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Wohin führt der Kebap-Hype?

Fast 40 Dönerläden im Stadtgebiet

Der Trend ist nicht ganz neu. Trotzdem könnte man angesichts der aktuellen Entwicklung meinen, Osnabrück hätte den Döner gerade erst entdeckt. Fast 40 (!) solcher Gewerbe sind mittlerweile im Stadtgebiet zu finden. Eine solche Dichte gab es noch nie. Wenn im hiesigen Einzelhandel wieder mal ein Geschäft aufgeben muss, steht der nächste Bewerber mit türkischen Spezialitäten zumeist schon bereit. So eröffnet am Neumarkt bald ein Osnabrücker Betreiber das „030“ neben dem alteingesessenen „Beykebap“. Im Zauberwürfel wird Mangal-Döner by Lukas Podolski einziehen und die Gastro-Fläche im Hotel Prize by Radisson in der Johannisstraße werden „The Döner Brothers“ bald mit einem Restaurant nutzen. Da darf man schon mal fragen: Wie viel Döner kann eine Stadt eigentlich vertragen?

ALS DEN DÖNER NIEMAND KANNTE

„Manchmal muss ich auch mit dem Kopf schütteln“, erzählt Davud Kücükugurlu, wenn er über die aktuelle Situation spricht. Der Besitzer des „Zum Drehspieß“ am Neumarkt ist dort seit 10 Jahren ansässig. Zuvor hatte sein Vater den Anatolia-Grill am Petersburger Wall betrieben. Dem Klischee, alle Betreiber würden sich untereinander kennen, wären befreundet oder verwandt, widerspricht er: „Nein. Einige kennt man zwar, aber es ist nicht so, dass wir eine große Döner-Familie sind.“

Das bestätigt auch Ali Metin gegenüber TNI. Der Besitzer des Alibaba am Adolf-Reichwein-Platz muss es wissen: Seit 1989 (!) ist er am selben Standort. Er hat noch gute Erinnerungen an den Start: „Damals standen die Leute noch ungläubig in Schlangen vor meinem Laden und meinten: Was macht der denn da?“, erzählt der 63-Jährige heute mit einem Lachen. Auch er sieht die Schwämme von neuen Geschäften eher kritisch. „Naja, gut für unser Image ist es sicher nicht, wenn es immer heißt: Ah klar – schon wieder ein neuer Dönerladen!“

Die komplette Story könnt ihr in der Print- und Online-Ausgabe nachlesen!

Im Test: Padel-Locations in Osnabrück

Wo spielt es sich am besten?

Padel ist längst mehr als eine Trendsportart aus Spanien. Auch in und um Osnabrück schießen etliche neue Locations wie Pilze aus dem Boden. Dieser Boom ist uns einen Vergleich wert: Passend zur anstehenden kälteren Jahreszeit haben wir Indoor-Anlagen in der Region unter die Lupe genommen: Mit dabei sind Racket Republic (Fledder), Osnabrücker Padel-Club (Sonnenhügel), Racket Sport Park (Hellern) und Doppio (Ibbenbüren). In unserem Test haben wir verschiedene Kriterien geprüft: Neben dem Preis für eine Stunde Spielzeit spielten auch die Anzahl der Courts, Verfügbarkeit, Court-Beschaffenheit, Duschen & Umkleiden sowie Kosten für Leihschläger und Bälle eine Rolle.

Alle sind Hansefit-Partner (jetzt Epassi)
Die günstigste Stunde (Padel spielt man im Normalfall zu viert und 60, 90 oder 120 Minuten) bot uns der Racket Sport Park in Hellern mit 24 Euro in der am stärksten nachgefragten „Prime Time“ an. Beim Osnabrücker Padel Club und dem Doppio werden dagegen 40 Euro fällig, bei Racket Republic im Stadtteil Fledder sind es 36 Euro. Die Buchung der Plätze ist bei den letztgenannten Anbietern ausschließlich über die Playtomic-App möglich, in Hellern geht es über die Homepage oder telefonisch. Das Gute: Alle vier Locations sind Hansefit-Partner (jetzt Epassi), sodass Mitglieder dort eine Stunde täglich freispielen können und es anteilig gutgeschrieben bekommen. Gerade für Vielspieler ist das ein spürbarer finanzieller Vorteil. Beim aktuellen Padel-Boom ist natürlich auch die Verfügbarkeit und damit das Angebot entscheidend. Mit vier Doppel- und zwei Einzelcourts hat Racket Republic hier die Nase vorn. Im jüngst renovierten Sportcampus am Bürgerpark am Sonnenhügel wurden neben die zwei Tennisplätze zwei Einzel- und zwei Doppel-Padel-Plätze gebaut. Doppio in Ibbenbüren überzeugt ebenfalls mit vier modernen Indoor-Courts. In Hellern im Racket Sport Park gibt es lediglich einen Platz – dort wird außerdem noch Tennis, Badminton sowie Touchtennis angeboten.

Den gesamten Test und das Fazit könnt ihr in der Print- und Online-Ausgabe nachlesen!

Saisonauftakt Panthers: Interview mit Jill Lorent

„WIR WOLLEN SPASS HABEN und GEWINNEN“

Neue Stadt, neues Land, neues Team, neue Liga: Jill Lorent ist die neue Trainerin der GiroLive Panthers und startet mit ihrem Team am 04. Oktober mit einem Heimspiel gegen Saarlouis in die DBBL-Saison. Für die Belgierin ist es die erste Station im Ausland. Im Gespräch mit TNI erzählt die 39-Jährige von ihren Zielen, der WM in Deutschland und ihrer Trainer-Philosophie.

THE NEW INSIDER: Hallo Jill, am 04. Oktober startest du mit den Panthers in die neue Saison. Wie zufrieden bist du mit der Vorbereitung?

JILL LORENT: Insgesamt bin ich zufrieden. Wir hatten ein paar ärgerliche Verletzungen und mussten teilweise Spielerinnen ersetzen. Ein so großer personeller Umbruch braucht natürlich etwas Zeit. Gerade im Zusammenspiel und dabei, die richtigen Würfe zu finden, müssen wir noch besser werden. Aber wir arbeiten daran.

Wie bist überhaupt zu den Panthers gekommen?

Der erste Kontakt kam über das OSC-Management und meine Agentur. Sie haben mich mit dem Verein und dem Team zusammengebracht. Für mich war das eine interessante Möglichkeit. Ich wollte zuerst verstehen, wo ich hinkomme, wie der Verein arbeitet und welche Vorstellungen hier vorhanden sind.

Wie gut kanntest du die deutsche Damen-Basketball-Bundesliga?

Ich hatte schon mit verschiedenen Teams und der belgischen Nationalmannschaft gearbeitet und Kontakt zu deutschen Mannschaften, aber die Liga hier kannte ich ehrlicherweise nicht so gut.

Du wechselst außerdem vom Männer- zum Damen-Basketball. Was ist der größte Unterschied?

Ich sehe keinen riesigen Unterschied. Männer-Basketball ist vielleicht etwas körperlicher. Bei den Damen geht es vielleicht eher um Ausführung und Zusammenspiel. Aber am Ende ist beides Basketball.

Was für eine Philosophie verfolgst du als Trainerin?

Ich möchte den Spielerinnen klare Leitlinien geben, ihnen aber innerhalb dieses Rahmens auch Freiheiten lassen. Ich mag es nicht, wenn Spielerinnen einfach nur meine Anweisungen ausführen. Sie sollen das Spiel lesen und selbst erkennen, wo der Gegner Schwächen hat. Wenn meine Spielerinnen eine Lösung sehen, sollen sie sie auch nutzen. Meine Aufgabe ist es, ihnen dafür die richtigen Werkzeuge zu geben.

Das gesamte Interview könnt ihr in der Print- und Online-Ausgabe nachlesen!

Herbstjahrmarkt in Osnabrück

Von Riesenrad bis Wildwasserspaß

Lichter, Musik, Fahrgeschäfte und dieser ganz spezielle Mix aus Schmalzkuchen, Langos und Herbstluft: Vom 30. Oktober bis 08. November ist wieder Herbstjahrmarkt an der Halle Gartlage in Osnabrück. Zehn Tage lang wird gedreht, geschaukelt, geschlemmt und einfach ein bisschen Alltag gegen Jahrmarkt getauscht.

Rund 120 Karussells mit und ohne Adrenalin-Kick
Rund 120 Geschäfte sind dabei, darunter 15 große Anlagen und zehn Kinderfahrgeschäfte. Riesenrad, Break Dance, Musik Express, Autoscooter und weitere Attraktionen sorgen dafür, dass sowohl Adrenalin-Fans als auch entspanntere Besucher auf ihre Kosten kommen. Wer lieber mit Blick über den Platz unterwegs ist, dreht eine Runde im Riesenrad, wer’s schneller mag, findet genug Möglichkeiten für den nächsten Adrenalinkick. Und für die Jüngeren gibt’s natürlich ebenfalls reichlich zu tun: Entenangeln, Ringwerfen, Ballwerfen, Trampolinspringen und Kinder-Kettenflieger gehören ebenso dazu wie der Wildwasserspaß, bei dem man in großen Bällen übers Wasser läuft.

Riesiges Food-Angebot
Dazwischen bleibt genug Zeit für den klassischen Jahrmarktbummel: hier eine Runde fahren, dort etwas ausprobieren, kurz zuschauen – und irgendwann doch wieder an einem der vielen Stände hängenbleiben. Genau diese Mischung aus Tempo, Spielen, Essen und „komm, eine Runde noch“ macht den Herbstjahrmarkt eben aus.
Und ja: Hunger mitbringen lohnt sich. Korean Fried Chicken, Langos, Burger, Falafel, Corndogs, Kartoffel-Spezialitäten, Pizza oder Pasta aus dem Käselaib stehen auf der herzhaften Seite. Wer danach noch kann, macht mit Waffeln, Churros, Schmalzkuchen, Crêpes, Slush- oder Softeis weiter. Jahrmarkt eben. Und weil man sowieso selten nur „mal eben kurz“ über den Platz geht, dürfte genug Zeit zum Durchprobieren bleiben.

Brillant-Feuerwerk zum Start
Los geht’s am Freitag, 30. Oktober, um 15 Uhr. Zum Start gibt es 30 Minuten Freifahrten. Freitags steht ein Brillant-Feuerwerk am Abend auf dem Programm, mittwochs ist Familientag. Und am Donnerstag sind von 16 bis 18 Uhr beim Kindheitshelden-Tag verkleidete Darsteller als Spinnenjunge, Dunkler Held, Schneekönigin und Eisprinzessin auf dem Gelände unterwegs. Ein guter Termin für Familien und für alle, die ohnehin schon immer mal ein Foto mit ihrem Kindheitshelden wollten.

Geöffnet ist montags bis donnerstags von 15 bis 22 Uhr, freitags bis 23 Uhr, samstags von 14 bis 23 Uhr und sonntags von 14 bis 22 Uhr. Parken auf der Wiese an der Halle Gartlage ist kostenlos.
Mehr Infos: www.osnabrück-erleben.de

Tankkarten-Diebe: Betrugs-Skandal in Osnabrück

Dreiste Tankkarten-Diebe unterwegs

Eine gestohlene Firmen-Tankkarte, mehrere Video-Aufnahmen der Täter und ein Schaden von rund 10.000 Euro. Was Peter S. (Name geändert) in den vergangenen Wochen in Osnabrück-Hellern erlebt hat, ist ein wahrer Krimi und verleiht dem Delikt „Tank-Betrug“ eine ganz neue Dimension.

Aber der Reihe nach: Als der Osnabrücker Arbeitnehmer Ende Juli den Diebstahl seiner DKV-Tankkarte, die er in seinem Firmenauto aufbewahrt hatte, bemerkt, ist es schon zu spät: In den vergangenen 48 Stunden haben Unbekannte an drei Tankstellen in Osnabrück, Hagen a.T.W. und Bünde Kraftstoff in Höhe von rund 10.000 Euro auf die Rechnung seiner Firma getankt. Wie die Täter an seine PIN gelangt sind, ist unklar. Er meldet den Vorfall der Polizei, die ihn zunächst bittet, eine Online-Anzeige aufzugeben. Doch Peter S. weiß, dass die Zeit drängt, denn Aufzeichnungen von Überwachungskameras müssen laut Datenschutzaufsicht bereits nach 72 Stunden gelöscht werden. Deshalb beginnt er parallel, auf eigene Faust zu ermitteln. Über seine Karten-Abrechnungen mit den Orten und genauen Uhrzeiten der Taten verschafft er sich eine Kopie der Videoaufzeichnungen.

TÄTER AUF VIDEO ZU ERKENNEN

Das Szenario auf den Bildern, das auch unserer Redaktion vorliegt, erschüttert ihn. Bei einer Sequenz steigen nacheinander Personen aus Fahrzeugen und betanken ihre Autos mit seiner Karte. An einer SB-Tankstelle in Osnabrück das gleiche Spiel. Ein Mann hält die Karte vor den Zahlungs-Terminal, während eine Frau aussteigt und ihren Wagen volltankt. Das Erstaunliche: Auf den Aufnahmen sind die meisten Personen samt Kfz-Kennzeichen ihrer Autos gut zu erkennen – offensichtlich fühlen sie sich sicher. Dass viele davon OS-Nummernschilder haben, zeigt, dass die Täter aus der Region kommen und es sich offensichtlich um ein kriminelles und regionales Netzwerk handelt. Peter S. übergibt die Videoaufzeichnungen und weitere Beweise der Polizei, die daraufhin noch gezielter Ermittlungen kann.

Die komplette Story könnt ihr in der Print- und Online-Ausgabe nachlesen!

Interview mit Content-Creator Umut Öter alias „Umudi“

„Ich möchte weltweit bekannt werden“

Ob Döner, Imbiss oder Hofcafé – wenn Umut Öter einen Gastro-Spot besucht, schauen inzwischen Hunderttausende zu. Unter seinem Künstlernamen „Umudi“ hat sich der Osnabrücker innerhalb weniger Jahre zum bekanntesten Food-Creator der Region entwickelt. Was einst als Hobby auf Twitch begann, ist heute sein Beruf. Im Gespräch mit THE NEW INSIDER spricht der 37-Jährige über seine Anfänge, harte Arbeit, Rückschläge und warum Authentizität für ihn wichtiger ist als Reichweite.

THE NEW INSIDER: Umut, wo und wann hat deine Reise zum Food-Influencer angefangen?

UMUT ÖTER: Angefangen hat alles 2019 mit Live-Streams auf Twitch. Ich habe dort hauptsächlich gezockt. Ein Freund hat mich damals darauf aufmerksam gemacht und meinte: „Probier das mal aus.“ Ich fand die Idee spannend, aber es ging nie darum, schnell Geld zu verdienen oder berühmt zu werden.

Wie wurde aus Gaming- dann Food-Content?

Während meiner Twitch-Zeit habe ich angefangen, längere Vlogs für YouTube zu drehen. Dabei war ich viel unterwegs und habe erste Kontakte zur Gastronomie geknüpft. Irgendwann habe ich bei amerikanischen Content Creators gesehen, wie sie ihre langen Videos in kurze, knackige Clips für Instagram umgewandelt haben. Also dachte ich: „Warum nicht einfach ausprobieren?“ Das kam in Osnabrück unglaublich gut an.

Warst du ein Trendsetter?

Ja, zumindest hatte ich damals das Gefühl. (lacht) Es gab kaum jemanden, der Restaurants auf diese Weise vorgestellt hat. Die Resonanz war riesig. Innerhalb von zwei Jahren ist meine Community von 900 auf über 60.000 Follower gewachsen.

Das gesamte Interview könnt ihr in der Print- und Online-Ausgabe nachlesen!

Wer gewinnt die OB-Wahl in Osnabrück?

Fünf Fragen an die Kandidaten

Acht statt bislang fünf Jahre wird das künftige Stadtoberhaupt in der Friedensstadt im Amt bleiben. Bei der Kommunalwahl am 13. September wählen die Osnabrückerinnen und Osnabrücker neben einem neuen Stadtrat auch einen Oberbürgermeister oder eine Oberbürgermeisterin. Eine mögliche Stichwahl ist für den 27. September angesetzt. Doch welche Ideen haben die sechs Kandidatinnen und Kandidaten? Und wofür wollen sie sich starkmachen? THE NEW INSIDER hat alle sechs Anwärter mit fünf Fragen konfrontiert und um kurze, klare Antworten gebeten.

Folgende Fragen mussten Katharina Pötter (CDU), Robert Alferink (SPD), Volker Bajus (Bündnis 90/Die Grünen), Thomas Groß (Die Linke), Oliver Hasskamp (FDP) und Thorsten Wassermann (AfD) beantworten:

1. Was ist aus Ihrer Sicht das größte ungelöste Problem Osnabrücks und warum wurde es nicht gelöst?

2. Bezahlbarer Wohnraum, wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz stehen oft in Konkurrenz zueinander. Wo würden Sie im Zweifel Prioritäten setzen?

3. Wie soll sich der Verkehr in Osnabrück in den kommenden Jahren konkret verändern?

4. Wenn Ihre Amtszeit in acht Jahren erfolgreich war: Was ist dann in Osnabrück anders als heute?

5. Welche Eigenschaft braucht ein Oberbürgermeister/eine Oberbürgermeisterin unbedingt und in welcher Situation haben Sie bereits bewiesen, dass Sie diese Eigenschaft besitzen?

Die Antworten könnt ihr in unserer Print- oder Online-Ausgabe lesen.

Steffen Hallaschka kommt zur jobmesse osnabrück

Event erstmals in der OsnabrückHalle

Am 12. und 13. September wird die OsnabrückHalle zum Treffpunkt für alle, die beruflich neu starten, weiterkommen oder sich orientieren möchten. Auf der 23. jobmesse osnabrück präsentieren sich mehr als 150 Unternehmen, Institutionen und Bildungseinrichtungen mit tausenden Ausbildungs-, Studien- und Jobangeboten.

NEUER STANDORT FÜR MEHR RAUM
Der neue Standort mitten in der Stadt bietet mehr Raum für persönliche Gespräche. Ein besonderes Highlight erwartet die Besucherinnen und Besucher am Samstagvormittag: Moderator Steffen Hallaschka ist zu Gast auf der jobmesse. Der TV-Moderator und Journalist berichtet im lockeren Talk mit seiner Osnabrücker Berufskollegin Kora Blanken über seine persönlichen Erfahrungen, Entscheidungen und Veränderungen.

REGIONALE UNTERNEHMEN SUCHEN ARBEITSKRÄFTE
Ebenfalls mit dabei sind Arbeitgeber aus Industrie, Handwerk, Energie, Logistik, Verwaltung, Bildung und Finanzwesen – darunter Köster, Amazone, Bohnenkamp, Volkswagen, die Hochschule Osnabrück, die NOZ und Piepenbrock. Angesprochen sind vor allem Professionals, Quer- und Wiedereinsteigende, Studierende sowie Schülerinnen und Schüler. Ergänzt wird das Angebot durch ein vielfältiges Rahmenprogramm an beiden Veranstaltungstagen.

Sämtliche Highlights und Details hierzu findet ihr in unserer Print- oder Online-Ausgabe.

Neuer ACT beim CAMPUS FESTIVAL

JBS NEU MIT DABEI

Die Veranstalter des Campus Festivals haben Konsequenzen gezogen: Nachdem in den vergangenen Wochen Vorwürfe wegen Sexualdelikten gegen ein Mitglied von Tiefbasskommando bekannt wurden, haben die Veranstalter die Berliner Rap-Crew aus dem Festivalprogramm gestrichen. Für Ersatz ist aber bereits gesorgt: JBS aus Ibbenbüren komplettiert das Line-up für das Event am 19. September an der Halle Gartlage. „Wir möchten ein Festival schaffen, auf dem sich alle Gäste wohl und sicher fühlen. Deshalb haben wir uns nach Bekanntwerden der Vorwürfe entschieden, Tiefbasskommando auszuladen“, teilten die Organisatoren mit.

Mit JBS rückt nun ein Künstler aus der Region nach, der mit „Vielleicht vielleicht“ in diesem Jahr seinen ersten Top-Hit landete. Der Ibbenbürener trat auch schon auf der Maiwoche auf, aktuell hat er zusammen mit den Rappern Sido und Gzug die Single „Seite an Seite“ veröffentlicht. Unverändert bleibt das hochkarätige restliche Programm: Headliner sind Giant Rooks. Außerdem treten Disarstar, BLOND, Kasi, Paul Wetz, Fayan sowie die Osnabrücker Rapper Big168 & Jamieh auf. Mit zwei Live-Bühnen, Dancefloor, Street Food und kühlen Drinks verspricht das Campus Festival auch in seiner dritten Ausgabe den perfekten Soundtrack für den Spätsommer.

Titelstory: Schlank um jeden Preis

Wie gefährlich ist die Abnehmspritze?

Der Kühlschrank ist fast leer. Keine Schokolade, keine Chips, keine heimlichen Versuchungen am Abend. Vor wenigen Wochen hätte Tobias Schenk (Name geändert) dieser Anblick nervös gemacht. Heute zuckt der 44-Jährige mit den Schultern. „Ich habe keinen Heißhunger mehr“, sagt er im Gespräch mit TNI. Seit einem Monat spritzt er sich einmal pro Woche ein Medikament gegen sein Übergewicht. Knapp fünf Kilogramm hat er bereits verloren. „Anfangs hatte ich Migräne und mir war gelegentlich übel. Das ist aber besser geworden. Der Blick auf die Waage motiviert mich.“ Was für Tobias ein persönlicher Erfolg ist, steht für einen weltweiten Trend. Die sogenannten Abnehmspritzen gelten für viele als medizinischer Durchbruch, andere sehen darin ein überteuertes Lifestyle-Produkt. Fest steht: Kaum ein Medikament hat in den vergangenen Jahren einen vergleichbaren Hype ausgelöst.

Vom Diabetes-Medikament zum Schlankmacher

Ursprünglich wurden sogenannte GLP-1-Medikamente zur Behandlung von Diabetes Typ 2 entwickelt. Inzwischen gelten sie als Hoffnungsträger der Abnehm-Industrie. „In den vergangenen Jahren haben sich einige meiner Patientinnen und Patienten nach der Abnehmspritze erkundigt“, berichtet Allgemeinmedizinerin Sarah Kollmeyer, die lange am Marienhospital tätig war und inzwischen eine Hausarztpraxis in Neuenkirchen (Melle) führt. Für eine Therapie seien eine medizinische Indikation, ausführliche Aufklärungsgespräche und ärztliche Begleitung entscheidend. Gleichzeitig sieht sie aber die Grenzen der Kontrolle: „Wer die Spritzen haben möchte, bekommt sie auch. Wenn ich sie nicht verschreibe, macht es ein anderer. Die Gefahr von Missbrauch wird es immer geben.“

Medizin oder Luxus?

Grundsätzlich kommen Menschen mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 30 für eine Behandlung infrage. „Adipositas ist ein großes gesellschaftliches Problem. Für viele Betroffene ist es gut, dass es diese Medikamente gibt“, sagt Kollmeyer. Doch die Therapie hat ihren Preis. Weil gesetzliche Krankenkassen die Präparate meist als sogenannte Lifestyle-Medikamente einstufen, müssen viele Patienten die Kosten selbst tragen. „Ich habe einige Patienten, die sich das Medikament schlicht nicht leisten können“, berichtet die Hausärztin. Damit werden die Spritzen zu einem Luxusgut: Wer mehrere Hundert Euro im Monat aufbringen kann, erhält Zugang zu einer Therapie, die anderen verwehrt bleibt.

Millionen potenzielle Kunden

Der Hype dürfte weitergehen. Rund 16 Millionen Menschen gelten in Deutschland als stark übergewichtig – ein riesiger Markt für Pharmaunternehmen. Auch Susanne Schone (21, Name geändert) kämpft seit ihrer Jugend mit Gewichtsproblemen. Seit März bezahlt sie ihre Behandlung mit Mounjaro selbst. Rund 280 Euro kostet die Therapie pro Monat. 15 Kilogramm hat sie inzwischen verloren. Die Kehrseite: „Zeitweise hatte ich einen starken Blähbauch, Krämpfe und Durchfall.“ Zudem bleibt die Sorge vor dem Jojo-Effekt. „Durch meine Ernährungsumstellung hoffe ich aber, irgendwann ohne das Medikament auszukommen.“

 

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