
Insider des Monats: Kamp-Manager Steffen Beine
„Innenstädte müssen sich weiterentwickeln“
Leerstände, Online-Handel, neue Nutzungskonzepte: Innenstädte stehen unter Veränderungsdruck. Auch in Osnabrück ist die Frage, wie sich die City künftig behaupten kann, längst mehr als eine Frage des Einzelhandels. Steffen Beine kennt diese Entwicklung aus rund 25 Jahren im Center Management. Seit Juli ist der gebürtige Bochumer für die Kamp-Promenade verantwortlich. TNI sprach mit ihm über Leerstände, Aufenthaltsqualität, neue Konzepte und darüber, warum Innenstädte mehr sein müssen als Orte zum Einkaufen.
THE NEW INSIDER: Herr Beine, wie wird man eigentlich Center Manager?
STEFFEN BEINE: Ich habe Wirtschaftswissenschaften studiert und mich dabei unter anderem mit Marketing und Psychologie beschäftigt. Nach dem Studium bin ich über ein Trainee-Programm in Düsseldorf in die Shopping-Center-Branche gekommen.
Was hat Sie nach Osnabrück geführt?
Nach so vielen Jahren in der Branche, die mich unter anderem nach Kiel, Münster, Nürnberg, Leipzig und Berlin geführt haben, wollte ich noch einmal eine neue Aufgabe bei der IPH übernehmen. Die Kamp-Promenade ist dabei interessant, weil sie anders funktioniert als ein klassisches geschlossenes Einkaufszentrum, mit denen ich es vorher oft zu tun hatte. Sie ist Teil der Innenstadt und mit ihren fünf Gebäudeteilen in die Stadt integriert.
Ein Thema, das viele Innenstädte beschäftigt, sind Leerstände. Wie sieht es in der Kamp-Promenade aus?
Leerstände gibt es natürlich auch bei uns, aber erfreulicherweise derzeit nur drei. Entscheidend ist, wie man damit umgeht. Wir schauen uns genau an, welche Konzepte zum Standort passen. Dabei geht es nicht nur darum, möglichst schnell irgendeinen Mieter zu finden. Ein Geschäft sollte langfristig funktionieren und das Angebot der Kamp-Promenade ergänzen.
Ist es schwieriger geworden, neue Händler zu gewinnen?
Definitiv. Die Zeiten, in denen Unternehmen Schlange standen, um eine Fläche zu bekommen, sind vorbei. Heute muss man aktiv auf Unternehmen zugehen und gleichzeitig darauf achten, welche Konzepte zum Standort passen. Positiv ist zu erwähnen, dass wir derzeit bezüglich zwei der leerstehenden Flächen mit zwei Mietern in Gesprächen sind, die mit ihrer Entwicklung am Standort Kamp-Promenade so zufrieden sind, dass sie sich vergrößern und ihr Sortiment erweitern wollen. Sobald dies spruchreif ist, können wir die Brands bekanntgeben.
Das gesamte Interview könnt ihr in der Print- und Online-Ausgabe nachlesen!

