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Tankkarten-Diebe: Betrugs-Skandal in Osnabrück

Dreiste Tankkarten-Diebe unterwegs

Eine gestohlene Firmen-Tankkarte, mehrere Video-Aufnahmen der Täter und ein Schaden von rund 10.000 Euro. Was Peter S. (Name geändert) in den vergangenen Wochen in Osnabrück-Hellern erlebt hat, ist ein wahrer Krimi und verleiht dem Delikt „Tank-Betrug“ eine ganz neue Dimension.

Aber der Reihe nach: Als der Osnabrücker Arbeitnehmer Ende Juli den Diebstahl seiner DKV-Tankkarte, die er in seinem Firmenauto aufbewahrt hatte, bemerkt, ist es schon zu spät: In den vergangenen 48 Stunden haben Unbekannte an drei Tankstellen in Osnabrück, Hagen a.T.W. und Bünde Kraftstoff in Höhe von rund 10.000 Euro auf die Rechnung seiner Firma getankt. Wie die Täter an seine PIN gelangt sind, ist unklar. Er meldet den Vorfall der Polizei, die ihn zunächst bittet, eine Online-Anzeige aufzugeben. Doch Peter S. weiß, dass die Zeit drängt, denn Aufzeichnungen von Überwachungskameras müssen laut Datenschutzaufsicht bereits nach 72 Stunden gelöscht werden. Deshalb beginnt er parallel, auf eigene Faust zu ermitteln. Über seine Karten-Abrechnungen mit den Orten und genauen Uhrzeiten der Taten verschafft er sich eine Kopie der Videoaufzeichnungen.

TÄTER AUF VIDEO ZU ERKENNEN

Das Szenario auf den Bildern, das auch unserer Redaktion vorliegt, erschüttert ihn. Bei einer Sequenz steigen nacheinander Personen aus Fahrzeugen und betanken ihre Autos mit seiner Karte. An einer SB-Tankstelle in Osnabrück das gleiche Spiel. Ein Mann hält die Karte vor den Zahlungs-Terminal, während eine Frau aussteigt und ihren Wagen volltankt. Das Erstaunliche: Auf den Aufnahmen sind die meisten Personen samt Kfz-Kennzeichen ihrer Autos gut zu erkennen – offensichtlich fühlen sie sich sicher. Dass viele davon OS-Nummernschilder haben, zeigt, dass die Täter aus der Region kommen und es sich offensichtlich um ein kriminelles und regionales Netzwerk handelt. Peter S. übergibt die Videoaufzeichnungen und weitere Beweise der Polizei, die daraufhin noch gezielter Ermittlungen kann.

Die komplette Story könnt ihr in der Print- und Online-Ausgabe nachlesen!

Interview mit Content-Creator Umut Öter alias „Umudi“

„Ich möchte weltweit bekannt werden“

Ob Döner, Imbiss oder Hofcafé – wenn Umut Öter einen Gastro-Spot besucht, schauen inzwischen Hunderttausende zu. Unter seinem Künstlernamen „Umudi“ hat sich der Osnabrücker innerhalb weniger Jahre zum bekanntesten Food-Creator der Region entwickelt. Was einst als Hobby auf Twitch begann, ist heute sein Beruf. Im Gespräch mit THE NEW INSIDER spricht der 37-Jährige über seine Anfänge, harte Arbeit, Rückschläge und warum Authentizität für ihn wichtiger ist als Reichweite.

THE NEW INSIDER: Umut, wo und wann hat deine Reise zum Food-Influencer angefangen?

UMUT ÖTER: Angefangen hat alles 2019 mit Live-Streams auf Twitch. Ich habe dort hauptsächlich gezockt. Ein Freund hat mich damals darauf aufmerksam gemacht und meinte: „Probier das mal aus.“ Ich fand die Idee spannend, aber es ging nie darum, schnell Geld zu verdienen oder berühmt zu werden.

Wie wurde aus Gaming- dann Food-Content?

Während meiner Twitch-Zeit habe ich angefangen, längere Vlogs für YouTube zu drehen. Dabei war ich viel unterwegs und habe erste Kontakte zur Gastronomie geknüpft. Irgendwann habe ich bei amerikanischen Content Creators gesehen, wie sie ihre langen Videos in kurze, knackige Clips für Instagram umgewandelt haben. Also dachte ich: „Warum nicht einfach ausprobieren?“ Das kam in Osnabrück unglaublich gut an.

Warst du ein Trendsetter?

Ja, zumindest hatte ich damals das Gefühl. (lacht) Es gab kaum jemanden, der Restaurants auf diese Weise vorgestellt hat. Die Resonanz war riesig. Innerhalb von zwei Jahren ist meine Community von 900 auf über 60.000 Follower gewachsen.

Das gesamte Interview könnt ihr in der Print- und Online-Ausgabe nachlesen!

Wer gewinnt die OB-Wahl in Osnabrück?

Fünf Fragen an die Kandidaten

Acht statt bislang fünf Jahre wird das künftige Stadtoberhaupt in der Friedensstadt im Amt bleiben. Bei der Kommunalwahl am 13. September wählen die Osnabrückerinnen und Osnabrücker neben einem neuen Stadtrat auch einen Oberbürgermeister oder eine Oberbürgermeisterin. Eine mögliche Stichwahl ist für den 27. September angesetzt. Doch welche Ideen haben die sechs Kandidatinnen und Kandidaten? Und wofür wollen sie sich starkmachen? THE NEW INSIDER hat alle sechs Anwärter mit fünf Fragen konfrontiert und um kurze, klare Antworten gebeten.

Folgende Fragen mussten Katharina Pötter (CDU), Robert Alferink (SPD), Volker Bajus (Bündnis 90/Die Grünen), Thomas Groß (Die Linke), Oliver Hasskamp (FDP) und Thorsten Wassermann (AfD) beantworten:

1. Was ist aus Ihrer Sicht das größte ungelöste Problem Osnabrücks und warum wurde es nicht gelöst?

2. Bezahlbarer Wohnraum, wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz stehen oft in Konkurrenz zueinander. Wo würden Sie im Zweifel Prioritäten setzen?

3. Wie soll sich der Verkehr in Osnabrück in den kommenden Jahren konkret verändern?

4. Wenn Ihre Amtszeit in acht Jahren erfolgreich war: Was ist dann in Osnabrück anders als heute?

5. Welche Eigenschaft braucht ein Oberbürgermeister/eine Oberbürgermeisterin unbedingt und in welcher Situation haben Sie bereits bewiesen, dass Sie diese Eigenschaft besitzen?

Die Antworten könnt ihr in unserer Print- oder Online-Ausgabe lesen.

Steffen Hallaschka kommt zur jobmesse osnabrück

Event erstmals in der OsnabrückHalle

Am 12. und 13. September wird die OsnabrückHalle zum Treffpunkt für alle, die beruflich neu starten, weiterkommen oder sich orientieren möchten. Auf der 23. jobmesse osnabrück präsentieren sich mehr als 150 Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen mit tausenden Ausbildungs-, Studien- und Jobangeboten.

NEUER STANDORT FÜR MEHR RAUM
Der neue Standort mitten in der Stadt bietet mehr Raum für persönliche Gespräche. Ein besonderes Highlight erwartet die Besucherinnen und Besucher am Samstagvormittag: Moderator Steffen Hallaschka ist zu Gast auf der jobmesse. Der TV-Moderator und Journalist berichtet im lockeren Talk mit seiner Osnabrücker Berufskollegin Kora Blanken über seine persönlichen Erfahrungen, Entscheidungen und Veränderungen.

REGIONALE UNTERNEHMEN SUCHEN ARBEITSKRÄFTE
Ebenfalls mit dabei sind Arbeitgeber aus Industrie, Handwerk, Energie, Logistik, Verwaltung, Bildung und Finanzwesen – darunter Köster, Amazone, Bohnenkamp, Volkswagen, die Hochschule Osnabrück, die NOZ und Piepenbrock. Angesprochen sind vor allem Professionals, Quer- und Wiedereinsteigende, Studierende sowie Schülerinnen und Schüler. Ergänzt wird das Angebot durch ein vielfältiges Rahmenprogramm an beiden Veranstaltungstagen.

Sämtliche Highlights und Details hierzu findet ihr in unserer Print- oder Online-Ausgabe.

Neuer ACT beim CAMPUS FESTIVAL

JBS NEU MIT DABEI

Die Veranstalter des Campus Festivals haben Konsequenzen gezogen: Nachdem in den vergangenen Wochen Vorwürfe wegen Sexualdelikten gegen ein Mitglied von Tiefbasskommando bekannt wurden, haben die Veranstalter die Berliner Rap-Crew aus dem Festivalprogramm gestrichen. Für Ersatz ist aber bereits gesorgt: JBS aus Ibbenbüren komplettiert das Line-up für das Event am 19. September an der Halle Gartlage. „Wir möchten ein Festival schaffen, auf dem sich alle Gäste wohl und sicher fühlen. Deshalb haben wir uns nach Bekanntwerden der Vorwürfe entschieden, Tiefbasskommando auszuladen“, teilten die Organisatoren mit.

Mit JBS rückt nun ein Künstler aus der Region nach, der mit „Vielleicht vielleicht“ in diesem Jahr seinen ersten Top-Hit landete. Der Ibbenbürener trat auch schon auf der Maiwoche auf, aktuell hat er zusammen mit den Rappern Sido und Gzug die Single „Seite an Seite“ veröffentlicht. Unverändert bleibt das hochkarätige restliche Programm: Headliner sind Giant Rooks. Außerdem treten Disarstar, BLOND, Kasi, Paul Wetz, Fayan sowie die Osnabrücker Rapper Big168 & Jamieh auf. Mit zwei Live-Bühnen, Dancefloor, Street Food und kühlen Drinks verspricht das Campus Festival auch in seiner dritten Ausgabe den perfekten Soundtrack für den Spätsommer.

Titelstory: Schlank um jeden Preis

Wie gefährlich ist die Abnehmspritze?

Der Kühlschrank ist fast leer. Keine Schokolade, keine Chips, keine heimlichen Versuchungen am Abend. Vor wenigen Wochen hätte Tobias Schenk (Name geändert) dieser Anblick nervös gemacht. Heute zuckt der 44-Jährige mit den Schultern. „Ich habe keinen Heißhunger mehr“, sagt er im Gespräch mit TNI. Seit einem Monat spritzt er sich einmal pro Woche ein Medikament gegen sein Übergewicht. Knapp fünf Kilogramm hat er bereits verloren. „Anfangs hatte ich Migräne und mir war gelegentlich übel. Das ist aber besser geworden. Der Blick auf die Waage motiviert mich.“ Was für Tobias ein persönlicher Erfolg ist, steht für einen weltweiten Trend. Die sogenannten Abnehmspritzen gelten für viele als medizinischer Durchbruch, andere sehen darin ein überteuertes Lifestyle-Produkt. Fest steht: Kaum ein Medikament hat in den vergangenen Jahren einen vergleichbaren Hype ausgelöst.

Vom Diabetes-Medikament zum Schlankmacher

Ursprünglich wurden sogenannte GLP-1-Medikamente zur Behandlung von Diabetes Typ 2 entwickelt. Inzwischen gelten sie als Hoffnungsträger der Abnehm-Industrie. „In den vergangenen Jahren haben sich einige meiner Patientinnen und Patienten nach der Abnehmspritze erkundigt“, berichtet Allgemeinmedizinerin Sarah Kollmeyer, die lange am Marienhospital tätig war und inzwischen eine Hausarztpraxis in Neuenkirchen (Melle) führt. Für eine Therapie seien eine medizinische Indikation, ausführliche Aufklärungsgespräche und ärztliche Begleitung entscheidend. Gleichzeitig sieht sie aber die Grenzen der Kontrolle: „Wer die Spritzen haben möchte, bekommt sie auch. Wenn ich sie nicht verschreibe, macht es ein anderer. Die Gefahr von Missbrauch wird es immer geben.“

Medizin oder Luxus?

Grundsätzlich kommen Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 30 für eine Behandlung infrage. „Adipositas ist ein großes gesellschaftliches Problem. Für viele Betroffene ist es gut, dass es diese Medikamente gibt“, sagt Kollmeyer. Doch die Therapie hat ihren Preis. Weil gesetzliche Krankenkassen die Präparate meist als sogenannte Lifestyle-Medikamente einstufen, müssen viele Patienten die Kosten selbst tragen. „Ich habe einige Patienten, die sich das Medikament schlicht nicht leisten können“, berichtet die Hausärztin. Damit werden die Spritzen zu einem Luxusgut: Wer mehrere Hundert Euro im Monat aufbringen kann, erhält Zugang zu einer Therapie, die anderen verwehrt bleibt.

Millionen potenzielle Kunden

Der Hype dürfte weitergehen. Rund 16 Millionen Menschen gelten in Deutschland als stark übergewichtig – ein riesiger Markt für Pharmaunternehmen. Auch Susanne Schone (21, Name geändert) kämpft seit ihrer Jugend mit Gewichtsproblemen. Seit März bezahlt sie ihre Behandlung mit Mounjaro selbst. Rund 280 Euro kostet die Therapie pro Monat. 15 Kilogramm hat sie inzwischen verloren. Die Kehrseite: „Zeitweise hatte ich einen starken Blähbauch, Krämpfe und Durchfall.“ Zudem bleibt die Sorge vor dem Jojo-Effekt. „Durch meine Ernährungsumstellung hoffe ich aber, irgendwann ohne das Medikament auszukommen.“

 

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Im Interview: Eventmanager Daniel Rynio

„Ich mag keinen Stillstand“

Daniel Rynio, Inhaber von „Event Paradise“, hat mit dem Hasebeach, dem Oktoberfest an der Halle Gartlage, dem Weihnachtsmarkt an der Lotter Straße und dem Cocktail-Taxi schon einige Projekte umgesetzt. TNI hat mit dem 29-jährigen Osnabrücker über Event-Ideen, Mut und die Zukunft seines Unternehmens gesprochen.

THE NEW INSIDER: Daniel, warum und wann hast du dich damals selbstständig gemacht?

DANIEL RYNIO: 2017 wollte ich mir während meines BWL- und Management-Studiums einen Nebenjob aufbauen. Ich hatte bereits in der Gastronomie gearbeitet und Erfahrungen im Service, hinter der Bar und im Catering gesammelt. Dabei habe ich gemerkte, dass ich viele eigene Ideen hatte und manches anders machen wollte. Deshalb habe ich mich entschlossen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Zunächst mit mobilen Cocktail-Angeboten?

Ja, als ich mit 18 zum ersten Mal Cocktails mixen durfte, war sofort eine Leidenschaft da. Besonders die mobilen Einsätze auf Hochzeiten und Firmenevents haben mich fasziniert. Ich fand die Idee spannend, Menschen ein besonderes Highlight für ihre Feier zu bieten. Eine mobile Cocktailbar war damals eine kleine Marktlücke.

Erinnerst du dich noch an deinen ersten Auftrag?

Ja, sehr gut sogar. Mein erster Auftrag war der 50. Geburtstag von Ex-VfL-Torwart Uwe Brunn. Ich habe damals nebenbei noch für den VfL gearbeitet und wurde gefragt, ob ich dort nicht Cocktails anbieten möchte. Ehrlich gesagt habe ich ein wenig so getan, als hätte ich schon deutlich mehr Erfahrung. Am Ende standen 150 Gäste vor mir, aber es hat zum Glück alles wunderbar funktioniert.

Dann kam Corona. Wie schwierig war diese Zeit?

Natürlich war das zunächst ein Schock. Wir hatten gerade 90 Events im Jahr, die plötzlich weg waren. Aber nach zwei Wochen Herumsitzen habe ich gemerkt: Ich muss etwas machen. So entstand das Cocktail-Taxi.

War das der entscheidende Bekanntheits-Schub?

Definitiv. Viele Menschen kannten uns danach als „die mit dem Cocktail-Taxi“. Und als später wieder Geburtstage, Hochzeiten und Firmenfeiern stattfanden, kamen viele dieser Kunden auf uns zurück.

Heute ist aus Cocktail Paradise deutlich mehr geworden.

Absolut. Mittlerweile sehen wir uns nicht mehr nur als Getränke-Dienstleister, sondern als ganzheitlichen Event-Dienstleister. Wir organisieren eigene Veranstaltungsformate und entwickeln neue Konzepte. Deshalb haben wir auch die Dachmarke „Event Paradise“ geschaffen.

Das gesamte Interview könnt ihr in der Print- oder Onlineausgabe lesen!

Im Test: Textilreinigungen in der City

Wo ist unser Geld geblieben?

Zwei Hemden, ein Rotwein-Fleck und ein vergessener Zehn-Euro-Schein in der Brusttasche – mit diesem Szenario hat unser TNI-Team vier Osnabrücker Textilreinigungen auf die Probe gestellt. Neben dem Reinigungsergebnis prüften wir Freundlichkeit, Preis und Bearbeitungszeit sowie die Frage, ob unser „vergessenes“ Geld wieder bei uns ankommt. Mit dabei waren diesmal das Textilpflegezentrum Klekamp (Meller Straße), Pinguin Textilpflege (Ellertstraße), die Vollreinigung Westerberg (Lotter Straße) und Meris Wäscherei (Spindelstraße). Für unseren Test gaben wir jeweils zwei Herrenhemden beziehungsweise Blusen ab. Eines war mit einem deutlich sichtbaren Rotweinfleck versehen, in der Brusttasche des anderen Kleidungsstücks hatten wir absichtlich einen Zehn-Euro-Schein zurückgelassen.

Zu Beginn fiel auf: Keine Reinigung nahm unsere Hemden und Blusen bei der Annahme genauer unter die Lupe. Abgeben, bezahlen und eine kurze Information zum Abholtermin – viel mehr passierte nicht. Auch der Geldschein in der Brusttasche blieb bei der Abgabe unentdeckt. Und auch bei der Abholung erhielten wir nirgendwo unser Geld zurück. Ob es an fehlender Aufmerksamkeit lag oder der Zehner den Reinigungsprozess nicht überstanden hatte, ließ sich im Nachhinein nicht feststellen. Die günstigsten Angebote machten das Textilpflegezentrum Klekamp mit 5,90 Euro sowie Meris Wäscherei mit 6 Euro für die Reinigung beider Kleidungsstücke. Pinguin Textilpflege verlangte 7,30 Euro, während die Vollreinigung Westerberg mit 11 Euro deutlich über den Preisen der Konkurrenz lag. Allerdings erhielten wir von Meris Wäscherei wenig später einen Anruf: Der – zugegebenermaßen große – Rotweinfleck lasse sich nur mit einer zusätzlichen Behandlung entfernen, die weitere sechs Euro kosten würde. Wir stimmten zu. Unterschiede gab es ebenfalls bei den Bearbeitungszeiten: Klekamp und die Vollreinigung Westerberg benötigten sechs Werktage, Pinguin Textilpflege fünf. Bei Meris Wäscherei waren unsere Textilien bereits nach drei Tagen fertig. Auch beim Reinigungsergebnis lag Meris Wäscherei vorn, dicht gefolgt vom Textilpflegezentrum Klekamp. Bei Pinguin Textilpflege und der Vollreinigung Westerberg war jeweils ein Hinweiszettel beigefügt, auf dem vermerkt wurde, dass sich die Flecken trotz aller Bemühungen nicht vollständig entfernen ließen.

Welche Reinigung gewonnen hat, könnt ihr in der Print- oder Online-Ausgabe lesen!

Dr. Michael Welling im lila-weißen Talk

„Ich schließe nichts mehr aus“

THE NEW INSIDER: Herr Dr. Welling, konnten Sie nach der Saison überhaupt durchatmen?

Dr. Michael Welling: Ein wenig schon, aber im Fußball gilt: Nach der Saison ist vor der Saison. Tatsächlich ist die Sommerpause oft die arbeitsintensivste Phase. Während der Saison gibt es feste Abläufe von Spieltag zu Spieltag. Jetzt bereiten wir den gesamten Verein auf die neue Saison vor – von der Kaderplanung über den Dauerkartenverkauf bis zur Betreuung unserer Partner und Sponsoren.

THE NEW INSIDER: Vor einem Jahr stand der VfL kurz vor der Regionalliga, heute spielt der Club wieder in der 2. Bundesliga und empfängt Bayern München im DFB-Pokal. Muss man sich manchmal kneifen?

Ja und nein. Im Fußball weiß man, wie schnell sich Erfolg und Misserfolg abwechseln können. Trotzdem bleibt es beeindruckend, wenn man die Entwicklung der vergangenen Monate und Jahre Revue passieren lässt. Von „90+6“, dem anschließenden Abstieg, der „Holzleimbinder-Geschichte“ mit dem Stadiondach, dem drohenden Abgrund zur Regionalliga, bis hin zum Wiederaufstieg – das liegt alles erstaunlich nah beieinander. Solche Erfahrungen zeigen, wie wichtig Resilienz in diesem Geschäft ist. Das ist schon sehr intensiv.

Kann Sie nach all den Jahren im Geschäft noch etwas schocken?

Man denkt immer, man hätte schon alles erlebt. Dann passiert wieder etwas Unerwartetes. Deshalb schließe ich inzwischen nichts mehr aus.

Verfolgen Sie aktuell die Fußball-WM?

Als Fußballfan schaue ich grundsätzlich gerne Spiele unseres Sports. Aufgrund der Zeitverschiebung und der Größe des Turniers verfolge ich die Partien aber nicht ganz so intensiv. Besonders interessieren mich die Spiele Schottlands, weil ich einst dort studiert habe. Die schottischen Fans sorgen immer für besondere Bilder und Geschichten. Darüber hinaus verfolge ich ausgewählte Spiele der Argentinier und natürlich die Begegnungen der deutschen Nationalmannschaft.

Erschwert das Turnier auch die Transferaktivitäten des VfL?

Solche Ereignisse beeinflussen den Markt schon. Transfers entwickeln sich häufig kaskadenartig von den Top-Ligen nach unten. Deshalb verschieben sich Entscheidungen in WM- oder EM-Jahren oft etwas nach hinten. Darauf haben wir uns jedoch eingestellt und sind mit unserer Kaderplanung bereits vergleichsweise weit.

Das gesamte Interview könnt ihr Print- oder Onlineausgabe lesen!

Insiderin des Monats: Caroline Hertel

„Live-Musik ist mehr als Unterhaltung“

Nach dem Tod des langjährigen Konzertveranstalters Carlo Korte gründete Caroline Hertel vor fünf Jahren die Veranstaltungsagentur Carlos Konzerte neu. Das Osnabrücker Unternehmen organisiert vor allem Konzerte im Hyde Park, ist aber auch in Bremen, Hannover und Münster aktiv. Im Gespräch mit THE NEW INSIDER erzählt Hertel von ihrer Leidenschaft für Live-Musik, den Herausforderungen der Branche und ihren Plänen für die Zukunft.

THE NEW INSIDER: Frau Hertel, wie begann Ihre Begeisterung für Konzerte?

CAROLINE HERTEL: Schon als Jugendliche war ich von Rock- und Metalmusik fasziniert. Als ich zum ersten Mal Led Zeppelin und die Rolling Stones hörte, war ich sofort begeistert. Mein erstes großes Konzert waren die Rolling Stones in Köln – da war ich 15 Jahre alt.

Wie sind Sie in die Konzertbranche gekommen?

Vor mehr als 30 Jahren lernte ich Carlo Korte über gemeinsame Freunde kennen und bin so in die Szene hineingerutscht. Mit der Zeit habe ich immer mehr Verantwortung übernommen und das Geschäft von Grund auf kennengelernt.

War für Sie klar, dass Sie Carlos Konzerte weiterführen würden?

Ja. Carlo und ich hatten früh darüber gesprochen, dass ich die Firma eines Tages übernehmen würde. Als er Anfang 2021 mitten in der Pandemie starb, habe ich Carlos Konzerte neu gegründet. Das war keine einfache Zeit, aber für mich der richtige Schritt.

Wie entsteht eigentlich ein Konzert?

Oft bieten Agenturen Künstler für Tourneen an. Dann prüfe ich, ob die Band zur Region passt, welche Location geeignet ist und ob die Veranstaltung wirtschaftlich darstellbar ist. Erfahrung spielt dabei eine große Rolle. Nach vielen Jahren entwickelt man ein Gespür dafür, welche Künstler wo funktionieren.

Wie hat sich die Branche verändert?

Vor allem seit der Pandemie. Besucher kaufen ihre Tickets heute deutlich kurzfristiger als früher. Das erschwert die Planung. Gleichzeitig sind die Kosten in fast allen Bereichen gestiegen – von Technik über Personal bis hin zu den Veranstaltungsstätten.

Worum kümmern Sie sich als Veranstalterin?

Eigentlich um alles. Von der Hallenmiete über Technik und Catering bis zur Betreuung der Künstler. Der größte Teil meiner Arbeit liegt allerdings im Marketing. Zwischen Konzertankündigung und Veranstaltungstermin entscheidet sich oft, ob ein Event erfolgreich wird.

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