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Stefanie Heinzmann im TNI-Promi-Talk

„Ich bin dankbar, dass das Leben andere Pläne hatte als ich“

THE NEW INSIDER: Hallo Stefanie, deine Tour steht an, aber es dauert noch ein paar Monate. Wie fühlt sich diese Zeit der Vorbereitung für dich an?

STEFANIE HEINZMANN: Es ist ganz lustig – die Tour fühlt sich gerade ein bisschen an wie mein Baby. Es sind noch etwa neun Monate bis dahin, und langsam fange ich an, mich intensiver vorzubereiten. Gerade mache ich mir Gedanken über die Setlist: Natürlich spielen wir das neue Album, das ist mir am wichtigsten, aber ich überlege auch, welche älteren Songs gut dazu passen. Außerdem geht es um die Bühne, die Bandbesetzung und darum, was für diese Musik am meisten Sinn macht. Jetzt wird die Tour zum ersten Mal wirklich real, und ich freue mich wahnsinnig darauf, endlich wieder zu spielen – auch wenn noch einiges an Arbeit vor uns liegt.

Im Oktober 2025 ist dein Album „Circles“ erschienen. Es wirkt wie eine Reise durch verschiedene Lebensphasen. Sind das eher persönliche Erfahrungen oder universelle Themen?

Es geht ganz klar um Lebensphasen, die alle durchlaufen. Alle sind mal Kinder, Teenager, junge Erwachsene und irgendwann merken wir mit 30, dass wir eigentlich keine Ahnung hatten. Natürlich sind alle unterschiedlich, aber die Themen, die uns in den jeweiligen Phasen beschäftigen, ähneln sich sehr. Ein zentrales Thema des Albums ist für mich auch, darauf zu vertrauen, dass Dinge Zeit brauchen. Manche Entwicklungen lassen sich einfach nicht beschleunigen – man muss erst durch sie hindurchgehen, um irgendwo anzukommen.

Deine Songs wirken sehr ehrlich und ungefiltert. Wo ziehst du für dich eine Grenze?

Eigentlich ziehe ich gar keine strikte Grenze. Ich bin ein offenes Buch, und mir geht es sehr gut damit. Ich spreche offen, aber ohne Drama. Ich jammere nicht, sondern teile einfach. Ich glaube daran, dass ich mit meiner Stimme und meinem Beruf vielleicht Menschen helfen oder ihnen zumindest das Gefühl geben kann, nicht allein zu sein. Gleichzeitig merke ich, dass sich mein Songwriting verändert hat: Früher ging es stärker um mein eigenes Drama, heute interessieren mich eher die gemeinsamen Themen. Mein persönliches Drama langweilt mich mittlerweile – ich möchte Songs schreiben, die viele Menschen betreffen.

Wenn Circles ein Gefühl wäre – welches wäre es?

Zuversicht. Ein zuversichtlicher Blick in die Zukunft, auch wenn das gerade nicht einfach ist. Ich bin sehr sensibel, und wenn ich mich zu sehr am Weltgeschehen orientiere, kann mich das richtig runterziehen. Mir hilft es, mich auf meine eigene Entwicklung zu konzentrieren. Ich glaube daran, dass viel möglich ist, wenn wir bei uns selbst anfangen.

Welchen Rat würdest du deinem jüngeren Ich geben?

Ich würde sie erstmal in den Arm nehmen und ihr sagen, dass ich stolz auf sie bin. Und dass sie weitermachen soll – Schritt für Schritt. Mehr auf das eigene Gefühl vertrauen und weniger nach links und rechts schauen.

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Foto: Maximilian König