
Insider des Monats: Yassine El Mesmoudi
„Der Service macht den Unterschied“
Yassine El Mesmoudi ist Franchise-Unternehmer der McDonald’s-Filialen in Hasbergen und Belm. TNI hat mit ihm über seinen beruflichen Werdegang, den Konzern und die Zukunft des Fast Foods gesprochen.
THE NEW INSIDER: Herr El Mesmoudi, wie wird man Franchise-Partner einer McDonald’s-Filiale?
YASSINE EL MESMOUDI: Der Weg dorthin ist klar strukturiert: Man bewirbt sich, durchläuft mehrere Auswahlverfahren – inklusive eines Assessments – und am Ende entscheidet sogar der Vorstand. Dann bekommt man eine Lizenz von McDonald’s und darf unter der Marke ein Restaurant betreiben. Wichtig ist: Gesucht werden keine reinen Investoren, sondern Menschen, die ihre Restaurants vor Ort aktiv führen.
Wie sind Sie zu McDonald’s gekommen?
2005 studierte ich Elektro-Informationstechnik und suchte einen Nebenjob. In Osnabrück begann ich dann im Restaurant am Bahnhof – ganz klassisch in der Küche, mit Putzen, Frittieren und allem, was dazugehört. Eigentlich wollte ich nur die Zeit bis zum nächsten Semester überbrücken.
Und dann wurde mehr daraus…
Ja, ziemlich schnell sogar. Ein Kollege hat mich angesprochen und mir geraten, mich weiterzuentwickeln. Ich hatte Gespräche mit der damaligen Geschäftsleitung und habe mich schließlich bewusst für eine Karriere bei McDonald’s entschieden – inklusive Ausbildung über die IHK. 2009 wurde ich dann Restaurantleiter.
Wie kam der Schritt zur Selbstständigkeit?
Mein Chef Christian Eckstein wollte seine Geschäftsfelder verkleinern und hat uns ermutigt, den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen. McDonald’s sucht gezielt nach erfahrenen Führungskräften aus den eigenen Reihen. Ich habe mich beworben – und heute führe ich zwei Restaurants.
Haben Sie unternehmerische Freiheit?
Ich bin Unternehmer und führe meine beiden Restaurants eigenverantwortlich. Gleichzeitig gibt es klare Vorgaben von McDonald’s – etwa bei Produkten, Einkauf und Zubereitung. Da gilt: Null Abweichung! Aber beim Umgang mit Mitarbeitenden habe ich viel Freiheit – und da liegt auch der größte Hebel. Ich möchte, dass meine Mitarbeitenden gerne zur Arbeit kommen. Nur wenn das Umfeld stimmt, kann man auch Leistung einfordern. Am Ende macht der Service den Unterschied.
Welche äußeren Faktoren beeinflussen Ihr Geschäft?
Wetter, Ferien, große Events – all das hat großen und direkten Einfluss. Ein Schnee-Tag kann den Umsatz massiv drücken. Im Sommer verschiebt sich das Geschäft oft in die Abendstunden. Auch globale Ereignisse wie Corona oder Krisen wirken sich sofort aus.
Welche Abgaben zahlen Sie an den Konzern?
Es gibt mehrere Komponenten: eine Franchise-Gebühr, eine umsatzabhängige Miete und einen Werbezuschuss. Letzterer fließt in einen gemeinsamen Topf, aus dem nationale Kampagnen finanziert werden.
Das gesamte Interview könnt ihr in der Online-Ausgabe lesen!
