Die Ticketheimat-Crew stellt sich vor

Insider des Monats: Die Ticketheimat-Crew

Stellvertretend fürs ganze Team im TNI-Talk: FREDO GERDES (Content Creator) und KATHARINA AßMANN (SocialMedia)

 

 

 

 

 

 

 

 


THE NEW INSIDER: Hey Girls & Guys! Eine kurze und eine etwas längere Frage zum Einstieg: Wie geht’s euch und was genau ist eigentlich Ticketheimat.de?

FREDO: Uns geht’s richtig gut. Wir freuen uns richtig auf das was kommt. Die letzten Monate waren sehr aufregend. Und: Das goldene Jahrzehnt der Kultur steht uns bevor. Unsere Ticketheimat besteht aus drei Säulen: Tickets, Kalender und Magazin. Wir schaffen mit Ticketheimat eine regionale Plattform und verbinden Veranstaltungen mit kulturellem Hintergrund. Bei uns bekommst du jegliche Art von Tickets: Festivals, Konzerte, Comedy, alles was dein Herz begehrt. Egal, ob dein Konzert in Osnabrück, Hamburg oder München ist: Wir arbeiten mit Eventim zusammen und du bekommst für jede Veranstaltung Karten.

Ich erfahre aber auch Nightlife-Termine auf eure Seite?

FREDO: Richtig! Wenn ihr wissen wollt, was in Osnabrück und Umgebung abgeht, haben wir auf unserer Seite einen Veranstaltungskalender, der keine Wünsche offenlässt. Selbst, wenn man nur abchecken will, was abends in den Clubs so los ist. Auch spannende Stories rund um die Künstler*innen gibt’s bei uns, also weit mehr als nur das schnöde Ticket.

Ihr seid ein Team, das man definitiv als „jung und dynamisch“ bezeichnen kann. Wer macht bei euch was?

KATHARINA: Jung und dynamisch klingt doch immer gut. Torben ist unser Produktmanager und Ansprechpartner für Businesskunden. Christoph ist unser Geschäftsführer und Rüdiger unser Initiator. Sie koordinieren die Struktur und bringen immer gute Ideen ins Spiel. Kirstin kümmert sich um die Verbindung zu den Künstlern und der Presse. Ich bin verantwortlich für den Bereich Social Media und Fredo ist der kreative Kopf, der sich um den Bereich Content kümmert.

Wieviel Zeit und Nerven hat euch der Launch von Ticketheimat.de gekostet?

FREDO: Zwei schlaflose Wochen, zwei Kilogramm Espresso, ein Dutzend Tafeln Schokolade und ein paar Nerven später war die Ticketheimat pünktlich fertig und wir sind mächtig stolz.

Auf welche Art Content kann man sich also freuen und welche Rolle spielt Social Media in eurem Konzept?

KATHARINA: Ihr dürft euch auf eigene Formate wie das „Kreuzverhör“ freuen, wo wir Künstler*innen und ihren Alltag ins Visier nehmen und uns ein wenig Background Stories erhoffen. Zudem gibt es Künstlerinterviews in Text und Bild. Aber auch Aftermovies, Podcasts und Fotostrecken kommen bei uns nicht zu kurz. Wir versuchen, exklusive Mehrwerte für unsere Kunden zu schaffen. Aber es ist noch so viel in der Planung, also dürft ihr gespannt sein. Social Media spielt für uns eine sehr wichtige Rolle, denn wir wollen natürlich jeden in OS und Umgebung
immer auf den neusten Stand bringen und uns mit unseren Partnern verknüpfen.

Als Veranstalter und Betreiber des Rosenhofs kennt man euch seit Jahren und Jahrzehnten. Habt ihr deshalb bewusst das Wort „Heimat“ in euren Markennamen eingebaut?

FREDO: Ja, aber sicher. Der Rosenhof ist unser Hauptquartier und unser aller Zuhause. Dennoch wollen wir mit der Ticketheimat eine regionale Plattform schaffen, sodass unsere Heimat Osnabrück uns alle verbindet.

Was hat die lange Corona- Zwangspause mit euch gemacht und auf welche verrückten Ideen hat euch diese lange Zeit gebracht?

KATHARINA: Tendenziell ist es natürlich eine schwere Zeit, aber wir haben uns nicht unterkriegen lassen. Wir sind aber kreativ geworden und haben zum Beispiel selbst Masken designt und verkauft. Aber auch wieder eine Konzertreihe ins Leben gerufen – die Rosenhof Summer Stage. Zusätzlich haben wir die Zeit genutzt, die Ticketheimat neu zu branden und ein neues Konzept zu entwickeln, das hoffentlich alle begeistert.

Ein kurzer Blick in die Zukunft: Was plant ihr aktuell? Welche neuen Highlights stehen an?

FREDO: Mit der Ticketheimat möchten wir neuen Content schaffen mit neuen Formaten und viele Künstler*innen und Veranstaltungen präsentieren. Die Ideenschublade ist bis oben hin voll. Ein kleiner Vorgeschmack: es soll noch einen Login Bereich geben, wo wir exklusive Mehrwerte für die Events und unsere Plattform schaffen. Und ein Podcast gemeinsam mit eurem THE NEW INSIDER steht auf dem Plan.

jobmesse deutschland tour live in der Heimatstadt

Traumjob gesucht? 

Heimspiel in der Friedensstadt: Wer noch auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung ist, kann am 18. und 19. September die jobmesse osnabrück in der Messehalle bei BMW Walkenhorst in Sutthausen besuchen. Dabei steht das Wochenende zum 18. Mal ganz im Zeichen der Karriere. Unternehmen aus der Region und internationale Arbeitgeber haben Jobchancen für motivierte Bewerberinnen und Bewerber aus sämtlichen Altersklassen im Gepäck. Vom Schüler bis zum Ingenieur über 60. Für Karriereinteressierte, Networking-Liebhaber und Berufseinsteiger sowie Quereinsteiger ist der Messe-Termin ein absolutes Muss im Kalender.
Martin Kylvåg, Projektleiter der jobmesse osnabrück erklärt: „Meiner Meinung nach sind Karriereevents nach wie vor die beste Möglichkeit um Bewerber und Top-Arbeitgeber zusammenzubringen. Uns wurde von vielen mäßig verlaufenden digitalen Alternativen berichtet. Nach unseren sehr guten Erfahrungen, die wir bei unserer Jobmesse im vergangen Jahr – während der Pandemie – gemacht haben, freuen wir uns erneut in unserer Heimat face-to-face am Start zu sein. So unterstützen wir unsere Besucher bei ihrer Jobsuche und Karriereplanung, was besonders in den aktuellen Zeiten wichtiger denn je ist.“ 

Gute Gespräche und professionelle Workshops
Ob regionaler Berufseinstieg, internationale Karriere, Quereinstieg, gezielte Weiterbildung oder Praktikum – bei dem Recruitingevent ist alles möglich. Die Aussteller freuen sich auf gute Gespräche an den Messeständen, um potenzielle Bewerber von sich zu überzeugen. Auch neben den Messeständen dreht sich alles rund um die Karriere: Von der Berufsorientierung über das perfekte Anschreiben bis zum überzeugenden Bewerbungsgespräch. Hinzu kommen unter anderem ein kostenloser Bewerbungsmappencheck, Beauty-Workshops von Mary Kay sowie ein
Fotoservice.

 

Facts:

18.|19.09.2021
Samstag 10.00 – 16.00 Uhr
Sonntag 11.00 – 17.00 Uhr

Messehalle BMW Walkenhorst
Sutthauser Straße 292
D-49080 Osnabrück

Der Eintritt ist frei!
Weitere Informationen:
jobmessen.de/os

Das Comeback der Peitsche

Die Kult-Kneipe ist wieder da

Man hört Neu-Betreiber Dominik Lodter die Begeisterung an, wenn er über die jüngste Wiedereröffnung der Osnabrücker Altstadt-Kneipe PEITSCHE spricht. Etwas länger als zwei Monate war die traditionsreiche
Location am Heger Tor verwaist, nachdem das Ex-Betreiberpaar Batta die Eingangstür am 31. Mai abschloss und das Kapitel für sich beendete. Bereits vor der Corona-Zwangspause einigten sich die Battas mit Dominik Lodter über den Betreiberwechsel. Nun, nach 16 Monaten Wartezeit, endlich der Vollzug.

Riesige Resonanz auf Re-Opening

Am 19. August ging es dann wieder los und Lodter öffnete erstmalig wieder die Tür der PEITSCHE. „Ich hab damit gerechnet, dass unsere Stammgäste sich darüber freuen werden, aber mit einem solchen Feedback konnte niemand rechnen“, berichtet der junge Wirt der Alten Wirtschaft. „In den ersten Tagen mussten wir leider immer wieder einen Einlassstopp verhängen“, so Lodter. Gefühlt hat halb Osnabrück darauf gewartet, dass es endlich wieder rund geht am Heger
Tor. Schon unter dem vorherigen Betreiberpaar Batta stand Dominik Lodter hinter der Theke, kennt seine Gäste demnach bereits bestens. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gastronomen hatte der neue Chef der Altstadt-Kneipe übrigens keinerlei Probleme beim Rekrutieren seines Teams. Er musste nach eigenen Angaben „sogar einige vertrösten, die gern direkt wieder mit dabei gewesen wären.“ Und wenn Ex- Wirt Willy Batta und seine Frau Ulla doch noch eine Schicht lang mitwirken wollen, „sind
sie selbstverständlich jederzeit herzlich willkommen.“

In der Peitsche sind alle gleich!

Neben bekannten Gesichtern können sich die Gäste auch auf den gewohnt urigen Charme
der PEITSCHE freuen. „Wir haben bewusst nichts Grundlegendes
verändert, bloß hier und da das Mobiliar aufgehübscht und durch Retro-Blickfänge ergänzt“, verspricht der 40-jährige Wirt, der zuletzt in einem Skigebiet nahe der tschechischen Grenze als Gastronom aktiv war. Aufgewachsen ist Lodter allerdings direkt im Herzen der Friedensstadt – in Wurfweite zu seiner jetzigen Gastro-Heimat. Durch seine Zeit als Mitarbeiter in der PEITSCHE weiß er genau, was die Gäste erwarten: „Hier bei uns sind alle gleich. Handwerker*innen genauso wie Akademiker*innen, sämtliche Gesellschaftsschichten, mehrere Generationen. Für mich ging mit der Eröffnung ein Traum in Erfüllung!“ Getanzt wird (soweit es die Corona-Regeln zulassen) weiterhin zum besten Sound der 70er, 80er, der Neuen Deutschen Welle und ähnlichen Partyhits.

Erweitertes Weinangebot kommt an

Die Karte wurde etwas ergänzt: Ausgeschenkt werden Bitburger und „Bene Hell” vom Fass, aus der Flasche gibt’s auch Benediktiner Weißbier und natürlich Alkoholfreies. Erweitert wurde derweil das Weinangebot. „Wir wollen natürlich keine Weinbar werden, aber die ersten Öffnungstage habe gezeigt, dass die Nachfrage durchaus da ist“, sagt Lodter. Ein Grauburgunder und ein Müller Thurgau aus der Pfalz sowie ein Roter Primitivo aus Apulien stehen dauerhaft auf der Karte und werden stilecht im bauchigen Glas serviert. Es ist also doch nicht alles rustikal in der PEITSCHE.

News aus dem Klinikum Osnabrück

Herausragend und emotional
Olympiaarzt Dr. Casper Grim im TNI-Talk

Über vier Wochen verbrachte Dr. Casper Grim, Chefarzt für Orthopädie und Sportmedizin am Klinikum Osnabrück, in Tokio und begleitete die deutsche Olympiamannschaft als leitender Orthopäde. Wir haben mit dem 46-Jährigen über Karton-Betten, Überraschungen und über die Hitze in Japan gesprochen.

TNI: Wie sind Sie eigentlich Olympiaarzt geworden?

Priv.-Doz. Dr. C. Grim: Seit 2009 bin ich für den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) auf verschiedenen Sportgroßveranstaltungen, wie auch den World Games und den Olympischen Jugendspielen tätig. 2016 wurde ich dann erstmals als leitender Orthopäde für die deutsche Olympiamannschaft angefragt. Bei den olympischen Spielen in Tokio konnten wir nun in der bereits seit Rio etablierten Zusammensetzung des medizinischen Teams wiederum die Betreuung der Athleten sicherstellen.

An welches Ereignis der diesjährigen olympischen Spiele denken Sie am liebsten zurück?

In den vier Wochen vor Ort hat es unzählige Ereignisse und Situationen gegeben an die ich sehr gerne zurückdenke. Das eigentliche Ereignis jedoch sind die Spiele selbst an die ich trotz erschwerter coronabedingter Rahmenbedingungen in guter Erinnerung behalten werde.

Wie viel haben Sie vom sportlichen Event rückblickend tatsächlich mitbekommen?

Vom sportlichen Event selbst haben wir als medizinisches Team tatsächlich sehr viel mitbekommen. Durch die entsprechende Akkreditierung für den medizinischen Bereich haben wir uneingeschränkt Zugang gehabt und konnten unsere Arbeit wie auch bei anderen Olympischen Spielen oder Sportgroßveranstaltungen nahezu uneingeschränkt durchführen. Somit konnten wir dem Sport bei zahlreichen Events in der direkten Betreuungssituation an der Wettkampfstätte beiwohnen.

Welche Disziplin hat Sie am positivsten überrascht?

Die Leistungen der Athleten im Kanuslalom waren für mich besonders herausragend und emotional. Ich durfte die Athleten während ihrer Wettkämpfe betreuen. Viele aus dem Team kenne ich bereits von den Olympischen Spielen in Rio 2016. Nach dem Tod des Kanuslalomtrainers Stefan Henze 2016 hat mich der Gewinn der Goldmedaille von Ricarda Funk (seiner ehemaligen Athletin) ganz besonders gefreut.

Welche Disziplin liegt Ihnen besonders am Herzen?

Der Triathlonwettkampf liegt mir natürlich besonders am Herzen. Der Triathlon ist quasi meine „Heimatsportart“ und auch unterjährig betreue ich die Triathleten der deutschen Mannschaft als leitender Verbandsarzt.

Haben Sie auch etwas von den zahlreichen neuen Disziplinen mitbekommen?

Die Aufmerksamkeit für die neuen olympischen Sportarten Baseball/Softball, Karate, Skateboard, Sportklettern und Surfen war nicht nur in den Medien besonders groß. Bei einigen der genannten „neuen“ Sportarten und Events konnte ich selbst vor Ort die Athleten betreuen und somit einen guten Einblick in den „olympischen Auftritt“ gewinnen.

Sie waren auch bei den olympischen Spielen in Rio de Janeiro dabei – wie haben Sie sich auf die diesjährigen Spiele in Tokio vorbereitet?

Die medizinische Betreuung an sich funktioniert nach dem gleichen „Setup“. Für die Spiele in Tokio waren insbesondere die klimatischen Herausforderungen sehr groß. Hitze und Luftfeuchtigkeit haben den Athleten sehr stark zu schaffen gemacht. Auch von medizinischer Seite aus haben wir uns diesbezüglich bereits weit im Vorfeld hierzu Gedanken gemacht und unterschiedliche Strategien entwickelt in Bezug auf Kühlungsstrategien, Kühlmaterialien, Regenerationsmaßnahmen und eine adäquate Hitzeanpassungen.

Hatten Sie auch die Möglichkeit etwas von der Stadt zu sehen?

Aufgrund der Coronaeinschränkungen gab es keine Möglichkeit etwas von der Stadt zu sehen oder zum Sightseeing. Allerdings waren wir ja auch nicht zum Urlaub dort. Ich kenne Tokio bereits aus vorherigen Japanbesuchen. Tatsächlich war sehr schade, dass sich keine zusätzliche Möglichkeit ergeben hat die eigentliche Stadt näher zu erkunden. Dies bleibt wohl der Postcoronazeit vorbehalten.

Wie haben Sie in den „Karton-Betten“ im olympischen Dorf geschlafen?

Auf den „Karton-Betten“ und den zur Verfügung gestellten Matratzen, die in den Medien ja auch häufig angesprochen wurden, ließ es sich exzellent schlafen. Aus meiner Sicht haben die Veranstalter hier eine sehr gute und nachhaltige Lösung geschaffen. Die Qualität der Betten war ausgezeichnet und das Recycling von über 10.000 Betten im olympischen Dorf lässt sich mit „Karton-Betten“ sicherlich besser umsetzen als mit herkömmlichen Varianten.

VfL-Talk mit Cheftrainer Daniel Scherning

„Entscheidend sind die schwierigen Phasen“
THE NEW INSIDER im lila-weißen Talk mit Neu-Cheftrainer Daniel Scherning

THE NEW INSIDER: Wie groß war die Enttäuschung, dass der Saisonauftakt gegen den MSV Duisburg (aufgrund von Coronafällen beim Gegner) ins Wasser gefallen ist?

Daniel Scherning: Im ersten Moment war die Enttäuschung schon spürbar. Wir alle haben auf diesen Zeitpunkt hingearbeitet und ein Heimspiel zum Start vor Fans wäre schön gewesen. Nichtsdestotrotz müssen wir in der aktuellen Zeit einfach ständig mit so etwas rechnen. Wir haben das deshalb genauso schnell wieder abgehakt und uns auf Saarbrücken fokussiert.

In welcher Stimmungslage haben Sie den Verein nach dem Abstieg vorgefunden?

Ein Abstieg ist immer schwer zu verarbeiten. Man dreht jeden Stein um, die Beteiligten hinterfragen sich selbst und analysieren die Gründe genau. Unsere Aufgabe als neues Trainerteam war es, diese Energie ins Positive zu drehen. Wir haben mit den verbliebenen Spielern gesprochen und viele Neue hinzubekommen, die unvorbelastet ihre Aufgabe angenommen haben. Mittlerweile sind alle Blicke nach vorn gerichtet.

Was war aus Ihrer Sicht die positivste Erkenntnis aus der Saisonvorbereitung?

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Welche speziellen Team-Building-Maßnahmen haben Sie vorgenommen?

Ich bin kein großer Freund von ungewöhnlichen Maßnahmen. Wir haben im Trainingslager viel Zeit miteinander verbracht, eine Menge kommuniziert und versucht, den Jungs sämtliche elementaren Werte und Spielideen zu vermitteln. Ob das gefruchtet hat entscheidet sich auf dem Platz, vor allem in schwierigen Phasen.

Mit Andrew Wooten fällt ein wichtiger Neuzugang im Angriff zunächst aus. Wann rechnen Sie wieder mit ihm und wird dieser Ausfall Auswirkungen auf die Kaderplanung haben?

Ich denke, dass man seine Rückkehr eher in einigen Wochen als erst in Monaten zurückkehren wird. Bei einer Innenbandverletzung ist es schwierig eine seriöse, exakte Prognose zu stellen. Das werden wir frühestens dann können, wenn er wieder mit uns trainiert und Balldruck auf das Knie bekommt. Auf die Kaderplanung hat sein Ausfall keine direkte Auswirkung. Wir haben mit Heider, Higl, Simakala oder auch Bertram genug Optionen für die Spitze.

Haben Sie sich bereits mit der Stadt vertraut machen können und Ihren Lebensmittelpunkt hierher verlegt?

Mein Lebensmittelpunkt mit der Familie bleibt Paderborn, weil meine Familie dort lebt und meine Kinder dort zur Schule gehen. Aktuell bin ich noch auf der Suche nach einer Wohnung in Osnabrück. Aber mir ist es schon wichtig auch etwas von der Stadt mitzubekommen. Ich war schon in der Altstadt, mit meiner Frau und den Kindern im Zoo – für mehr war bislang wenig Zeit.

Wie bewerten Sie das DFB-Pokallos? Mit Werder Bremen kommt am 07. August ein harter, aber auch namhafter Brocken nach Osnabrück. Hoffentlich ebenfalls vor Fans.

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Der neue Mannschaftskapitän heißt Marc Heider. Im Mannschaftsrat sind darüber hinaus ausschließlich gestandene VfLer zu finden. Zufall?

Den Mannschaftsrat hat das Team selbst gewählt, insofern haben die Spieler selbst bestimmt, wer ihre Interessen vertreten soll. Dass mit Heider, Trapp, Kühn, Taffertshofer und Beermann darin ausschließlich erfahrene Osnabrücker vertreten sind, ist demnach nicht mein spezieller Wunsch gewesen. Ich halte nichts davon den Jungs vorzugeben, dass mindestens ein Neuzugang oder ein junger Spieler dabei sein muss.

Sie haben Timo Beermann angesprochen, auch er ist im Mannschaftsrat. Sind die Wechselgerüchte um ihn damit erledigt? Wie fest planen Sie mit ihm?

Die Wahl hat damit vordergründig nichts zu tun. Ich persönlich hab das Thema mehr oder weniger abgeschlossen. Von unserer Seite war ohnehin niemals gewollt, dass er den Verein verlässt. Ich habe mehrmals mit Timo über die Thematik gesprochen und habe nicht das Gefühl, dass er sich noch damit beschäftigt. Aber natürlich bin ich Realist genug zu wissen, dass auch zum Ende einer Transferperiode immer noch etwas passieren kann.

Wer sind aus Ihrer Sicht die Aufstiegsfavoriten? Und: Welche Rolle trauen Sie dem VfL zu?

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Das gesamte findet ihr an über 2.000 Verteilerstellen in Osnabrück und Umgebung sowie online hier.

„Ich hasse gleichmäßig und viel“

Kabarettist Serdar Somuncu im TNI-Promitalk

Serdar Somuncu ist der wohl aggressivste Kabarettist Deutschlands. Als Hassias tritt er am 29. August auf dem Hafensommer Osnabrück auf und verrät uns vorab im Interview was er am meisten hasst, wie er mit Vorurteilen umgeht und was er von unserer Friedensstadt hält. Kleiner Spoiler: Nicht wirklich viel.

THE NEW INSIDER: Du wirst auf dem Hafensommer Osnabrück dein neues Programm GröHaZ vorstellen. Was ist eigentlich ein Hassias?

Der Hassias ist das Oberhaupt der Hassistischen Gemeinde, einer Glaubensgemeinschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat flächendeckend zu beleidigen, um Toleranz durch Intoleranz zu verbreiten.

Und was hasst du am meisten und warum?

Ich hasse gleichmäßig und viel. Daher mache ich keine Unterschiede. Aber kleine Kinder, nervige Hintergrundmusik in Aufzügen und unerwartete Mahn- und Steuerbescheide können mich schon zur Weißglut treiben.

Wie würdest du deinen Humor in drei Worten beschreiben?

Kurz und knackig

Wie gehst du mit einem Publikum um, das deinen Humor bzw. deine Show nicht versteht?

Ich hasse es

Wie bewertest du die aktuelle Lage der Kultur? Was wurde während der Pandemie falsch gemacht?

Die Kultur ist am Boden. Die Politik hat viel zu spät auf den Ruin reagiert. Es hätte Möglichkeiten gegeben durch kluge Konzepte wenigstens einen Teil der Szene zu retten. Jetzt werden viel bei Null anfangen und am Ende nur die überleben, die vorher schon stark genug waren.

Was ist das größte Vorurteil mit dem du bisher konfrontiert worden bist und wie bist du damit umgegangen?

Es wird behauptet, ich sei ein sexistischer Rassist und würde mich selbst überhöhen. Ich musste den Kritikern recht gegeben. Das nächste Mal, werde ich mich nicht mehr dafür schämen. Es tut gut ein Arschloch ohne Reue zu sein.

Welche moralischen und ethischen Grenzen hat Satire deiner Meinung nach?

Wenn es persönlich wird und willkürlich verletzend, verliert Satire ihre Wirkung, die sie am besten in der Ironie entfaltet.

Welchen Bezug hast du zu Osnabrück?

Ich verstehe diese Stadt nicht. Sie kommt mir vor wie eine Missgeburt aus Bremen und Münster.

Wenn du einen Tag jemand anders sein könntest, wer wäre das und warum?

Ich wäre gerne Jesus. Weiß nicht warum.

Insider des Monats: Die Macher der Lambus-App

Insider des Monats: Anja Niehoff und Hans Knöchel von Lambus

Die All-in-One-Travelplattform „Lambus“ des gleichnamigen Osnabrücker Start-Ups wird bereits in knapp 40 Ländern genutzt und hat in der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“ sogar einen spendablen Investor überzeugen können. Warum es letztlich nicht zum Deal gekommen ist und noch viel mehr erzählen uns die zwei Teammitglieder Hans Knöchel (CEO) und Anja Niehoff (CPO).

THE NEW INSIDER: Wann und wie ist die Idee zu Lambus entstanden?

HANS KNÖCHEL: Vor Lambus habe ich knapp vier Jahre im Sillicon Valley in Kalifornien gearbeitet. Dort gibt es einfach so tolle Orte, die man unbedingt besuchen möchte. Meist hat sich aber gerade die Reiseplanung als sehr kompliziert und zeitaufwendig gestaltet. Also habe ich mich gefragt: Wie bekommt man es hin eine Plattform zu erstellen, die jeden Aspekt der Reiseplanung zusammenbringen kann?

Was bedeutet der Name „Lambus“?

Es ist tatsächlich ein Fantasiename, den ich mir überlegt habe, bevor es die App bzw. die Idee zu Lambus gab. Der Begriff wird weltweit identisch ausgesprochen werden und bringt keine Probleme bei der Rechtschreibung mit sich.

Was kann eure „All-in-One-Reiseplattform“?

ANJA NIEHOFF: Von der Inspiration, über die Hotel- und Flugbuchung bis hin zur Auswahl von Aktivitäten hat man quasi mehrere Anbieter in einer App gebündelt. Außerdem kann jeder Nutzer alleine, mit Freunden oder der Familie gemeinsamen einen Urlaub planen und die Kosten auflisten und aufteilen, sodass jeder
Teilnehmer involviert ist. So können natürlich Unterkünfte, Transportmittel oder z.B. Touren über Anbieter wie Airbnb oder GetYourGuide entdeckt und direkt gebucht werden.

Im Appstore/Playstore und Web gibt es eine Vielzahl digitaler Reiseführer – was ist euer entscheidender Vorteil?

Wir haben das Rad natürlich nicht neu erfunden. Es geht uns darum verschiedene Anbieter und Prozesse zusammenzubringen. Daher arbeiten wir beispielsweise auch mit „Urlaubsguru“ zusammen und sehen diesen somit nicht als Konkurrenten, sondern Partner an.

HANS: Lambus fokussiert sich auf die Planung und bietet eine User-Journey, die alle User von vorne bis hinten bedienen können. Es kann sogar als kleines Reisetagebuch genutzt werden.

Im Mai habt ihr euer Startup bei „Die Höhle der Löwen“ auf VOX vorgestellt: Wie habt ihr dieses Ereignis erlebt?

ANJA: Es war schon eine Erfahrung fürs Leben. Von der Bewerbung bis zum Bewerbungsvideo und dem gesamten Auftritt im Fernsehen und der Zeit danach.

In der Sendung habt ihr einen Investorendeal ergattert – der im Nachgang jedoch geplatzt ist. Wie kam es zu dieser Wendung?

HANS: Carsten Maschmeyer wollte definitiv in unser Start-Up investieren und der Vertrag lag uns auch vor. Wir haben uns jedoch dagegen entschieden, da wir die zweite Welle im Herbst 2020 erahnt haben. Es wäre schade gewesen, die versprochenen 500.000 Euro in unser Unternehmen zu investieren, in einer Zeit, die für das Thema Reisen so unsicher war. Das hätte sich 2020 für uns wirtschaftlich einfach nicht gelohnt. Herr Maschmeyer hat diese Entscheidung zu 100 Prozent verstanden und wir sind auch weiterhin in gutem Kontakt mit ihm.

Was hat sich seit der Ausstrahlung geändert? Die Show war doch sicher eine ausgezeichnete Werbung.

ANJA: Die Show hatte natürlich einen unglaublichen Marketing-Effekt. Erfreulicherweise haben sich auch potentielle Partner gemeldet

HANS: Auch die Downloadzahlen sind immens gestiegen. Wir sind mittlerweile in knapp 40 Ländern aktiv und 60 Prozent der Nutzer kommen nicht aus Deutschland.

Lambus wurde weit vor der Corona-Krise gelauncht – was für einen Einfluss hatte die Pandemie darauf

HANS: Wir sind tatsächlich trotz Corona rein organisch, also ohne Marketingbudget, von 40.000 auf knapp 150.000 Nutzern gewachsen. Denn wir haben mit der App zeigen können, wie es „nach“ Corona weitergehen könnte. Das heißt viele haben sich inspirieren lassen, ihre Reise schon vorab geplant und in die „virtuelle Schublade“ gepackt.

Welche/s Stadt/Land wolltet ihr schon immer mal besuchen?

HANS: Auf jeden Fall Kanada, weil ich ein großer Naturfan bin. Daher finde ich den Südosten von Russland auch spannend, da gibt es teilweise ein paar wilde Ecken, die bei Touristen noch relativ unbekannt sind.

ANJA: Ich könnte mich gar nicht wirklich entscheiden. Am liebsten würde ich eine ganze Weltreise machen. Egal ob Berge, Strand oder Citytrip.

News aus dem Klinikum Osnabrück

Start nach Maß
Junger Syrer absolviert Berufsanerkennung und Einarbeitung auf der Stroke Unit

Trotz Corona hat der 28-jährige Toama Toama aus Aleppo in Syrien es in der Pandemie nicht nur geschafft, innerhalb weniger Monate seinen Berufsabschluss als Gesundheits- und Krankenpfleger im Klinikum Osnabrück anerkennen zu lassen, sondern er hat gleich noch die Einarbeitung auf der überregionalen Stroke Unit erfolgreich beendet. „Wir haben schon vielfach Menschen bei uns integriert, die neu nach Deutschland gekommen sind und es auch gleich geschafft haben, ihre Berufsabschlüsse anerkennen zu lassen – aber es ist das erste Mal vorgekommen, dass einer von ihnen direkt auf einer Intermediate Care Einheit sowie auf der Stroke Unit gestartet ist und es dort geschafft hat“, freut sich Pflegedienstleiter Oliver Geers. Und das nächste Ziel hat Toama Toama bereits im Auge: Im Herbst steigt er in die Fachweiterbildung für die Pflege auf Stroke Units ein, die von der Akademie erstmals angeboten wird. Damit gehört er zu den speziell für die Schlaganfallversorgung ausgebildeten Pflegefachkräften.

Flucht vor dem Bürgerkrieg

Der junge Mann arbeitet auf der Station 19.1 der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation des Klinikums, in der hauptsächlich Patienten mit Schlaganfällen versorgt werden. Toama Toama freut sich über den guten Start in Osnabrück. Ihm ist anzumerken, wie froh er darüber ist, dass es im Klinikum so gut läuft. „Ich habe tolle Kollegen und fühle mich sehr wohl in unserem Team“, sagt der junge Mann. Toama Toama hat, wie er berichtet, in Syrien ein Krankenpflegestudium absolviert, bevor er am 9. September 2015 vor dem Bürgerkrieg aus seiner Heimat geflohen ist. „Ich wollte nach Deutschland, weil hier Arbeitskräfte gesucht werden und gute Chancen bestehen.“ Sieben Tage lang sei er unterwegs gewesen, über die Türkei, Griechenland, die Balkanländer und Österreich, bevor er bei uns angekommen ist. „Ich war erst in Flensburg, wo ich meine Sprachkurse absolviert und dann erst in einem Freiwilligen Sozialen Jahr und später noch in einem Praktikum in Krankenhäusern gearbeitet habe. Ich habe aber in Schleswig-Holstein keine Möglichkeit gefunden, meinen Berufsabschluss anerkennen zu lassen – deswegen habe ich auf einen Rat eine Anfrage ans Klinikum gerichtet und dann ging alles ganz schnell.“

Anspruchsvolles Programm

Die Pflegedienstleitung habe sich innerhalb weniger Stunden zurückgemeldet, erinnert sich der junge Mann „Es war ein anspruchsvolles Programm, das Toama Toama absolviert hat, da er gleichzeitig weitere sprachliche Kompetenzen erwerben, sich im Stationsteam einfinden und sich inhaltlich in das Themengebiet einarbeiten musste“, erklärt Sabrina Schwigon, die auch sonst Auszubildende in der Pflege auf der Station anleitet. „Aber wir haben gezielt darauf hingearbeitet, dass er das Pensum schafft und das hat ja trotz aller weiteren Erschwernisse durch die Pandemie auch gut geklappt. Trotz der hohen Arbeitsbelastung auf der Station und der vielen Notfälle habe ich mit Toama kontinuierlich an unserem Einarbeitungskonzept gearbeitet.“ Sabine Brinkmann lobt, wie sich der neue Mitarbeiter ins Team integriert hat. „Er hat sich durch sein freundliches Auftreten gleich von Anfang an sehr gut bei uns eingefunden. Außerdem ist er hochmotiviert und geht so engagiert, hilfsbereit und verantwortungsbewusst mit den Patienten um, dass auch seine Arbeitsleistung gleich auf Anerkennung gestoßen ist.“ Nach Meinung seiner Vorgesetzten hat der junge Mann einen Start nach Maß im Klinikum hingelegt. Etwas schade sei bloß, dass das Team bisher keine Gelegenheit hatte, sich über die Arbeit hinaus kennenzulernen, da wegen der Corona-Maßnahmen viele Aktivitäten im letzten Jahr ausfallen mussten, so wie beispielsweise die jährliche Weihnachtsfeier. Toama Toama gehört jetzt seit mehr als einem Jahr zum Team des Klinikums. Er hat zunächst in einer Übergangswohnung gelebt, die das Krankenhaus für neue Mitarbeiter bereithält. „Mittlerweile habe ich eine eigene Wohnung gefunden, von der aus es nicht weit zum Klinikum ist“, berichtet er. Von Osnabrück hat er noch keine Meinung – mangels Gelegenheit: „Ich gehe viel spazieren und habe mir natürlich die Stadt schon angesehen – aber so richtig kennenlernen konnte ich sie ja noch nicht.“

Foto: Guter Start auf der Station 19.1. (von links oben): Toama Toama, Oliver Geers, Sabrina Schwigon und Sabine Brinkmann. Fotograf: Jens Lintel

Alli Neumann im TNI-Promitalk

„Osnabrück ist total underrated!“

TNI-Talk mit Alli Neumann

Vom 21. Juli bis zum 14. August findet die Rosenhof Summer Stage statt – die Schauspielerin und Sängerin Alli Neumann ist, neben KünstlerInnen wie Lotte, Nura und Megaloh, u.a. ein Teil der Konzertreihe, das dieses Jahr an den Genusshöfen in Osnabrück stattfindet. Im September 2019 trat sie auf dem deutschen Ableger des amerikanischen Musikfestivals Lollapalooza auf. Im selben Jahr nahm sie mit Trettmann den Song „Zeit steht auf“, mit dem sie erstmals die Charts eroberte. Im TNI-Talk verrät Alli uns wo es die besten russischen Pelmeni in Osnabrück zu kaufen gibt, wie sie die Corona-Zwangspause genutzt hat und was sie von der öffentlichen Pride-Debatte im Rahmen der Fußball-EM hält.

THE NEW INSIDER: Hey Alli, wir freuen uns dich am 14. August bei der Rosenhof SummerStage in Osnabrück begrüßen zu dürfen. Konntest du bereits wieder live auftreten?
Alli Neumann:
Unser neues Album ist fast fertig und es wirklich schön endlich mal wieder rauszukommen und spielen zu dürfen. Ich habe eineinhalb Jahre ein etwas anderes Leben geführt, da ich Teil eines Filmprojektes war. Jetzt kann ich aber endlich wieder in mein altes Ich zurückkehren – zurück auf die Bühne. Ich durfte bisher ein paar Sessions spielen, aber noch nicht vor einem großen Publikum. Deshalb freue ich mich erstrecht auf die Zeit, die jetzt kommt.

Hast du eine persönliche Verbindung zu Osnabrück?
Ich liebe Osnabrück – ganz viele ehemalige Bandmitglieder kommen aus der Friedensstadt, da man bei euch ja auch Musik studieren kann. Deshalb haben wir auch ganz oft dort geprobt. Am Attersee ist es super schön und der Flohmarkt bei Coppenrath und Wiese ist mein Lieblingsflohmarkt. (lacht) Und an der Halle Gartlage gibt es beim Trödelmarkt immer so leckere russische Pelmeni! Ich könnte eine Führung anbieten, da ich die Stadt auswendig kenne. Osnabrück ist total underrated.

Was hat die Corona-Zwangspause bei dir ausgelöst? 
Natürlich macht man sich einen Kopf. Ich wünsche mir, dass ich weiterhin die Chance bekomme das zu tun was ich liebe. Ich hoffe, dass sich weiterhin Fans finden, die diese relativ spezielle musikalische Reise mit uns durchmachen. Die Ruhe tat aber auch mal ganz gut. Da ist mir klar geworden, was ich wirklich will und wohin ich musikalisch und persönlich noch hinarbeiten möchte.

[…]

Deine Singles mit Trettmann & Kitschkrieg sind einigermaßen durch die Decke gegangen. Sind in ähnlicher Richtung weitere Zusammenarbeiten geplant?
Das darf ich noch nicht verraten! Aber es sind grundsätzlich in nächster Zeit noch weitere Features – mit wem auch immer – geplant ;-).

Wie stehst du zur aktuellen Kampagne #deutschrapmetoo? Musstest du ähnliche Erfahrungen mit Sexismus und/oder Übergriffigkeiten im Musikbusiness machen?
Schlechte Erfahrungen habe ich im musikalischen Kontext zum Glück nicht machen müssen. Bis jetzt hatte ich aber auch wenig mit Hip Hop bzw. mit der Gangsterrap-Szene zu tun. Man bekommt so etwas aber schon durch andere mit. Insofern wurde es längst Zeit, dass das an die Öffentlichkeit kommt. Es gibt jedoch auch in der Filmindustrie und anderen Musikgenres einiges aufzuarbeiten. #deutschrapmetoo ist erst der Anfang. Ich wünsche den Frauen, die gerade den Mut haben über ihre Erlebnisse zu sprechen, egal ob im Fernsehen oder auf Instagram, ganz viel Kraft.

Im Zuge der Fußball-EM kommt auch die Pride-Thematik wieder an die breite Öffentlichkeit. Kann das endlich den Durchbruch bringen? Kommen wir als Gesellschaft voran, was Toleranz und Miteinander angeht?

[…]

Das ganze Interview findet ihr in unserer Print-Ausgabe an über 2.000 Verteilerstellen in Osnabrück und Umgebung und online hier.

Fotos: Clara Nebeling

News aus dem Klinikum Osnabrück

Klinikum etabliert Neuromedizinisches Zentrum auf universitärem Niveau

Das Klinikum Osnabrück stellt sich im Bereich der Neuromedizin neu auf. Dabei verstärken international anerkannte Experten die Chefarztriege. Das Neuromedizinische Zentrum wird sich aus einer Sektion und drei Spezialkliniken für neurologische Erkrankungen zusammensetzen, um der zunehmenden fachlichen Spezialanforderungen innerhalb der Neurologie gerecht zu werden. Das Leitungsteam besteht aus international anerkannten Experten. Mit Prof. Dr. Rainer Dziewas konnte bereits im vergangenen Jahr ein ausgewiesener Experte für Schlaganfallversorgung, Schluckstörungen, neurovaskuläre Erkrankungen und die neurologische Intensivmedizin für das Klinikum gewonnen werden. Seit Oktober 2020 leitet dieser gemeinsam mit Prof. Dr. Florian Stögbauer die Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation. Zukünftig wird die Klinik innerhalb des Zentrums für Neuromedizin geführt. Neben Prof. Dziewas wird mit Zentrumsgründung Prof. Dr. Tobias Warnecke den Bereich der Bewegungsstörungen, Demenzen und andere neurodegenerative Erkrankungen als Chefarzt leiten und das Parkinsonnetz Osnabrücker Land ausbauen. Prof. Warnecke besitzt international anerkannte wissenschaftliche Expertise auf dem Fachgebiet der Parkinson-Syndrome, Bewegungsstörungen, neurogenen Dysphagie sowie Neurogastroenterologie und verfügt über eine mehrjährige Erfahrung in Leitungspositionen sowie eine damit einhergehende Führungs und Ausbildungserfahrung und eine mehrjährige universitäre Lehrtätigkeit am Universitätsklinikum in Münster. Als weiterer neuer Chefarzt wird Priv.-Doz. Dr. Christoph Kellinghaus innerhalb des Neuromedizinischen Zentrums die allgemeine Neurologie und die ambulanten neurologischen Einrichtungen (Medizinisches Zentrum für Erwachsene mit Behinderung und das Medizinische Versorgungszentrum) steuern. Darüber hinaus leitet Kellinghaus das Epilepsiezentrum Münster-Osnabrück. Der Leitende Arzt, Dr. Philipp Küpper, wird die Bereiche Neurologische Frührehabilitation und Rehabilitation sowie das Management und Controlling des Zentrums übernehmen. Prof. Dr. Florian Stögbauer, der seit dem Jahr 2005 als Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Frührehabilitation verantwortlich ist, wird mit Gründung des Neuromedizinischen Zentrums und Antritt von Prof. Warnecke in beratender Funktion tätig sein, die neurologische Privatambulanz weiterführen und weiterhin die Medizinstrategie im Klinikum Osnabrück leiten. Die überregionale Bedeutung der Akut Neuromedizin am Klinikum Finkenhügel führt neben der Zuweisung von vielen Schlaganfallerkrankten auch immer häufiger zur Aufnahme von Patienten und Patientinnen mit Hirntumoren und anderen akuten Hirnerkrankungen, die wegen einer bedrohlichen Druckentwicklung im Schädelinnenraum oder wegen der Gefährdung wichtiger Hirnfunktionen einer dringlichen Operation durch den Neurochirurgen bedürfen. Aus diesem Grund wird die Klinik für Neurochirurgie ab dem 1. Juli 2021 von Univ.-Prof. Dr. Dr. Walter Stummer chefärztlich geleitet und die Patientenversorgung auf universitärem Niveau fortgeführt. Prof. Stummer ist seit dem Jahr 2009 Direktor der Neurochirurgie am Universitätsklinikum Münster (UKM) und wird zukünftig zusätzlich im Klinikum Osnabrück tätig sein. „Der Aufsichtsrat der Klinikum Osnabrück GmbH ist davon überzeugt, dass die Gründung des Neuromedizinischen
Zentrums am Klinikum eine strategisch wichtige Entscheidung ist, um den stetig steigenden Behandlungsansprüchen bei neurologischen Erkrankungen gerecht zu werden“, sagt Aufsichtsratschef Dr. Fritz Brickwedde. Auch die Klinikums-Geschäftsführer Frans Blok und Rudolf Küster betonen, dass die Patientenversorgung auf universitärem Niveau von immenser Bedeutung für das Klinikum ist. „Wir sind stolz, dass wir international renommierte Experten für unser Krankenhaus gewinnen konnten. Gleichzeitig freuen wir uns, dass wir mit allen Chefärzten eine Organisationsstruktur im Neuromedizinischen Zentrum aufbauen können, die zukunftsweisend ist“, so Blok und Küster in einem gemeinsamen Statement. Anfang 2019 wurde die Schlaganfalleinheit am Klinikum Osnabrück vom Landesministerium als spezialisiertes Zentrum ausgezeichnet (nur drei in ganz Niedersachsen). Das Klinikum verfügt über das höchste Zertifikat der Deutschen Schlaganfallgesellschaft und zählt deutschlandweit zu den größten Zentren dieser Art. Prof. Dr. Dieter Lüttje: „Das neue Neuromedizinisches Zentrum bedeutet auch langjährig
gelebte und zertifizierte Qualität, ambulant, akutstationär und frührehabilitativ regional und überregional vernetzt. Wir streben einen Schwerpunkt für die Zukunft an, der von der Nordseeküste bis nach NRW reicht. Wir haben die Expertise und Spezialisten gebündelt, sodass wir uns noch breiter aufstellen können.“

Foto v.li: Dr. Fritz Brickwedde, Prof. Dr. Tobias Warnecke, Prof. Dr. Dieter Lüttje, Privat-Dozent Dr. Christoph Kellinghaus, Frans Blok, Prof. Dr. Rainer Dziewas, Rudolf Küster, Prof. Dr. Walter Stummer