Stadt vertraut machen können?

Marco Grote: Zwangsläufig ja, weil ich irgendwo was essen muss. Ich wohne derzeit noch im Hotel, habe inzwischen aber einen Mietvertrag zum 01.10. unterschrieben. Man kann im Hotel zwar auch was essen, aber ein bisschen Abwechslung tut gut.

Sie hatten aber vorher wahrscheinlich jetzt nicht die große Verbindung zu Osnabrück, oder?

Ich hatte tatsächlich mit einem Osnabrücker zu Werder-Jugendzeiten zusammengespielt und somit die Stadt ein paar Mal besucht. Eine persönliche Verbindung habe ich aber nicht. 

Durch die Corona-Pandemie ist das Transferfenster noch bis zum 05. Oktober geöffnet. Die Saison beginnt allerdings bereits am 19. September. Wie zuversichtlich sind Sie, dass zum Auftakt in Fürth bereits der finale VfL-Kader steht?

Je nachdem, was die Situation erfordert bzw. was der Markt hergibt. Für einen Trainer ist es immer der Wunsch, das Team möglichst früh zu komplettieren. So können Abläufe und Spielinhalte früher verinnerlicht und ausgereift werden. Je später ich einen Spieler dabei habe, umso größer ist die Gewöhnungs- und Aufarbeitungsphase. Ich schließe nicht aus, dass da noch ganz spät etwas passiert. Damit kann und muss ich dann auch eben zurechtkommen.

Bislang lag das Durchschnittsalter des VfL-Kaders bei 26 Jahren. Sie sind als Nachwuchscoach bekannt geworden. Wird der Kader also tendenziell eher jünger?

Das würde ich so pauschal nicht sagen. In der 2. Bundesliga benötigen wir einen ausgewogenen Kader, also natürlich junge Perspektivspieler, aber auch welche im mittleren Alter, die schon etwas erlebt haben. Letztendlich hängt viel damit zusammen welchen Mannschaftsgeist diese entwickeln können. Bisher habe ich den positiven Eindruck, dass die Spieler sehr gut zueinander passen. Wir achten darauf, dass das weiterhin so bleibt.  

Welche Rolle trauen Sie den beiden Youngstern Marc Augé und Hakim Traoré in der kommenden Saison zu?

Schwer zu sagen, dafür ist es noch etwas zu früh. Die Jungs kommen direkt aus der Jugend, was man natürlich merkt. Ich finde, dass im Testspiel gegen Schalke deutlich zu sehen war wo ihr Potential liegt. Alles andere werden wir mit der Zeit gemeinsam rausfinden.

Ihren neuen Co-Trainer Deniz Dogan kennen Sie bereits aus Ihrer gemeinsamen Vergangenheit in Hamburg und Lübeck. Wie würden Sie ihn charakterisieren?

Eine wesentliche Eigenschaft von Deniz ist, dass er ein absoluter Teamplayer ist. Ich kenne „Dogi“ schon sehr lange, er ist mit vielen Menschen kompatibel und wird wunderbar in dieses Team reinpassen. Deniz bringt zudem unterschiedliche Facetten und Erfahrungen mit. Die eines Trainers ebenso wie die eines Spielers, der einen spannenden Werdegang hingelegt hat. Ich denke, dass wir uns in vielen Bereichen ergänzen können.  

Gibt es trotz Corona die Möglichkeit sich der Fanszene vorzustellen?

Kontakt mit den Fans wäre wünschenswert, da der Fußball davon lebt. Die volle Bremer Brücke ist schon ein schöneres Bild als wenn sie leer ist. Bisher hat sich jedoch noch nichts Konkretes ergeben, ich habe allerdings schon mit dem einen oder anderen Fanvertreter sprechen können.

In der vergangenen Saison gab es häufig auch innerhalb eines Spiels Veränderungen der Grundordnung, angepasst an den jeweiligen Gegner und den Spielverlauf. Setzen Sie persönlich eher auf Konstanz oder Variabilität?

Grundsätzlich ist das genau die richtige Vorgangsweise und nicht etwas, das nur Daniel Thioune gemacht hat. Veränderungen sind wichtig, wenn man etwas erreichen möchte. Alle nötigen Entscheidungen sollten dem Spiel dienen sowie den Spielern helfen. Wir werden uns nicht nur auf ein System beschränken. Defensiv sowie Offensiv müssen wir flexibel sein. Anders wird es nicht hinhauen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Fotos: Jana Lange (Jana fotografiert)

Mrs. Hyde Park im TNI-Interview

Conny Overbeck: Mrs. Hyde Park im TNI-Talk

THE NEW INSIDER: Hallo Conny! Du bist Inhaberin des Hyde Parks und hast als solche in all den Jahren schon einiges erlebt. Eine Pandemie ist aber auch für euch neu. Wie seid ihr bislang durch die Krise gekommen?

Conny Overbeck: Naja, schön ist es nicht. Wir haben um Zahlungsaufschub in einigen Bereichen gebeten, unsere festen Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt sowie die Aushilfen auf „null“ gesetzt. Man kriegt ja ein bisschen was vom Staat, aber langfristig wird das nicht reichen. Ich müsste Hartz IV beantragen, wenn das so weitergeht. 

Konntest du dir vorstellen, dass du so lange im Geschäft bleiben würdest, als du 1976 angefangen hast?

Nein auf keinen Fall. Ich war damals in Rüschendorf nur nebenbei in der Gastronomie tätig, um mir etwas Geld dazu zu verdienen. Mein alter Chef hatte dann die Auflage jeden Tag bis auf den Ruhetag die Gaststätte im damaligen Schweizerhaus zu öffnen. Da er das alleine nicht geschafft hätte, übernahm ich werktags die Schicht von 17:00 bis 22:00 Uhr. Wenig später habe ich etwas Geld geerbt, ihm den Schweizerhaus abgekauft und quasi neu aufgelegt. Für Bands gab es damals nicht so viel. Also lief der Betrieb von Anfang an sehr gut und kam immer mehr ins Rollen.

Welches Ereignis hat dich in den mehr als 40 Jahren am meisten geprägt?

Die Unruhen 1983 an der Rheiner Landstraße.

Wie hast du diese damals erlebt?

Ich stand hinter der Theke und habe erst gar nicht verstanden was passiert. Wir wussten zwar, dass es Probleme geben wird, da wir den Hyde Park trotz behördlicher Anordnung nicht schließen wollten. Auf einmal standen dort über 700 Polizisten, die unsere Mitarbeiter verhaftet haben. Es kam zu Schlägereien und Tränengasangriffen. Wenig später riefen die Boulevardblätter an und wollten mit uns sprechen. Fast zwei Wochen war Chaos angesagt.

Was würdest du rückblickend heute anders machen?

Ein bisschen mehr Geschäftsfrau sein und insgesamt kapitalistischer denken.

Inwiefern hast du dich mit den Jahren persönlich verändert?

Natürlich formt einen der Laden. Aber ich kann nicht sagen, ob und wie ich mich verändert habe. Das müsste man jemanden fragen, der mich seitdem kennt und begleitet hat. Ich sehe auch nicht ein, dass ich 68 Jahre alt bin. Gefühlt bin ich noch immer 40. (lacht)

Was vermisst du während der aktuellen Zwangspause am meisten?

Meine ganz normale Routine. Die Einkäufe, Organisation und sogar die Buchführung. Das alles wird momentan nicht mehr gebraucht. Ich stehe morgens auf und habe nichts zu tun. Die Buchhandlungen machen gutes Geld mit mir und mein Garten ist auch froh, dass ich mehr Zeit für ihn habe. Aber auf Dauer wird es langweilig.

Habt ihr seit der Schließung schon Resonanz von Stammgästen bekommen?

Ja, total viel – über Facebook unter anderem, z.B. Bilder von Gästen, die mit „Wir vermissen euch“-Schildern vorm Hyde Park stehen. Leider kann ich nichts an der Situation ändern. 

Inwiefern hat sich die Klientel des Hyde Park über die Jahre verändert?

Meine Mutter sagte damals „Die Jugend hat sich verändert.“ Heute sage ich dasselbe. Dennoch ist die Klientel relativ gleich geblieben. Alle Schichten, alle Generationen, alle Kleidungsstile und Hautfarben. Zu uns kommen keine Besucher, die sich drei Stunden vorher fertig machen. 

Wie würdest du eure Philosophie in drei Worten beschreiben?

Peace, Love and Rock ‘n‘ Roll.

Gibt es für euch einen Plan B?

Wir wollen so lange durchhalten, bis wir wieder aufmachen dürfen. Zur Not müssen wir die Preise erhöhen und jeder zahlt 500 Euro Eintritt (lacht). Spaß beiseite, wir haben schon einen 1 1/2-Jahresplan, der unsere Ausgaben und Einnahmen so weit eingrenzt, damit wir aus Krisen möglichst unbeschadet rauskommen. Kopf hoch und einfach weiter machen. Etwas anderes bleibt uns nicht übrig.

Wie lange möchtest du persönlich noch in diesem Geschäft arbeiten?

Mein Pachtvertrag läuft noch acht Jahre – bis dahin bleibe ich dem Hyde Park sicher erhalten.

Gibt es Dinge, die du innerhalb dieser Corona-Phase machen konntest, die sonst immer liegen geblieben sind?

Wir haben einige Dinge repariert, u.a. das durch Vandalismus entstandene Loch in unserer Wand oder die Scheinwerfer gesäubert. Im Keller hatten wir Wasser stehen, das ist jetzt auch beseitigt. Groß umbauen oder verändern wollen wir aber nichts.

Welchen Act möchtest du in deinem Leben noch einmal auf der Hyde Park-Bühne sehen?

Eric Burdon würde ich gerne noch einmal erleben.

Interview: Brandmeisteranwärterin Piera Beuing

Insider des Monats: Piera Beuing

Brandmeisteranwärterin der Feuerwehr Osnabrück

Name: Piera Beuing
Geburtstag: 19.02.1992
Geburtsort: Greven
Ausbildung: Notfallsanitäterin
Familienstand: verheiratet
Kinder: Keine
Hobbys: Wakeboarding, Laufen, Unterwegs mit Freunden, zusätzlich aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr

    

THE NEW INSIDER: Warum und in welchem Alter hast du dich für die Ausbildung zur Brandmeisteranwärterin entschieden?

Piera Beuing: 2014 habe ich die 3-jährige Ausbildung zur Notfallsanitäterin absolviert und habe währenddessen schon bemerkt, dass die Feuerwehr eine Herausforderung ist, die ich aufnehmen möchte. Zwei Jahre später, mit 27 Jahren, habe ich mich dann in Osnabrück beworben und habe im September 2019 bin ich mit dem Grundausbildungslehrgang begonnen.  

Welche Fähigkeiten sollte man für deinen Beruf mitbringen?

Elementar sind Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Zusätzlich die physische und psychische Belastbarkeit, damit man Einsätze sportlich packt und mental verarbeiten kann. Etwas handwerkliches Geschick gehört auch immer dazu.

Wie umfangreich war das Auswahlverfahren?

Voraussetzung war zunächst, dass ich einen Feuerwehr-dienlichen Beruf mitbringe. Am Anfang stand der Sporttest mit verschiedenen Stationen, den man bestehen musste. Dann wurde unsere Höhenangst geprüft. Ich musste eine 30-Meter lange Leiter hochsteigen, es folgte ein schriftlicher Test, der sich aus medizinischen und allgemeinen Fragen zusammensetzte. Hat man diesen bestanden, geht es in ein persönliches Gespräch und zuletzt wird ein rettungsdienstliches Fallbeispiel besprochen.

Würdest du sagen, dass dein Beruf zugleich auch Berufung ist – oder hattest du ursprünglich einen anderen Karriereplan?

Für mich ist es zweifellos mehr als ein Beruf. Neben meinem Hauptjob bei der Berufsfeuerwehr Osnabrück bin ich auch in meinem Heimatdorf auch aktives Mitglied in der freiwilligen Feuerwehr. Einen anderen Karriereplan hatte ich nie.

Wie schwer ist es körperlich und psychisch innerhalb kürzester Zeit von null auf hundert zu fahren vor Einsätzen?

Für mich ist jeder Arbeitstag spannend und aufregend. Insofern fällt es mir überhaupt nicht schwer. Ich spüre dann das Adrenalin, spule innerlich das ganze Gelernte ab und versuche es nach bestem Gelingen umzusetzen.

Wie häufig wirst du als angehende Brandmeisterin mit Geschlechter-Klischees konfrontiert?

Bei der Berufsfeuerwehr Osnabrück wurde ich sofort als vollwertiges Teammitglied akzeptiert. Da wurde von Beginn nicht unterschieden. Ich gebe immer 120 Prozent und ich lasse mir nichts Schweres aus der Hand nehmen, da wir ja im Prinzip alle den gleichen Job machen.

Wie fallen die Reaktionen anderer aus, wenn du von deinem Beruf erzählst?

Privat hört man schon ab und an so etwas wie „Frauen können das körperlich gar nicht so leisten wie die Männer“ oder „Kann man da überhaupt mithalten?“ Dennoch bekomme ich auch viel Anerkennung und bin stolz darauf, dass ich definitiv mithalten kann. Ich bereue diese Entscheidung keine Sekunde.

Sind deine Angehörigen häufig in Sorge um deine Gesundheit?

Definitiv. Aus diesem Grund telefoniere ich häufig mit meiner Mama und versichere ihr nach Einsätzen, dass alles in Ordnung ist. Natürlich ist der Beruf mit Gefahr verbunden, insofern ist es umso wichtiger eine gute Ausbildung zu genießen und von den erfahrenen Kollegen und Kolleginnen zu lernen.

Wie vereinbarst du dein Privatleben mit deinem Beruf?

Meine Frau ist im selben Beruf tätig, das passt wirklich super. Wir erzählen uns gegenseitig viel und lernen voneinander.

Welcher war dein bislang aufregendster Arbeitstag, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Definitiv der Großbrand am 20. Juli im Fledder. Das war mein spannendster und längster Arbeitstag.

Du warst unter Atemschutz bei den Löscharbeiten in OS-Fledder (Brand bei Belkola) hautnah dabei. Wie würdest den Einsatz beschreiben?

Bevor wird dort angekommen sind, sind mir tausend Gedanken durch den Kopf geschossen. Vor Ort hat man direkt funktioniert und ich war froh, dass ich einen älteren Kollegen an meiner Seite hatte, der mich super durch diesen Einsatz geführt hat. Ich konnte vieles umsetzen, was ich in der Grundausbildung gelernt habe. In Osnabrück war es das größte Feuer seit 20 Jahren, daher werde ich sicher noch lange daran zurückdenken.

Du warst am 07. Juli auch beim tödlichen Fahrradunfall am Schlosswall tätig. Wie lange hat dich dieser Einsatz noch beschäftigt?

Das war natürlich sehr tragisch. Dennoch ist es bei mir so, dass wenn ich den Dienst verlasse und meine Einsatzkleidung weghänge, versuche nicht mehr daran zu denken. So etwas gehört zu meinem Beruf dazu, aber mit nach Hause nehme ich das zum Glück nicht.

Neu-Cheftrainer Marco Grote tritt Thioune-Nachfolge an

„Ich habe ein bisschen darauf gehofft“

Da ist er nun also, der neue Chefcoach! Nachdem Erfolgstrainer Daniel Thioune überraschend seinen Wechsel zum Hamburger SV verkündete, Stand kurzzeitig ganz Fußball-Osnabrück still. Was nun? Und vor allem: Wer nun? Schnell wurden medial einige potenzielle Kandidaten gehandelt, doch Sportdirektor Benjamin Schmedes wurde seinem Ruf als Ausnahmescout einmal mehr gerecht. Denn keiner der genannten Fußballlehrer wurde es. Stattdessen zauberte Schmedes mit Marco Grote (47) einen Trainer aus dem Hut, den eben wieder niemand auf dem Zettel hatte. „In dem Moment, als ich mitbekommen habe, dass Daniel Thioune den Verein verlässt, hatte ich sogar ein bisschen die Hoffnung, dass irgendjemand auf die Idee kommen könnte, mich tatsächlich anzurufen“, verriet Grote in seiner ersten Pressekonferenz. Schmedes rief an, verglich das Anforderungsprofil des VfL mit den Fähigkeiten des Bremers – und beide Seiten kamen zu dem Schluss: Es passt. Beziehungsweise: Es könnte passen. Denn exakt das gilt es jetzt natürlich herauszufinden. Im Herrenbereich des Profifußballs kann Grote bislang noch keine Referenzen als Chefcoach nachweisen – einzig beim VfB Lübeck assistierte er einst Stefan Böger. Einen ungleich größeren Namen hat sich der Neu-Osnabrücker zuletzt in mehr als zwölf Dienstjahren im Jugendbereich des SV Werder Bremen gemacht. Grote kann es nun „kaum abwarten“ endlich seine Arbeit aufzunehmen. Mit seinem Funktionsteam und vielen Spielern sprach er bereits telefonisch, nun soll möglichst schnell der Kader für die neue Saison zusammengestellt werden. „Zum Trainingsstart werden wir wohl nicht alle zusammenbekommen“, verkündete Benjamin Schmedes. „Vor allem im Offensivbereich wollen wir uns noch deutlich verstärken.“ Das Transferfenster ist wegen Corona noch bis zum 05. Oktober geöffnet. Gesucht wird außerdem aktuell noch ein Co-Trainer. Erster Neuzugang der Saison ist Rückkehrer Timo Beermann (29). Aus der eigenen Jugend erhielten zudem Marc Augé und Hakim Traoré (beide 19) Profiverträge.

 

 

TNI – BLOG OF THE BLOGS

TNI – BLOG OF THE BLOGS

Wir können so einiges. Content, Ads, Video, Foto … natürlich können wir dir hier ellenlang von unserem Portfolio erzählen, aber schau‘ dir doch einfach unsere Postings hier an. Ist cooler.

04. Juni 2020 – Ice Cream by Lorenzo

Eis, Waffeln, Crepes und Kuchen – eine göttliche Kombination, die zu dieser Jahreszeit nicht passender sein könnte. Seit Mitte Mai werden an der Georgstraße im Eiscafé „Ice Cream by Lorenzo“ genau diese süßen Sünden verkauft. Neu in dem Eis-Business sind die Inhaber Ola und Hassan Ammar nicht, denn die beiden führen bereits im nordrheinwestfälischen Greven eine Eisdiele. Zuvor betrieb Feinschmecker Brörmann an diesem Standort eine Filiale, die im Januar aufgrund von Mitarbeitermangel geschlossen wurde.

04. April 2020 – Neue Boulderhalle in Osnabrück

Osnabrück bekommt seine zweite Boulderhalle – jedoch erst später als erhofft. Die Kletterwände in der rund 1.350 Quadratmeter großen Boulderhalle stehen schon bereit. Bis zum 20. April gilt die behördliche Sperre für entsprechende Freizeitangebote. Momentan geht das Osnabloc-Team rund um Runa Lahmann, Daniel Friedrich und Erik Rau von einer Eröffnung um Mai aus. Weitere Informationen zur neuen Halle gibt es auf der Homepage unter osnabloc.de.

03. März 2020 – Aus Mandel wird Philipp Büning

Stabwechsel an der Metzgerei-Front: Ab dem 01. April weicht der Traditionsname „Mandel“ gegen „Büning“. Der Kopf hinter dem neuen Namen ist Philipp Büning aus Münster, ehemaliger Azubi bei Mandel. Betreiber Ralf Mandel möchte ihm nach und nach den Laden übergeben. Damit wird auch nach und nach frischer Wind in den Traditionsbetrieb einziehen: Kunden werden geduzt, Büning ist sehr online-affin und unter seiner Website „willst-du-beef.de“ kann man Feinkost oder Catering ordern. Der junge Metzger beschäftigt bereits 25 Mitarbeiter und besitzt zwei weitere, eigene Filialen in Münster und Hiltrup.

10. Februar 2020 – Brörmann-Filiale schließt

Nicht einmal zwei Jahre konnte sich die Filiale von Feinschmecker Brörmann an der Georgstraße halten. Der Grund dafür ist nicht finanzieller, sondern personeller Natur. Bei Platz für 80 Gäste habe dem Inhaber Stefan Brörmann schlichtweg das Personal gefehlt, um einen reibungslosen Service zu gewährleisten und der Druck auf seine Mitarbeiter zu groß wurde. Die Filialen in der Markthalle, Haste, Schledehausen, Hasbergen und Oesede bleiben bestehen. Da der Pachtvertrag noch mehrere Jahre läuft, sucht er einen neuen Mieter. Zuvor war Betten Kirchhoff in dem Gebäude beheimatet.

04. Dezember 2019 – Aus Remarque wird Vienna House

Im Frühjahr dieses Jahres wurde aus dem Arcona Living in der Nähe der OsnabrückHalle das Vienna House Easy. Auch das Steigenberger Hotel Remarque ist von dem Verkauf der Rostocker Unternehmensgruppe Arcona betroffen. Ende des Jahres läuft der Vertrag vom Steigenberger wie geplant aus, so dass in der dritten Januar-Woche die Namensänderung vollzogen werden soll. Unter dem Namen „Vienna House Remarque Osnabrück“ bleibt also ein Bestandteil des bekannten Osnabrücker Hotels am Natruper-Tor-Wall erhalten. Das Restaurant Weinwirtschaft muss jedoch gegen eine Übergangslösung und ab 2021 dann gegen das Wiener Gasthauskonzept Joseph weichen.  Auch Renovierungsarbeiten sind im gesamten Haus geplant.

02. Novemver 2019 – Schokolade und Gin

Nach mehr als zwei Jahren Stillstand soll der staubigen Immobilie der Metallgießerei Schmidt an der Hannoverschen Straße endlich wieder Leben eingehaucht werden! Die drei Investoren Christoph Sierp (u.a. Ferdinands Kaffeerösterei), Rene Strothmann (u.a. O49) und Achim Weitkamp (u.a. „Schokojungs“-Schokoladenmanufaktur) wollen sich einen gemeinsamen Traum erfüllen:  Kaffee rösten und Schokolade conchieren – alles aus den besten Zutaten, alles vor den Augen der Kunden. Seit einem Jahr arbeiten sie bereits an ihrem Projekt, das sich nicht nur auf Kaffee, Schokolade und Gin beschränken soll. Auf dem Gelände ist viel Platz, deshalb werden Mieter gesucht, die sich auf hochwertige Speisen und Getränke spezialisiert haben. In den alten Mauern sollen aber auch Events und Veranstaltungen stattfinden. Sierp und Strothmann sind überzeugt, dass der Industriekomplex die ideale Kulisse für Hochzeitsfeiern, Geburtstagspartys und Betriebsfeste ist. Ende 2020 sollen die ersten Betriebe eröffnen, mit der endgültigen Fertigstellung wird 2021 gerechnet.

10. Oktober 2019 – Cafe @ Work

Es traf viele schwer als am Anfang des Jahres bekannt wurde, dass die Kultkneipe „Oxmox“ Geschichte war. An Stelle von Bier und texanisch-mexikanischer Küche sollen demnächst Flat White, Bio-Frühstück und ein Coworking Space rücken. Inhaber Christoph Schultze kam auf die Idee des Coworking Spaces durch eigene Not: Durch seinen Job in Essen war er auf der Suche nach einem Raum zum Arbeiten mit schöner Atmosphäre, wurde aber nicht fündig. Nun realisiert er selbst die Räume, die Freiberufler und Firmen für sich mieten können. Bei Instagram kann man unter @cafeatwork_osna den Renovierungsfortschritt verfolgen – speziell Oxmox-Fans werden das ein oder andere Highlight wie die neu gepolsterten Stühle wieder erkennen.

05. September 2019 – Feines Fressen macht dicht! 

Barbecue-Restaurant, Grillschule und Bar– im Grunde genommen ein Konzept, das sehr einfach und erfolgsversprechend wirkt. Leider musste nun das „Feines Fressen“ im Katharinenviertel nach nicht einmal einem Jahr wieder schließen, nachdem es im November im Gebäude des ehemaligen „Fricke Blöcks“ eröffnet hatte. Grund für die Schließung waren zu geringe Umsätze. Mitarbeiter Rene Karge verließ das Restaurant schon vor Wochen. Die Suche nach einem neuen Betreiber ist schon im vollen Gange und Interessenten gebe es auch schon. Es bleibt spannend!

18. August 2019 – Schlossgarten Open Air: Dein Bild aus der TNI-Fotobox

Was für ein grandioses Open-Air-Weekend! Zwei Tage lange verwandelte die Osnabrücker Crew von Goldrush Productions den Schlossgarten einmal mehr in ein Eventareal der Extraklasse – und wurde mit einer Mega-Kulisse belohnt.
Etwas mehr als 20.000 Musikfans strömten insgesamt zu den Gigs von Lotte, Max Giesinger sowie Michael Patrick Kelly am Freitag und zu Schlagergott Christian Steiffen, Samy Deluxe & Band und Jan Delay samt Disco No. 1 am Samstag.

Mächtig was los war auch in unseren THE NEW INSIDER-Fotoboxen – die Ergebnisse findet ihr hier!

17. Mai 2019 – THE NEW INSIDER Trailer

Insider des Monats: OSNABLOC

Insider des Monats: Daniel Friedrich & Runa Lahmann, Osnabloc 

Osnabrücks zweite Boulderhalle ist eröffnet. Seit Ende Mai kann bei Osnabloc am Großen Fledderweg 89 geklettert werden. Doch was erwartet einen auf den mehr als 1.300 Quadratmetern? Wir haben mit den Machern gesprochen.

THE NEW INSIDER: Wann und wie ist die Idee für eure eigene Boulderhalle in Osnabrück entstanden und wie habt ihr zusammengefunden?

RUNA: Die Idee haben wir schon eine ganze Weile mit uns rumgetragen. Jeder auf seine Art und Weise. Im letzten Sommer setzen wir uns in dieser Konstellation, gemeinsam mit Erik Rau,
zusammen und erarbeiteten ein Konzept für die Umsetzung.

Wie sah eure Vision von Osnabloc anfangs aus?

DANIEL: Einiges ist mit unserem Wandbauer direkt am PC entstanden. Die einzigartige Farbgebung ist ganz und gar auf Runas Mist gewachsen. (lacht) Es ist so geworden wie wir es uns vorgestellt haben und die Leute feiern es total. Mit der Nimmerland-Kinderhalle im Peter Pan-Stil haben wir uns als Disney-Fans auch einen kleinen Kindheitstraum erfüllt.

RUNA: Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig. Die Theke stammt aus dem ehemaligen Green Mark, die Tische sind selbstgebaut, unsere Möbel sind Second-Hand und von uns restauriert worden.

Wie ist die Aufgabenverteilung im Team?

RUNA: Ich bin mittlerweile frischgebackene Grafikdesignerin. (lacht) Unfassbar was man alles lernt, wenn man eine Boulderhalle eröffnet. Außerdem bin ich quasi die Chef-Schrauberin und kümmere mich um den Boulderbau. Mit der Zeit würde ich auch wahnsinnig gerne eine Leistungsgruppe etablieren, die auf Wettkämpfe fährt. Ich selbst war schon auf der Deutschen Bouldermeisterschaft und bin ausgebildete DAV-Trainerin (Deutscher Alpenverein).

DANIEL: Ich organisiere und konzeptioniere die Kindergruppen und -geburtstage. Als studierter Grundschullehrer lag das irgendwie nahe. Unseren Gastrobereich betreue ich ebenso. Erik
ist unser Bürohengst,´der im Hintergrund alle wichtigen Fäden zieht.

Inwiefern hat Corona euch ausgebremst?

RUNA: Zunächst hat uns Ende 2019 der Abriss einer Wand in der Halle ausgebremst. Als wir dann im Januar endlich die Genehmigung hatten, ging es unglaublich schnell. Geplant war die Eröffnung ursprünglich für März/April, doch Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.

DANIEL: Es wird aber noch lange eine Baustelle bleiben, denn man findet immer etwas Neues. Ich glaube, eine Boulderhalle ist nie komplett fertig. Aktuell ist der Workoutbereich aufgrund der Hygienevorschriften noch dicht.

Für wen ist das Bouldern geeignet?

DANIEL: Wer laufen kann, kann auch bouldern.

RUNA: Und wer ’ne Leiter hochkommt, kommt auch die einfachsten Routen hoch. Wir haben für jedes Fitnesslevel etwas Passendes dabei.


Warum hat Osnabrück eine zweite Boulderhalle gebraucht?

RUNA: Die Community braucht Abwechslung. Wir schrauben zweimal die Woche um, sodass quasi jeder Besuch einzigartig ist. Wir laden verschiedene Schrauber ein, die alle ihren eigenen Stil haben.

DANIEL:  Durch die Höhe der Halle ist es sogar möglich an unserem Mittelschiff, der Titanic, oben raus über den Rand zu klettern. Das ist für viele noch
ein Extra-Kick. Im Fachjargon nennt sich das Top-Out.

RUNA: Auch zu erwähnen ist, dass wir eine der längsten Wettkampfwände Deutschlands haben. Neu sind unsere Gruppen-Workouts sowie Yogakurse, als Ausgleich zum Bouldern. In Zukunft wird es auch einen Wellnessraum im Osnabloc geben, in dem man sich entspannen und massieren lassen kann.

DANIEL: Und wir haben die geilste Bar aller Boulderhallen! (lacht) Das wurde uns zumindest so zugetragen. Als Partner haben wir u.a. vanWEINS mit im Boot und bei uns gibt es auch im Normalbetrieb leckere Longdrinks und Detmolder vom Fass.

RUNA: Man kann auch gerne kommen, wenn man nicht bouldert. Unser Garten und der Gastrobereich sind groß genug für alle.

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