GEWINNT 1 von 2 Heißluftballonreisen

Berühmter DDR-Flüchtling Günter Wetzel tauft ersten jobmesse deutschland-Ballon

Dieses Event hat ein Zeichen gesetzt: Die Taufe und Jungfernfahrt des Heißluftballons zur bundesweit erfolgreichen jobmesse deutschland tour hob am 24. Juli am Flugplatz Atterheide das erste
Mal über der Heimatstadt des Unternehmens ab. Mit im Korb neben Geschäftsführer Michael Barlag: Der DDR-Ballonflüchtling Günter Wetzel sowie Mitglied der deutschen Ballon Nationalmannschaft Pascal Kreins als Pilot.

„Grenzenlose Karrierechancen“ steht in großen Lettern auf dem Ballon der Werbe- & Messeagentur aus Osnabrück. Ab September sollen die Jobmessen (fallen wie alle anderen Messen nicht  unter die Kategorie der nicht genehmigten Events wie Konzerte etc.) des Veranstalters wieder in zahlreichen deutschen Städten stattfinden. Die Taufe des ersten, eigenen Ballons: Ein Zeichen. Für die Veranstaltungsbranche. Für Mut. Für die Zukunft. Michael Barlag: „Dass wir Günter Wetzel davon überzeugen konnten, nun
eigens nach Osnabrück zu reisen, um unseren jobmesse deutschland-Ballon zu taufen, war eine absolute Ehre für uns. Mehr Glück und Segen kann dem Pilotenteam und unserem Ballon nicht mehr widerfahren“. Aber auch, wer gerne nach vorne blickt, sollte die Vergangenheit dabei stets im Blick haben.

 

Relevanz in Vergangenheit und Zukunft

Günter Wetzel, dessen Flucht aus der DDR bereits zwei Mal verfilmt wurde, fungierte als Special Guest des Ballon-Events: „Es freut mich insbesondere in dieser Region eingeladen zu sein, die so weit von der ehemaligen DDR entfernt ist. Das zeigt, dass das Interesse auch noch heute vorhanden ist und wir dieses wichtige Thema auch an jüngere Generationen herantragen sollten,“ so Wetzel. Ein Mann, der deutsche Geschichte schrieb, taufte den Heißluftballon der jobmesse deutschland und nahm an der Jungfernfahrt teil. Eine große Ehre für das seit über 30 Jahre bestehende Unternehmen. Bürgermeisterin der Stadt Osnabrück, Birgit Strangmann, lobte beim morgendlichen Empfang im Rathaus den Mut des Messeveranstalters – sowohl innerhalb der Branche als auch die Anregung, sich an Unrechtsregime zu erinnern: „Es gehört zur Osnabrücker Friedenskultur zu Erinnern. Und das bedeutet: wir wollen
es nie wieder so haben.“ So stiegen am Abend des 24. Juli neben dem frisch getauften Ballon noch sechs weitere in die Lüfte und animierten etliche Zuschauer zum Staunen und Fotografieren. Die Ballonreise signalisiert Aufbruchstimmung zur anstehenden Messesaison.

 

Weitere Bilder des Ballonevents vom 24. Juli: 

 

 

Interview: Brandmeisteranwärterin Piera Beuing

Insider des Monats: Piera Beuing

Brandmeisteranwärterin der Feuerwehr Osnabrück

Name: Piera Beuing
Geburtstag: 19.02.1992
Geburtsort: Greven
Ausbildung: Notfallsanitäterin
Familienstand: verheiratet
Kinder: Keine
Hobbys: Wakeboarding, Laufen, Unterwegs mit Freunden, zusätzlich aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr

    

THE NEW INSIDER: Warum und in welchem Alter hast du dich für die Ausbildung zur Brandmeisteranwärterin entschieden?

Piera Beuing: 2014 habe ich die 3-jährige Ausbildung zur Notfallsanitäterin absolviert und habe währenddessen schon bemerkt, dass die Feuerwehr eine Herausforderung ist, die ich aufnehmen möchte. Zwei Jahre später, mit 27 Jahren, habe ich mich dann in Osnabrück beworben und habe im September 2019 bin ich mit dem Grundausbildungslehrgang begonnen.  

Welche Fähigkeiten sollte man für deinen Beruf mitbringen?

Elementar sind Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Zusätzlich die physische und psychische Belastbarkeit, damit man Einsätze sportlich packt und mental verarbeiten kann. Etwas handwerkliches Geschick gehört auch immer dazu.

Wie umfangreich war das Auswahlverfahren?

Voraussetzung war zunächst, dass ich einen Feuerwehr-dienlichen Beruf mitbringe. Am Anfang stand der Sporttest mit verschiedenen Stationen, den man bestehen musste. Dann wurde unsere Höhenangst geprüft. Ich musste eine 30-Meter lange Leiter hochsteigen, es folgte ein schriftlicher Test, der sich aus medizinischen und allgemeinen Fragen zusammensetzte. Hat man diesen bestanden, geht es in ein persönliches Gespräch und zuletzt wird ein rettungsdienstliches Fallbeispiel besprochen.

Würdest du sagen, dass dein Beruf zugleich auch Berufung ist – oder hattest du ursprünglich einen anderen Karriereplan?

Für mich ist es zweifellos mehr als ein Beruf. Neben meinem Hauptjob bei der Berufsfeuerwehr Osnabrück bin ich auch in meinem Heimatdorf auch aktives Mitglied in der freiwilligen Feuerwehr. Einen anderen Karriereplan hatte ich nie.

Wie schwer ist es körperlich und psychisch innerhalb kürzester Zeit von null auf hundert zu fahren vor Einsätzen?

Für mich ist jeder Arbeitstag spannend und aufregend. Insofern fällt es mir überhaupt nicht schwer. Ich spüre dann das Adrenalin, spule innerlich das ganze Gelernte ab und versuche es nach bestem Gelingen umzusetzen.

Wie häufig wirst du als angehende Brandmeisterin mit Geschlechter-Klischees konfrontiert?

Bei der Berufsfeuerwehr Osnabrück wurde ich sofort als vollwertiges Teammitglied akzeptiert. Da wurde von Beginn nicht unterschieden. Ich gebe immer 120 Prozent und ich lasse mir nichts Schweres aus der Hand nehmen, da wir ja im Prinzip alle den gleichen Job machen.

Wie fallen die Reaktionen anderer aus, wenn du von deinem Beruf erzählst?

Privat hört man schon ab und an so etwas wie „Frauen können das körperlich gar nicht so leisten wie die Männer“ oder „Kann man da überhaupt mithalten?“ Dennoch bekomme ich auch viel Anerkennung und bin stolz darauf, dass ich definitiv mithalten kann. Ich bereue diese Entscheidung keine Sekunde.

Sind deine Angehörigen häufig in Sorge um deine Gesundheit?

Definitiv. Aus diesem Grund telefoniere ich häufig mit meiner Mama und versichere ihr nach Einsätzen, dass alles in Ordnung ist. Natürlich ist der Beruf mit Gefahr verbunden, insofern ist es umso wichtiger eine gute Ausbildung zu genießen und von den erfahrenen Kollegen und Kolleginnen zu lernen.

Wie vereinbarst du dein Privatleben mit deinem Beruf?

Meine Frau ist im selben Beruf tätig, das passt wirklich super. Wir erzählen uns gegenseitig viel und lernen voneinander.

Welcher war dein bislang aufregendster Arbeitstag, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Definitiv der Großbrand am 20. Juli im Fledder. Das war mein spannendster und längster Arbeitstag.

Du warst unter Atemschutz bei den Löscharbeiten in OS-Fledder (Brand bei Belkola) hautnah dabei. Wie würdest den Einsatz beschreiben?

Bevor wird dort angekommen sind, sind mir tausend Gedanken durch den Kopf geschossen. Vor Ort hat man direkt funktioniert und ich war froh, dass ich einen älteren Kollegen an meiner Seite hatte, der mich super durch diesen Einsatz geführt hat. Ich konnte vieles umsetzen, was ich in der Grundausbildung gelernt habe. In Osnabrück war es das größte Feuer seit 20 Jahren, daher werde ich sicher noch lange daran zurückdenken.

Du warst am 07. Juli auch beim tödlichen Fahrradunfall am Schlosswall tätig. Wie lange hat dich dieser Einsatz noch beschäftigt?

Das war natürlich sehr tragisch. Dennoch ist es bei mir so, dass wenn ich den Dienst verlasse und meine Einsatzkleidung weghänge, versuche nicht mehr daran zu denken. So etwas gehört zu meinem Beruf dazu, aber mit nach Hause nehme ich das zum Glück nicht.

Neu-Cheftrainer Marco Grote tritt Thioune-Nachfolge an

„Ich habe ein bisschen darauf gehofft“

Da ist er nun also, der neue Chefcoach! Nachdem Erfolgstrainer Daniel Thioune überraschend seinen Wechsel zum Hamburger SV verkündete, Stand kurzzeitig ganz Fußball-Osnabrück still. Was nun? Und vor allem: Wer nun? Schnell wurden medial einige potenzielle Kandidaten gehandelt, doch Sportdirektor Benjamin Schmedes wurde seinem Ruf als Ausnahmescout einmal mehr gerecht. Denn keiner der genannten Fußballlehrer wurde es. Stattdessen zauberte Schmedes mit Marco Grote (47) einen Trainer aus dem Hut, den eben wieder niemand auf dem Zettel hatte. „In dem Moment, als ich mitbekommen habe, dass Daniel Thioune den Verein verlässt, hatte ich sogar ein bisschen die Hoffnung, dass irgendjemand auf die Idee kommen könnte, mich tatsächlich anzurufen“, verriet Grote in seiner ersten Pressekonferenz. Schmedes rief an, verglich das Anforderungsprofil des VfL mit den Fähigkeiten des Bremers – und beide Seiten kamen zu dem Schluss: Es passt. Beziehungsweise: Es könnte passen. Denn exakt das gilt es jetzt natürlich herauszufinden. Im Herrenbereich des Profifußballs kann Grote bislang noch keine Referenzen als Chefcoach nachweisen – einzig beim VfB Lübeck assistierte er einst Stefan Böger. Einen ungleich größeren Namen hat sich der Neu-Osnabrücker zuletzt in mehr als zwölf Dienstjahren im Jugendbereich des SV Werder Bremen gemacht. Grote kann es nun „kaum abwarten“ endlich seine Arbeit aufzunehmen. Mit seinem Funktionsteam und vielen Spielern sprach er bereits telefonisch, nun soll möglichst schnell der Kader für die neue Saison zusammengestellt werden. „Zum Trainingsstart werden wir wohl nicht alle zusammenbekommen“, verkündete Benjamin Schmedes. „Vor allem im Offensivbereich wollen wir uns noch deutlich verstärken.“ Das Transferfenster ist wegen Corona noch bis zum 05. Oktober geöffnet. Gesucht wird außerdem aktuell noch ein Co-Trainer. Erster Neuzugang der Saison ist Rückkehrer Timo Beermann (29). Aus der eigenen Jugend erhielten zudem Marc Augé und Hakim Traoré (beide 19) Profiverträge.

 

 

TNI – BLOG OF THE BLOGS

TNI – BLOG OF THE BLOGS

Wir können so einiges. Content, Ads, Video, Foto … natürlich können wir dir hier ellenlang von unserem Portfolio erzählen, aber schau‘ dir doch einfach unsere Postings hier an. Ist cooler.

04. Juni 2020 – Ice Cream by Lorenzo

Eis, Waffeln, Crepes und Kuchen – eine göttliche Kombination, die zu dieser Jahreszeit nicht passender sein könnte. Seit Mitte Mai werden an der Georgstraße im Eiscafé „Ice Cream by Lorenzo“ genau diese süßen Sünden verkauft. Neu in dem Eis-Business sind die Inhaber Ola und Hassan Ammar nicht, denn die beiden führen bereits im nordrheinwestfälischen Greven eine Eisdiele. Zuvor betrieb Feinschmecker Brörmann an diesem Standort eine Filiale, die im Januar aufgrund von Mitarbeitermangel geschlossen wurde.

04. April 2020 – Neue Boulderhalle in Osnabrück

Osnabrück bekommt seine zweite Boulderhalle – jedoch erst später als erhofft. Die Kletterwände in der rund 1.350 Quadratmeter großen Boulderhalle stehen schon bereit. Bis zum 20. April gilt die behördliche Sperre für entsprechende Freizeitangebote. Momentan geht das Osnabloc-Team rund um Runa Lahmann, Daniel Friedrich und Erik Rau von einer Eröffnung um Mai aus. Weitere Informationen zur neuen Halle gibt es auf der Homepage unter osnabloc.de.

03. März 2020 – Aus Mandel wird Philipp Büning

Stabwechsel an der Metzgerei-Front: Ab dem 01. April weicht der Traditionsname „Mandel“ gegen „Büning“. Der Kopf hinter dem neuen Namen ist Philipp Büning aus Münster, ehemaliger Azubi bei Mandel. Betreiber Ralf Mandel möchte ihm nach und nach den Laden übergeben. Damit wird auch nach und nach frischer Wind in den Traditionsbetrieb einziehen: Kunden werden geduzt, Büning ist sehr online-affin und unter seiner Website „willst-du-beef.de“ kann man Feinkost oder Catering ordern. Der junge Metzger beschäftigt bereits 25 Mitarbeiter und besitzt zwei weitere, eigene Filialen in Münster und Hiltrup.

10. Februar 2020 – Brörmann-Filiale schließt

Nicht einmal zwei Jahre konnte sich die Filiale von Feinschmecker Brörmann an der Georgstraße halten. Der Grund dafür ist nicht finanzieller, sondern personeller Natur. Bei Platz für 80 Gäste habe dem Inhaber Stefan Brörmann schlichtweg das Personal gefehlt, um einen reibungslosen Service zu gewährleisten und der Druck auf seine Mitarbeiter zu groß wurde. Die Filialen in der Markthalle, Haste, Schledehausen, Hasbergen und Oesede bleiben bestehen. Da der Pachtvertrag noch mehrere Jahre läuft, sucht er einen neuen Mieter. Zuvor war Betten Kirchhoff in dem Gebäude beheimatet.

04. Dezember 2019 – Aus Remarque wird Vienna House

Im Frühjahr dieses Jahres wurde aus dem Arcona Living in der Nähe der OsnabrückHalle das Vienna House Easy. Auch das Steigenberger Hotel Remarque ist von dem Verkauf der Rostocker Unternehmensgruppe Arcona betroffen. Ende des Jahres läuft der Vertrag vom Steigenberger wie geplant aus, so dass in der dritten Januar-Woche die Namensänderung vollzogen werden soll. Unter dem Namen „Vienna House Remarque Osnabrück“ bleibt also ein Bestandteil des bekannten Osnabrücker Hotels am Natruper-Tor-Wall erhalten. Das Restaurant Weinwirtschaft muss jedoch gegen eine Übergangslösung und ab 2021 dann gegen das Wiener Gasthauskonzept Joseph weichen.  Auch Renovierungsarbeiten sind im gesamten Haus geplant.

02. Novemver 2019 – Schokolade und Gin

Nach mehr als zwei Jahren Stillstand soll der staubigen Immobilie der Metallgießerei Schmidt an der Hannoverschen Straße endlich wieder Leben eingehaucht werden! Die drei Investoren Christoph Sierp (u.a. Ferdinands Kaffeerösterei), Rene Strothmann (u.a. O49) und Achim Weitkamp (u.a. „Schokojungs“-Schokoladenmanufaktur) wollen sich einen gemeinsamen Traum erfüllen:  Kaffee rösten und Schokolade conchieren – alles aus den besten Zutaten, alles vor den Augen der Kunden. Seit einem Jahr arbeiten sie bereits an ihrem Projekt, das sich nicht nur auf Kaffee, Schokolade und Gin beschränken soll. Auf dem Gelände ist viel Platz, deshalb werden Mieter gesucht, die sich auf hochwertige Speisen und Getränke spezialisiert haben. In den alten Mauern sollen aber auch Events und Veranstaltungen stattfinden. Sierp und Strothmann sind überzeugt, dass der Industriekomplex die ideale Kulisse für Hochzeitsfeiern, Geburtstagspartys und Betriebsfeste ist. Ende 2020 sollen die ersten Betriebe eröffnen, mit der endgültigen Fertigstellung wird 2021 gerechnet.

10. Oktober 2019 – Cafe @ Work

Es traf viele schwer als am Anfang des Jahres bekannt wurde, dass die Kultkneipe „Oxmox“ Geschichte war. An Stelle von Bier und texanisch-mexikanischer Küche sollen demnächst Flat White, Bio-Frühstück und ein Coworking Space rücken. Inhaber Christoph Schultze kam auf die Idee des Coworking Spaces durch eigene Not: Durch seinen Job in Essen war er auf der Suche nach einem Raum zum Arbeiten mit schöner Atmosphäre, wurde aber nicht fündig. Nun realisiert er selbst die Räume, die Freiberufler und Firmen für sich mieten können. Bei Instagram kann man unter @cafeatwork_osna den Renovierungsfortschritt verfolgen – speziell Oxmox-Fans werden das ein oder andere Highlight wie die neu gepolsterten Stühle wieder erkennen.

05. September 2019 – Feines Fressen macht dicht! 

Barbecue-Restaurant, Grillschule und Bar– im Grunde genommen ein Konzept, das sehr einfach und erfolgsversprechend wirkt. Leider musste nun das „Feines Fressen“ im Katharinenviertel nach nicht einmal einem Jahr wieder schließen, nachdem es im November im Gebäude des ehemaligen „Fricke Blöcks“ eröffnet hatte. Grund für die Schließung waren zu geringe Umsätze. Mitarbeiter Rene Karge verließ das Restaurant schon vor Wochen. Die Suche nach einem neuen Betreiber ist schon im vollen Gange und Interessenten gebe es auch schon. Es bleibt spannend!

18. August 2019 – Schlossgarten Open Air: Dein Bild aus der TNI-Fotobox

Was für ein grandioses Open-Air-Weekend! Zwei Tage lange verwandelte die Osnabrücker Crew von Goldrush Productions den Schlossgarten einmal mehr in ein Eventareal der Extraklasse – und wurde mit einer Mega-Kulisse belohnt.
Etwas mehr als 20.000 Musikfans strömten insgesamt zu den Gigs von Lotte, Max Giesinger sowie Michael Patrick Kelly am Freitag und zu Schlagergott Christian Steiffen, Samy Deluxe & Band und Jan Delay samt Disco No. 1 am Samstag.

Mächtig was los war auch in unseren THE NEW INSIDER-Fotoboxen – die Ergebnisse findet ihr hier!

17. Mai 2019 – THE NEW INSIDER Trailer

Insider des Monats: OSNABLOC

Insider des Monats: Daniel Friedrich & Runa Lahmann, Osnabloc 

Osnabrücks zweite Boulderhalle ist eröffnet. Seit Ende Mai kann bei Osnabloc am Großen Fledderweg 89 geklettert werden. Doch was erwartet einen auf den mehr als 1.300 Quadratmetern? Wir haben mit den Machern gesprochen.

THE NEW INSIDER: Wann und wie ist die Idee für eure eigene Boulderhalle in Osnabrück entstanden und wie habt ihr zusammengefunden?

RUNA: Die Idee haben wir schon eine ganze Weile mit uns rumgetragen. Jeder auf seine Art und Weise. Im letzten Sommer setzen wir uns in dieser Konstellation, gemeinsam mit Erik Rau,
zusammen und erarbeiteten ein Konzept für die Umsetzung.

Wie sah eure Vision von Osnabloc anfangs aus?

DANIEL: Einiges ist mit unserem Wandbauer direkt am PC entstanden. Die einzigartige Farbgebung ist ganz und gar auf Runas Mist gewachsen. (lacht) Es ist so geworden wie wir es uns vorgestellt haben und die Leute feiern es total. Mit der Nimmerland-Kinderhalle im Peter Pan-Stil haben wir uns als Disney-Fans auch einen kleinen Kindheitstraum erfüllt.

RUNA: Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig. Die Theke stammt aus dem ehemaligen Green Mark, die Tische sind selbstgebaut, unsere Möbel sind Second-Hand und von uns restauriert worden.

Wie ist die Aufgabenverteilung im Team?

RUNA: Ich bin mittlerweile frischgebackene Grafikdesignerin. (lacht) Unfassbar was man alles lernt, wenn man eine Boulderhalle eröffnet. Außerdem bin ich quasi die Chef-Schrauberin und kümmere mich um den Boulderbau. Mit der Zeit würde ich auch wahnsinnig gerne eine Leistungsgruppe etablieren, die auf Wettkämpfe fährt. Ich selbst war schon auf der Deutschen Bouldermeisterschaft und bin ausgebildete DAV-Trainerin (Deutscher Alpenverein).

DANIEL: Ich organisiere und konzeptioniere die Kindergruppen und -geburtstage. Als studierter Grundschullehrer lag das irgendwie nahe. Unseren Gastrobereich betreue ich ebenso. Erik
ist unser Bürohengst,´der im Hintergrund alle wichtigen Fäden zieht.

Inwiefern hat Corona euch ausgebremst?

RUNA: Zunächst hat uns Ende 2019 der Abriss einer Wand in der Halle ausgebremst. Als wir dann im Januar endlich die Genehmigung hatten, ging es unglaublich schnell. Geplant war die Eröffnung ursprünglich für März/April, doch Corona hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.

DANIEL: Es wird aber noch lange eine Baustelle bleiben, denn man findet immer etwas Neues. Ich glaube, eine Boulderhalle ist nie komplett fertig. Aktuell ist der Workoutbereich aufgrund der Hygienevorschriften noch dicht.

Für wen ist das Bouldern geeignet?

DANIEL: Wer laufen kann, kann auch bouldern.

RUNA: Und wer ’ne Leiter hochkommt, kommt auch die einfachsten Routen hoch. Wir haben für jedes Fitnesslevel etwas Passendes dabei.


Warum hat Osnabrück eine zweite Boulderhalle gebraucht?

RUNA: Die Community braucht Abwechslung. Wir schrauben zweimal die Woche um, sodass quasi jeder Besuch einzigartig ist. Wir laden verschiedene Schrauber ein, die alle ihren eigenen Stil haben.

DANIEL:  Durch die Höhe der Halle ist es sogar möglich an unserem Mittelschiff, der Titanic, oben raus über den Rand zu klettern. Das ist für viele noch
ein Extra-Kick. Im Fachjargon nennt sich das Top-Out.

RUNA: Auch zu erwähnen ist, dass wir eine der längsten Wettkampfwände Deutschlands haben. Neu sind unsere Gruppen-Workouts sowie Yogakurse, als Ausgleich zum Bouldern. In Zukunft wird es auch einen Wellnessraum im Osnabloc geben, in dem man sich entspannen und massieren lassen kann.

DANIEL: Und wir haben die geilste Bar aller Boulderhallen! (lacht) Das wurde uns zumindest so zugetragen. Als Partner haben wir u.a. vanWEINS mit im Boot und bei uns gibt es auch im Normalbetrieb leckere Longdrinks und Detmolder vom Fass.

RUNA: Man kann auch gerne kommen, wenn man nicht bouldert. Unser Garten und der Gastrobereich sind groß genug für alle.

Berlin-Urlaub statt Griechenland

Lila-weiß Report mit Maurice Trapp, VfL-Abwehrchef

„Trapp verlängert bis 2024“ – diese Meldung hat die VfL-Fans zuletzt mit am meisten gefreut. Hinter dem lila-weißen Abwehrchef liegt eine Saison voller Hürden, die mit einer langwierigen Rückenverletzung begann. Erst in der Rückrunde konnte der 28-Jährige wieder voll einsteigen, absolvierte dann aber doch noch insgesamt 12 Partien und trug im Saisonfinale entscheidend zum Klassenerhalt bei. Wie Osnabrück schnell zur zweiten Heimat des Berliners wurde und welche Ziele er nun anstrebt, erzählt er im TNI-Talk.

THE NEW INSIDER: Maurice, Hand aufs Herz: Wie groß war die Anspannung vor dem Heimspiel gegen Kiel – und wie groß die Erleichterung danach?

Ein wenig Anspannung ist definitiv bei uns allen abgefallen, keine Frage. Allerdings wurde das Thema öffentlich deutlich größer gemacht als wir es intern gespürt haben. Zum Start der Rückrunde hatten wir eine Phase, in der es nicht besonders lief, haben aber immer die Ruhe bewahrt und an uns geglaubt. Letztendlich standen wir zu keinem Zeitpunkt der Saison auf einem Abstiegsplatz und das ist für einen Aufsteiger definitiv bemerkenswert.

Konntet ihr diesen Erfolg denn trotz Hygieneauflagen einigermaßen zelebrieren?

Gefeiert jetzt nicht direkt, aber nach dem Kiel-Spiel haben wir schon noch länger in der Kabine zusammengesessen und später das eine oder andere Kaltgetränk zu uns genommen. Im Rahmen der Hygieneauflagen natürlich. Aber ohne unsere Fans war es insgesamt ein etwas surreales Szenario – nicht vergleichbar mit dem des Aufstiegs im Jahr zuvor.

Du selbst konntest in dieser Saison verletzungsbedingt lediglich zwölf Spiele bestreiten. Wie bewertest du die Saison rückblickend für dich persönlich?

Da kann man im Grunde ja nur die Rückrunde bewerten. Ich muss sagen, dass ich im Nachhinein vielleicht noch etwas langsamer hätte wiedereinsteigen sollen. Die Belastung war dann doch spürbar und ich musste nach meiner langwierigen Rückenverletzung auch echt aufpassen. Als ich dann wieder voll fit war, hat es sich allerdings super angefühlt. Aber natürlich wünsche ich mir für 2020/21 wieder deutlich mehr Spielzeit.

Gab es nach dem Spiel gegen Dynamo nochmals eine sportliche Aufarbeitung der Saison – oder ging es direkt in den Urlaub?

Wir Spieler haben jetzt erstmal Urlaub, aber unser Trainerteam wird sicher recht zeitnah die richtigen Schlüsse aus dieser Saison ziehen. Es war zuletzt auch aufgrund der Corona-Situation eine sehr besondere, extrem kräftezehrende Spielzeit. Ich denke, die meisten sind froh, jetzt auch mal einen Gang runterschalten zu können. Immer mit der Hoffnung auf eine möglichst normal durchführbare neue Spielzeit.

Wie wirst du die spielfreie Zeit verbringen?

Eigentlich war ein Griechenland-Urlaub geplant, aber der ist längst storniert. Insofern fahre ich zu meiner Familie nach Berlin und lege dort ein paar Tage die Beine hoch, ehe die Vorbereitung auf die neue Saison wieder langsam beginnt.

Trainierst du seit deiner Rückenverletzung nun noch häufiger?

Das kann man sagen, ja. Ich versuche regelmäßig früher zum Training zu kommen, mehr Stabilisationsübungen zu machen und auf die Signale meines Körpers zu hören.

Deine Vertragsverlängerung bis 2024 war frühzeitig und erstaunlich langfristig. Was möchtest du beim VfL noch erreichen?

Ich glaube tatsächlich, dass im Verein sehr großes Potenzial steckt und wir gemeinsam noch einiges erreichen können in dieser Konstellation. Ziel muss es sein, den VfL zu einem etablierten Zweitligisten zu machen. Unter anderem deshalb habe ich meinen Vertrag so langfristig verlängert, denn diesen Weg möchte ich gern mitgestalten.

Es gibt wenig Spieler, die sich in so kurzer Zeit derart in die Herzen der Fans gespielt haben. Wie erklärst du dir das?

Das Aufstiegsjahr hat Mannschaft, Verein und Fans unheimlich zusammengeschweißt. Darauf konnten wir aufbauen und ich bin ein Typ, der sowas auch braucht. Osnabrück ist schnell zu meiner zweiten Heimat geworden und ich bin bereit, hier weiterhin alle meine Stärken einzubringen.

Zuletzt habt ihr euch als Verein und Mannschaft u.a. für die Bewegung #blacklivesmatter stark gemacht. Wie wichtig sind dir derartige Statements?

Es ist eigentlich traurig, dass wir im Jahr 2020 noch immer über Rassismus diskutieren müssen. Aber man muss sich der Realität stellen und für seine Werte einstehen. Wir als Team und Verein versuchen Zeichen zu setzen und unsere Reichweite da sinnvoll zu nutzen. Hoffentlich bewirkt es etwas.

Aufn Korn mit…Nele Mondorf

Ein Ort, an dem Heiratsanträge gemacht werden

Aufn Korn mit…Nele Mondorf, Betriebsleiterin vom Sonnendeck

Es ist Dienstag, irgendwie zu grau für Juni und im Sonnendeck hängt ein verlorenes, plüschiges Tiger-Kostüm. Vor uns sitzt Nele und übernimmt heute den Job der Sonne – ihre herzliche Aura strahlt durch den ganzen Bar-Bereich und schnell wird klar: Nele hat das, was viele suchen. Sie hat ihren Platz im Leben gefunden.

Schon mit 11 war Nele immer ganz nah am Gast. Die Wochenenden verbrachte sie damit, Berliner zu verkaufen. Ihre Familie ist reich an Schaustellern und so war es für sie schon immer selbstverständlich dann zu arbeiten, wenn andere ihre Freizeit genießen. „In der 8. Klasse hat man dieses dicke, gelbe Heft vom Arbeitsamt gekriegt. Ich hab das dann durchgeblättert und den Beruf „Veranstaltungskauffrau“ entdeckt. Zuhause hab ich meinen Eltern dann das Buch hingelegt und gesagt „Das!“ – Ende der Geschichte. Ihre Lebensphilosophie, den eigenen Weg zu gehen, sich nicht ausbremsen zu lassen und das Leben so zu leben, wie es nun einmal kommt, hat sich schon damals abgezeichnet. Diesen Weg hat Nele bis heute verfolgt: Ausbildung im hessischen Limburg an der Lahn, Zwischenstopp in Köln, Studium in Osnabrück, Nebenjob im Sonnendeck. Das war 2012. Acht Jahre später ist Nele Betriebsleiterin und sagt, dass das nördliche Varel zwar ihre Heimat ist und sie dort auch starken Rückhalt erfährt, Osnabrück jedoch ihr „richtiges Zuhause“ sei. Mitunter auch, weil ihr das Sonnendeck einen einmaligen Arbeitsplatz bietet, den sie so schnell nicht erneut findet.

Was tut das Tigerkostüm hier?

Sitzt man mit Bernd Wagner, dem Inhaber, und ihr an einem Tisch, könnte man sich das auch sonntags gut auf ein Käffchen vorstellen. Es herrscht familiäre Atmosphäre, der Schriftzug „Friends“ prangt über der Theke und exakt das wird auch gelebt. „Wir sind für alle da – das Sonnendeck ist dein Freund, dein Wohnzimmer, du kannst hier immer herkommen. Hier ist jeder willkommen! Egal, was du machst, wie alt du bist und wie du aussiehst: Komm rein, feier mit uns!“, beschreibt Nele die Philosophie des Szeneclubs. Da erstaunt es auch nicht, dass Gäste im Sonnendeck bereits Hochzeitsfotos haben schießen lassen oder sie einen Heiratsantrag mit rotem Teppich, Rosen und allem Drum und Dran organisiert hat. Dieser Ort ist für viele Osnabrücker eben mehr. Fast 15 Jahre lang gibt es das Sonnendeck schon, das anfangs noch in der heutigen Sonderbar zuhause war und nach der „Wintersonnenwende“ – so nennt Bernd den Umzug gerne – in die jetzigen Räumlichkeiten gezogen ist. Zuvor hieß die Location Wintergarten, dann Sonnendeck. Wintersonnenwende, versteht ihr?! Klar gäbe es günstigere Jahre für so ein tolles Jubiläum, aber gemeckert wird nicht. Erst kürzlich wurde das Corona-Motto „Sonnendeck goes outside“ ausgerufen. Was dahinter steckt? Das Team hat, gemeinsam mit den Machern des Anyway Eventhaus‘, einen großen Biergarten an der Martinistraße aufgezogen. Hochwertige Drinks und ein wechselndes Food-Angebot sollen dort Gäste und Mitarbeiter endlich wieder vereinen.

„Egal, wer du auch bist – komm rein und feier‘ mit uns!“

An den Wochenenden stehen die Sonnendeck-DJs an den Plattentellern und sorgen für entspannte Untermalung. „Wir möchten eine Win-Win-Situation schaffen. Die DJs verdienen aktuell nichts, unser Team logischerweise auch nicht und die Leute sollen nicht bloß spenden, sondern auch etwas für ihr Geld bekommen“, unterstreicht die Betriebsleiterin. Vier Dinge halten wir also fest: 1. Wenn ihr euren familiären Club unterstützen wollt, bringt keine Spenden, sondern eine stabile Leber mit – sei es im Biergarten oder für den Home Cocktail Service (alkoholfrei geht natürlich auch). 2. Dem Sonnendeck könnt ihr am 30.09.2020 zum 15-Jährigen gratulieren. 3. Wenn DU ein plüschiges Tigerkostüm in Onesie-Form beim Karneval verloren hast, meld‘ dich doch fix. Es hängt da halt so traurig rum. 4. Nele ist ein Mensch, dem man wirklich gerne begegnet – ob vor oder hinter der Theke. Beides gut möglich. Probier’s mal aus!

Leidenschaft fürs gute Essen

Die Foodistas – Osnabrücker Bloggerinnen im TNI-Interview

Vier Schwestern, eine Leidenschaft. Für die Foodistas ist Kochen und Backen eine Herzensangelegenheit, die sie auf ihrem Blog in Form von Rezepten und Empfehlungen mit ihren Lesern teilen. Tine und Jasmin wohnen noch in Osnabrück, Carina und Tanja mussten beruflich bedingt die Friedensstadt verlassen. Gemeinsam entwickeln sie digital kulinarische Beiträge, zum inspirieren und nachmachen.

Warum und wann habt ihr euren Foodblog ins Leben gerufen?

Die Foodistas gibt es bereits seit über fünf Jahren. Beruflich bedingt mussten sich Carina und Tanja leider von Osnabrück als Heimatstadt verabschieden uns zogen nach Mainz und Düsseldorf. Da unsere persönlichen Treffen aber immer von kulinarischen Kochevents geprägt waren und wir gerne füreinander kochten, musste eine Art Datenbank ins Leben gerufen werden. So ist unser Blog entstanden.

Ihr seid kulinarisch schon viel rumgekommen. Welches Land findet ihr am spannendsten?

Sich bei vier Foodistas auf ein Land festzulegen ist wirklich schwierig. Wir lieben das gemeinsame Kochen und hier eignen sich auf jeden Fall Rezepte aus Spanien, Italien oder Griechenland, denn hier bereitet einfach jede von uns eine Art von Vorspeise, Antipasti oder Mezze vor.

Tofu, Quinoa, Chiasamen und weitere Superfoods sind schon längst nicht mehr aus der Szene wegzudenken. Welche neuen In-Foods stehen bereits in den Startlöchern?

Wir halten ehrlich gesagt nicht viel von diesen gehypten Zutaten, denn auch heimische Obst- und Gemüsesorten besitzen all die tollen Eigenschaften die Superfoods wie Tofu, Quinoa, Chiasamen nachgesagt werden. Grünkohl und Rote Bete sind zum Beispiel heimische Alternativen. In-Foods für die nächsten Jahre werden aus diesem Grund heimische und wiederentdeckte Lebensmittel sein. Denn auch die Art des Kochens hat sich hier weiterentwickelt.

 

Könnt ihr vom Food bloggen alleine leben?

Wenn man eine klare Strategie verfolgt und sich eine Marke aufbaut, geht das auf jeden Fall. Genau das haben wir mit den Foodistas geschafft. Dadurch dass wir unseren Lesern regelmäßig neue Rezepte vorstellen, haben wir natürlich auch dementsprechende Zugriffszahlen. Ein weiterer Grund für unseren Erfolg ist die abwechslungsreiche Küche, denn wir vier Foodistas haben natürlich unterschiedliche Geschmäcker, so findet sich eine breite Zielgruppe auf dem Blog wieder. Es entstehen Kooperationen, aber wir entwickeln für unsere Partner auch Rezeptstrecken, Videos und anderen relevanten Content.

Habt ihr das Gefühl, dass in Zeiten von Corona das Thema „Genuss“ an Stellenwert gewonnen hat?

Die Corona Krise hat uns gezeigt, dass sich viel mehr Menschen wieder mit dem Thema kochen beschäftigten und so verzeichneten wir die ersten zwei Monate eine Verdopplung der Zugriffszahlen.

Welche sind eure Osnabrücker Lieblingslocations?

Wir gehen gerne im Friedrich essen, uns gefällt das Ambiente und auch das Essen inspiriert uns! Vielleicht kein Geheimtipp mehr aber eine unbedingte Empfehlung ist das iko. Küchenchef Tom Elstermeyer schafft es immer wieder aufs Neue uns mit seinen Kreationen in seinen Bann zu ziehen.

Olympiaarzt Dr. Grim im Interview

Der Arzt, dem die Sportler vertrauen

Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Sportmedizin Dr. Casper Grim im TNI-Interview

THE NEW INSIDER: Warum haben Sie sich damals für ein Medizinstudium entschieden?

Mir war schon relativ früh klar, dass ich Medizin studieren möchte. Interessant war für mich dabei immer der „Bewegungsapparat“ des Menschen. Außerdem wollte ich, dass mein berufliches Leben etwas mit Sport und Bewegung zu tun hat.

Welchen Schwerpunkt setzen Sie als Verantwortlicher in Ihrer neuen Abteilung?

Wir stehen immer, auch mit mir als Chefarzt, für eine qualitativ hochwertige Versorgung, die dementsprechend individuell auf jeden Patienten angepasst wird. Darüber hinaus sind wir eine Ausbildungsklinik. Ein Thema, was mir sehr am Herzen liegt. Wir müssen auch in Zukunft gute und ausgebildete Ärzte haben, d.h der Bereich der Aus-, Fort- und Weiterbildung bleibt immens wichtig.

Inwiefern hat sich Ihr Arbeitsalltag durch den Coronavirus verändert?

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Was war in ärztlichen Karriere rückblickend Ihr größter Erfolg?

Ich muss bei dieser Frage weiter zurückgehen. Es ist schon erstaunlich, dass man den Beruf ergreifen kann, für den man Feuer und Flamme ist. Dass das dann alles geht und klappt, ist für mich der wichtigste Erfolg und Startschuss gewesen. Denn es ist gar nicht so selbstverständlich, dass wir hier in der Berufswahl und Ausbildung so viele Freiheiten und Möglichkeiten haben.

Sie haben die deutsche Nationalmannschaft bereits zu den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro begleitet. Was ist rückblickend ein besonderer Moment gewesen, der Ihnen in Erinnerung geblieben ist?

Alleine die Teilnahme am größten Sportfest der Welt ist phänomenal und ein persönlicher Meilenstein. Die gesamte Vorbereitung sowie Begleitung der Sportler bleibt unvergesslich. Es ist toll zu Erleben wie Sportler ihre Ziele erreichen und wir diese durch unsere Unterstützung verhelfen.

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Im Juli wären Sie eigentlich bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio gewesen. Werden Sie nächstes Jahr eher mit einem mulmigen Gefühl antreten?

Im Gegenteil. Ich freue mich schon jetzt darauf. Wir haben klare Kriterien formuliert, wie solche Wettkämpfe nun stattfinden dürfen und müssen. Dadurch, dass wir um ein Jahr verschieben, bleiben wir in derselben Jahreszeit. Somit bleibt die Vorbereitung für die Athleten und uns bleibt dieselbe. Ganz nach der Devise „Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

Als Orthopäde sind Sie auch privat sicherlich sehr sportlich. Welche Sportart betreiben Sie in Ihrer Freizeit?

Typischerweise den Sport, den ich bei der deutschen Triathlon-Union auch als leitender Verbandsarzt betreue: Schwimmen, Laufen und Radfahren. Für mich ein guter und wichtiger Ausgleich zum Alltag und Stress. Ich durfte auch schon viele schöne Orte auf der Welt besuchen und acht Mal den Iron Man antreten und erfolgreich absolvieren.

 

Das gesamte Interview gibt es in unserem E-Paper zu lesen sowie an über 2.000 Verteilerstellen in Osnabrück und Umgebung! 

Aufn Korn mit Henrik Schrage

Chaotisch, aber mit System

Im Volksmund kennen wir „sehr angenehme Zeitgenossen“ – müsste man diese Umschreibung personifizieren, so würden wir Henrik Schrage als ihren Vertreter wählen. Oft erlebt man Gastronomen mit viel bis zu viel Feuer unter’m Hintern, ihn kann man jedoch überhaupt nicht in diese typische Berufsgruppen-Schublade stecken. Warum er dennoch einer der kompetentesten seiner Art ist, haben wir im Gespräch mit ihm feststellen dürfen. Das würde er allerdings nie von sich selbst behaupten. Deswegen tun wir das jetzt.

Zu vielen Restaurants und Kneipen findet man online häufig etwas zu der Entstehungsgeschichte. Vielen kann man ihren Wirt, ihr Gesicht direkt zuordnen. Dies dürfte einigen Besuchern des bottled an der Osterberger Reihe eher schwerfallen. Keine Historie, keine Mythen, kein omnipräsentes Gesicht. Das passt einfach nicht zu Henrik Schrage, den wir als sehr diplomatischen und ruhigen Typen erleben. Die Gastronomie wurde ihm vermutlich durch seinen Vater in die Wiege gelegt, der sehr viele Locations, wie den ehemaligen Stiefel, in unserer Stadt mit Gastro-Konzepten bespielte. Bis heute führt er die Grüne Gans mit den berühmten Pfeffersteaks. Henrik hat eine Ausbildung zum Koch gemacht und wollte dann die Wirtschaftsfachschule für Hotellerie- und Gaststättenwesen in Dortmund besuchen – die Selbstständigkeit peilte er schon immer an. Seine Einschreibung an der WIHOGA schmiss er dann jedoch für das Objekt an der Osterberger Reihe hin. Im Jahr 2004 fing er dort an, Getränke über Trichter in Blanco Flaschen abzufüllen – daher der Name bottled und nicht wie die meisten vermuten aufgrund der großen Auswahl an Flaschengetränken. Hat zu lange gedauert, erwies sich nicht als effizient oder wirtschaftlich.

Mit guten Produkten und Verpeiltheit zum Erfolg

Seit nunmehr 16 Jahren hält sich das Café direkt am Koggestrand mit traumhaftem Außenbereich, um den ja im letzten Jahr noch gekämpft wurde, mit einem bunten Sammelsurium aus…ja, woraus eigentlich?
„Wir stehen ja vor der Herausforderung, dass wir breitschichtig abdecken müssen. Wir haben Frühstück, Office Luncher, Familien mit Kindern, Kaffee und Kuchen, als auch abends Studenten, die Cocktails und anderweitige Getränke möchten. Das Konzept ist also, dass es tagsüber ansprechend sein und sich als Café darstellen lassen, als auch abends kneipig und gemütlich sein. Daher unsere Multi-Kulti-Auswahl“, erklärt Schrage. Ihm fiele es schwer, sich festzulegen. Der Touch Tex-Mex, der sich in der Speisekarte, als auch im Laden-Design wiederfindet, gefällt ihm einfach; eine klare Richtung verfolgt er dabei jedoch nicht.

„Es fällt mir schwer, mich auf eine Richtung einzuschießen“

Passt halt. Auf seiner Reise ohne genaue Fahrtrichtung, mit stetigen Kurswechseln und keinem genauen Plan, begleiten ihn jedoch gerne viele Menschen. Das breitfächrige und nicht immer konsistente Angebot des bottled kommt an – so gut, dass man bei gutem Wetter oft keinen Tisch draußen bekommt. Die wechselnde Wochenkarte, die Cocktail Happy Hour und das Ambiente sind bei Jung und Alt bekannt und beliebt. Von sich selbst sagt Henrik Schrage, dass seine größte Macke die Verpeiltheit sei. Diese ist aber vielleicht genau das Richtige, um in so unbeständigen und schnelllebigen Zeiten ein Geschäft am Laufen zu halten. Dass er sich nicht so recht festlegen kann und hier und da mal was verballert, führt nämlich auch oft zu neuen, kreativen Ideen und Komponenten in seinem Angebot. Und jetzt, wo das bottled – frisch renoviert und neu dekoriert – wieder öffnen darf, freut sich wohl ganz Osnabrück über die Rückkehr des Taco Tuesday. Cheerio und auf viele weitere, nicht ganz so durchstrukturierte Jahre! Denn wie heißt es so schön auf manchen Pinterest-Boards „Ich bin gerade etwas neben der Spur. Ist schön hier.“ – das findet Henrik Schrage sicherlich auch. 

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