Zum Hauptinhalt springen

Stefanie Heinzmann im TNI-Promi-Talk

„Ich bin dankbar, dass das Leben andere Pläne hatte als ich“

THE NEW INSIDER: Hallo Stefanie, deine Tour steht an, aber es dauert noch ein paar Monate. Wie fühlt sich diese Zeit der Vorbereitung für dich an?

STEFANIE HEINZMANN: Es ist ganz lustig – die Tour fühlt sich gerade ein bisschen an wie mein Baby. Es sind noch etwa neun Monate bis dahin, und langsam fange ich an, mich intensiver vorzubereiten. Gerade mache ich mir Gedanken über die Setlist: Natürlich spielen wir das neue Album, das ist mir am wichtigsten, aber ich überlege auch, welche älteren Songs gut dazu passen. Außerdem geht es um die Bühne, die Bandbesetzung und darum, was für diese Musik am meisten Sinn macht. Jetzt wird die Tour zum ersten Mal wirklich real, und ich freue mich wahnsinnig darauf, endlich wieder zu spielen – auch wenn noch einiges an Arbeit vor uns liegt.

Im Oktober 2025 ist dein Album „Circles“ erschienen. Es wirkt wie eine Reise durch verschiedene Lebensphasen. Sind das eher persönliche Erfahrungen oder universelle Themen?

Es geht ganz klar um Lebensphasen, die alle durchlaufen. Alle sind mal Kinder, Teenager, junge Erwachsene und irgendwann merken wir mit 30, dass wir eigentlich keine Ahnung hatten. Natürlich sind alle unterschiedlich, aber die Themen, die uns in den jeweiligen Phasen beschäftigen, ähneln sich sehr. Ein zentrales Thema des Albums ist für mich auch, darauf zu vertrauen, dass Dinge Zeit brauchen. Manche Entwicklungen lassen sich einfach nicht beschleunigen – man muss erst durch sie hindurchgehen, um irgendwo anzukommen.

Deine Songs wirken sehr ehrlich und ungefiltert. Wo ziehst du für dich eine Grenze?

Eigentlich ziehe ich gar keine strikte Grenze. Ich bin ein offenes Buch, und mir geht es sehr gut damit. Ich spreche offen, aber ohne Drama. Ich jammere nicht, sondern teile einfach. Ich glaube daran, dass ich mit meiner Stimme und meinem Beruf vielleicht Menschen helfen oder ihnen zumindest das Gefühl geben kann, nicht allein zu sein. Gleichzeitig merke ich, dass sich mein Songwriting verändert hat: Früher ging es stärker um mein eigenes Drama, heute interessieren mich eher die gemeinsamen Themen. Mein persönliches Drama langweilt mich mittlerweile – ich möchte Songs schreiben, die viele Menschen betreffen.

Wenn Circles ein Gefühl wäre – welches wäre es?

Zuversicht. Ein zuversichtlicher Blick in die Zukunft, auch wenn das gerade nicht einfach ist. Ich bin sehr sensibel, und wenn ich mich zu sehr am Weltgeschehen orientiere, kann mich das richtig runterziehen. Mir hilft es, mich auf meine eigene Entwicklung zu konzentrieren. Ich glaube daran, dass viel möglich ist, wenn wir bei uns selbst anfangen.

Welchen Rat würdest du deinem jüngeren Ich geben?

Ich würde sie erstmal in den Arm nehmen und ihr sagen, dass ich stolz auf sie bin. Und dass sie weitermachen soll – Schritt für Schritt. Mehr auf das eigene Gefühl vertrauen und weniger nach links und rechts schauen.

Weitere Fragen & Antworten & eine Ticket-Verlosung fürs Konzert in Osnabrück findet ihr im aktuellen Online-Magazin!

Foto: Maximilian König

Vorfreude auf Frühjahrsjahrmarkt in Osnabrück

Achterbahn, Feuerwerk & leuchtende Kinderaugen

Osnabrück dreht wieder auf: Vom 20. bis 29. März lädt der Frühjahrsjahrmarkt an der Halle Gartlage zum Rummel mit Tempo, Licht und ganz eigenen Lieblingsmomenten. Ob adrenalinfördernde Fahrgeschäfte, klassische Kirmes-Atmosphäre oder Zuckerwatte-Duft in der Luft – für alle Altersgruppen ist etwas dabei. Zum Start am 20. März gibt es ab 15 Uhr eine halbe Stunde Freifahrten, mittwochs lockt der Familientag mit ermäßigten Preisen und an den Freitagen steigt ein großes Brillant-Feuerwerk über dem Platz.

Nervenkitzel & Nostalgie für eine gute gemeinsame Zeit

Auf dem Platz trifft Nervenkitzel auf Nostalgie: Adrenalinreiche Großattraktionen stehen neben klassischen Fahrgeschäften wie Autoscooter, Riesenrad und Musik-Express. Für Familien gibt’s mit Achterbahn-Erlebnissen und Mitmach-Spielständen genau die richtige Mischung aus Action und gemeinsamer Zeit. Essen gehört dazu: Von herzhaften Snacks und internationalen Spezialitäten bis zu gebrannten Mandeln und Crêpes ist alles dabei – ideal für einen gemütlichen Jahrmarkt-Bummel.

Kindheitshelden-Tag am 26. März

Ein Höhepunkt für Familien ist der Kindheitshelden-Tag am Donnerstag, 26. März, von 16:00 bis 18:00 Uhr. Dabei sind vier beliebte Figuren aus der Welt der Superhelden und Märchen auf dem Jahrmarkt unterwegs – mit Spinnennetz, Schutzschild oder frostigem Zauber – und nicht nur am Rand, sondern mitten im Geschehen. Besucherinnen und Besucher können ihnen beim Schlendern über den Platz begegnen, Fotos und Videos machen, abklatschen oder sogar gemeinsam eine Runde Karussell fahren.

Öffnungszeiten: Mo–Do 15–22 Uhr Fr 15–23 Uhr Sa 14–23 Uhr So 14–22 Uhr

Parken: Die Jahrmarktwiese hinter der Halle Gartlage steht als kostenfreie Parkfläche zur Verfügung.

4. beruf & bildung: Die Messe für den Karrierestart

Tausende Karriere-Chancen in der Region

Schon eine Idee, wohin die berufliche Reise gehen soll? Oder noch auf der Suche nach dem einen Weg, der wirklich passt? Antworten auf diese Fragen liefert die 4. beruf & bildung osnabrück, die am 28. Februar und 01. März 2026 in der Messehalle von Volkswagen Osnabrück im Stadtteil Fledder stattfindet.

Über 100 Unternehmen, Hochschulen und Institutionen präsentieren hier ihre Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten – von Ausbildung und dualem Studium bis hin zu beruflichen Perspektiven für Young Professionals und erfahrene Fachkräfte. Mit dabei sind namhafte Arbeitgeber wie adidas, Volkswagen, die Bundespolizei, die Sparkasse Osnabrück, Thomas Philipps, Duni, Windel, die Universität Osnabrück, der Landkreis Osnabrück sowie die Amazonen-Werke.

Ob Industrie, Handel, öffentlicher Dienst oder Wissenschaft – die Messe bildet die wirtschaftliche Vielfalt der Region ab und ermöglicht direkte Gespräche ohne formelle Hürden. Und auch das Rahmenprogramm lässt keine Wünsche offen.

Weitere Infos zum Programm der Messe findet ihr auf den Sonderseiten 20 bis 25 im aktuellen Februar-Magazin!

 

VfL-Mittelfeldspieler Bryan Henning im lila-weißen Talk

„Osnabrück ist meine Wahlheimat“

VfL-Mittelfeldspieler Bryan Henning im lila-weißen Talk

Geburtsdatum: 16. März 1995
Geburtsort: Berlin
Größe: 1,72 Meter
Beim VfL seit: 03. Januar 2025
Rückennummer: 6
Position: zentrales Mittelfeld

Der VfL Osnabrück spielt bislang eine gute Saison und steht in der oberen Tabellenregion. Mittelfeldspieler Bryan Henning spricht im TNI-Interview über den bisherigen Verlauf, seine persönliche Situation, den besonderen Startelf-Einsatz in Aachen und seine Sicht auf den Verein und die Zukunft.

THE NEW ISNIDER: Hi Bryan, momentan läuft es beim VfL sehr gut. Wie bewertest du die Saison bislang – persönlich und als Team?

BRYAN HENNING: Wenn man ehrlich ist, war der Abschluss der Hinrunde nicht optimal. Da haben wir ein paar Spiele verloren, teilweise auch deutlich, das hat natürlich nicht ganz gepasst. Aber insgesamt stehen wir nicht umsonst auf Platz fünf. Über die Saison hinweg machen wir vieles richtig, sammeln konstant Punkte und man sieht eine Entwicklung. Persönlich ist es nicht immer leicht, wenn man längere Zeit nicht von Beginn an spielt. Aber wir waren als Mannschaft erfolgreich, und das steht immer im Vordergrund.

In Aachen standest du nach längerer Zeit wieder in der Startelf und hast gleich ein Tor erzielt. Wie war das für dich?

Das war natürlich richtig geil. Die Kulisse war besonders, Aachen hatte Jubiläum, da war richtig was los. Wenn du dann dem Team helfen kannst, ein Tor machst und am Ende deutlich gewinnst, ist das ein überragendes Gefühl.

Wenn eine Mannschaft erfolgreich ist, wird es für Einzelspieler oft schwerer, ins Team zu kommen. Wie gehst du damit um?

Das ist völlig normal. Wenn ich Trainer wäre und meine Mannschaft gewinnt oder gute Spiele macht, würde ich auch nicht viel wechseln. Dann heißt es: im Training Gas geben, sich anbieten und geduldig bleiben. Das gehört im Fußball einfach dazu.

Wie nimmst du die Stimmung in der Kabine wahr? Wird intern über den möglichen Aufstieg gesprochen?

Die Stimmung ist bei uns generell sehr gut – unabhängig von Ergebnissen. Über den Aufstieg reden wir intern eigentlich gar nicht. Unser Ansatz ist simpel: Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Wenn du das schaffst, kommst du am Ende automatisch oben raus.

Das komplette Interview findet ihr auf den Seiten 28 im aktuellen Februar-Magazin!

Neumarkt-Investor Bergmann im Exklusiv-Interview

„Ich würde es kein zweites Mal tun“

Neumarkt-Investor Dr. Theodor Bergmann im Exklusiv-Interview

THE NEW INSIDER: Herr Bergmann, viele Osnabrücker rollen inzwischen nur noch die Augen, wenn sie das Wort Neumarkt hören. Jahrzehntelange Debatten, Stillstand, leere Versprechen. Verstehen Sie diese Ermüdung?

THEODOR BERGMANN: Ich halte diese Reaktion sogar für völlig logisch. Die erste Studie zur Neumarkt-Entwicklung ist inzwischen 30 Jahre alt. Sie sah einen Autotunnel vor. Drei Jahrzehnte Diskussion, Blockade, Stillstand hinterlassen Frust, Spott und Wut. Alles andere wäre unehrlich.

Trotzdem sind Sie Teil dieser Geschichte.

Aber ich bin nicht für die derzeitige Situation verantwortlich. Diese Entwicklung ist nicht durch eine Person und schon gar nicht durch mich entstanden, sondern durch wechselnde politische Entscheidungsprozesse. Schuld sind endlose Diskussionen, nicht enden wollende Kompromissversuche, Lobbyismus und der Unwillen, Verantwortung zu übernehmen oder zuzulassen. Das Ergebnis sieht man heute nicht nur am Neumarkt, sondern auch am insgesamt schlechten Zustand der zentralen Innenstadt.

Auch Ihr Neubauprojekt „Zauberwürfel“ am Neumarkt wird in diesem Zusammenhang häufig kritisiert. Als der Plan mit einem Hotelbetreiber zuletzt schieflief, dachten viele: nicht schon wieder.

Es lief insoweit nichts „schief“. Wir haben eine bewusste Entscheidung getroffen. Es gab ein definiertes Rücktrittsrecht im Mietvertrag – und davon haben wir auch angesichts der aktuellen städtebaulichen Situation Gebrauch machen müssen. Das geplante Konzept war rückblickend nicht ausreichend tragfähig für diesen Standort.

Warum nicht?

Es war grundsätzlich nicht schlecht, aber nicht mehr belastbar genug im Hinblick auf das Verhältnis Kosten/Ertrag und die Flächenausnutzung. Wir sprechen dabei u.a. vom sechsten Obergeschoss mit seiner Südausrichtung, ganztägige Sonne, Blick über die gesamte Stadt. Und dann soll dort morgens zwei Stunden lang nur gefrühstückt werden – und danach passiert gar nichts mehr? Das wäre unglücklich gewesen. Jetzt bekommen wir eine Lounge, eine Bar, ein Restaurant und einen Room-Service, also von 06.00 Uhr morgens bis in die Nacht hinein ein Angebot an alle Gäste. Sowohl für diejenigen aus der Stadt und als auch für Übernachtungsgäste.

Sie glauben, es läuft besser in Eigenregie?

Ich denke, dass man in der aktuellen Situation selbst Verantwortung für diesen Ort übernehmen muss. Nicht alles, was wirtschaftlich gerade so funktioniert, ist langfristig sinnvoll. Wir wollen Qualität – keine Beliebigkeit, trotz des aktuellen Zustands des Neumarktes. Die stellen wir her und dann sehen wir weiter. Sich im Hinblick auf die künftigen Nutzungen im Haus am derzeitigen Zustand des Platzes und seines unmittelbaren Umfeldes zu orientieren, konnte nun wirklich kein Ziel sein.

Online konnte man zunächst schon Hotelzimmer für Mitte Februar buchen. Nun ist das nicht mehr möglich. Wann wird denn nun eröffnet?

Derartige Zeitpläne hängen natürlich von vielen Faktoren ab; auch von der Witterung. Das kann man nicht steuern. Vor allem dann nicht, wenn auch noch Bauleistungen im Außenbereich zu vollziehen sind. Im Frühjahr wird das Hotel aber definitiv eröffnet.

Viele halten den Neumarkt für einen Problemort. Zu laut, zu chaotisch, zu kaputt. Warum investieren Sie dort überhaupt noch?

Die Entscheidung, das zu tun, haben bereits meine Eltern getroffen und den seinerzeitigen Entwicklungsstand des Platzes unten wie oben mitentwickelt. Als städtebauliche Veränderungen anstanden, war es also eine notwendige Konsequenz, dann für mich als Nachfolger, daraus etwas Sinnvolles zu machen. Damals war die Entscheidung dann auch kein Problem; das wurde sie erst zu einem späteren Zeitpunkt, als die unterirdische Passage unattraktiv wurde. Grundsätzlich ist eine Investitionsentscheidung für diesen Standort aber auch nicht falsch. Die Innenstadt um den Neumarkt herum hat ja mit H&M, Zara, Fielmann, T-Mobile oder Deichmann, die alle lange, manche um die dreißig Jahre dort geschäftsaktiv sind, auch eine bestimmte Wertigkeit. Der Standort ist einer der am stärksten frequentierten in Nordwestdeutschland. Rund 15,5 Millionen Menschen passieren ihn jährlich – allein durch die Kunden der jeweiligen Busverkehre. Und wir glauben an das, was dort in der Neustadt künftig passieren wird bzw. bereits passiert ist: Die Projektierungen von Stayery/prizeotel, Lindhorst/Aureus, der Coppenrath-Stiftung, der Wohnbebauung im ehemaligen Magnum-Areal, dem Marienhospital und auch die der Stadt am Platz selbst, werden Investitionen von über zwei Milliarden Euro nach sich ziehen. Das ist für Osnabrück einmalig. Wir glauben, dass auf der Achse Helmut-Kohl-Platz – Neuer Graben – Wittekindstraße – Berliner Platz noch einiges passieren wird. Der Schlossgarten und der Ledenhof sind inzwischen neu angelegt worden. Das Stephanswerk investiert gegenüber vom Schloss kräftig; Pro Urban hat bereits das Gesicht der Möserstraße sehr positiv verändert: Es kann insgesamt also nur besser werden.

Das komplette Interview findet ihr auf den Seiten 04-07 im aktuellen Februar-Magazin!

Neuer FMO-Chef im ersten Interview

Insider des Monats: Andrés Heinemann, Geschäftsführer FMO

Geburtsdatum: 05. August 1971
Geburtsort: Osnabrück
Lebensmotto: Reisen ist die schönste Art zu lernen
Lieblingsort in Osnabrück: Marktplatz
Hobbys: Rennradfahren und Reisen
Lieblingsessen: Brathähnchen

 „Der Flughafen muss funktionieren – nach innen und außen“

Der neue FMO-Chef Andrés Heinemann spricht im TNI-Interview über seinen Start, neue Airlines, Saisonalität, Digitalisierung und die Zukunft des Fliegens.

THE NEW INSIDER: Herr Heinemann, Sie stehen seit Jahresbeginn offiziell an der Spitze des Flughafens Münster/Osnabrück – herzlichen Glückwunsch! Wie haben Sie die ersten Wochen erlebt?

Andrés Heinemann: Der Übergang war bewusst fließend. Intern hatten sich die Tätigkeitsfelder schon längere Zeit verlagert, aber mit der offiziellen Rolle verändert sich natürlich die Wahrnehmung nach außen. Man repräsentiert das Unternehmen gegenüber den unterschiedlichsten Stakeholdern: Politik, Wirtschaft, Airlines und Medien. Das ist intensiv, aber auch sehr spannend.

Wie möchten Sie den FMO entwickeln?

Ein zentrales Thema ist die hohe Saisonalität. Unser Sommer ist fünf- bis sechsmal stärker als der Winter. Das ist eine enorme Herausforderung, die sich nicht allein mit Personal lösen lässt. Deshalb spielt Digitalisierung eine Schlüsselrolle – Prozesse automatisieren, Spitzen abfedern, effizienter werden.

Ist diese starke Saisonalität typisch für kleinere Flughäfen?

Ja, deutlich stärker als an großen Drehkreuzen. Der Geschäftsreiseverkehr hat sich nach Corona verändert, innerdeutsche Flüge sind stark zurückgegangen. Urlaubs- und Städtereisen haben klare Peaks zwischen Ostern und Herbstferien. Diesen saisonalen Verlauf sieht man an vielen europäischen Flughäfen – in Süd- und Nordamerika dagegen kaum.

Wie entsteht eigentlich ein neuer Flugplan? Ist das ein Wettbewerb zwischen Flughäfen?

Absolut. Flughäfen stehen in intensivem Wettbewerb um Airlines und Veranstalter. Persönlicher Kontakt ist wichtig, aber entscheidend sind belastbare Zahlen. Heute wird keine Strecke „warmgeflogen“, so wie früher. Wenn Auslastung und Ertrag nach wenigen Wochen nicht stimmen, wird die Strecke direkt infrage gestellt.

Wie reagieren Sie darauf?

Wir haben uns bewusst auf volumenstarke Ziele konzentriert und diese hochfrequent angeboten. Lieber weniger Ziele, dafür viele Abflüge. Antalya oder Mallorca werden im Sommer bis zu sechs- oder achtmal täglich angeflogen. Das bietet maximale Flexibilität in Sachen Reiseplanung und macht den FMO für unsere Region und darüber hinaus extrem attraktiv.

Für den Sommer 2026 kommt mit LEAV Aviation eine neue deutsche Airline dazu. Warum ist das wichtig?

LEAV stationiert einen Airbus A320 bei uns und fliegt unter anderem Kreta, Rhodos und Fuerteventura an. Stationierungen bringen bessere Flugzeiten: morgens abfliegen, abends die Heimreise antreten. Das erhöht die Attraktivität enorm – gerade für Familien.

Wie gehen Sie mit den saisonalen Verkehrsspitzen beim Personal um?

Wir haben eine sehr loyale Kernmannschaft, viele seit Jahrzehnten am Flughafen. Über Jahresarbeitszeitkonten gleichen wir Sommer und Winter aus. Zusätzlich setzen wir Saisonkräfte ein. Langfristig müssen wir aber mehr digitalisieren – etwa beim Check-in und Gepäckaufgabe.

Das komplette Interview findet ihr auf den Seiten 12/13 im aktuellen Februar-Magazin!

Entertainment-Highlights in und um Osnabrück

Entertainment-Highlights in und um Osnabrück!

OSSENSAMSTAG

Wenn in Osnabrück wieder farbenfrohe Wagen durch die Innenstadt rollen und ein fröhliches „Osna Helau!“ durch die Gassen tanzt, ist klar: Es ist Ossensamstag. Am 14. Februar verwandelt sich die City in ein buntes Spektakel, das Menschen aus dem ganzen Landkreis anzieht und die „fünfte Jahreszeit“ mit voller Lebensfreude zelebriert. Der traditionelle Umzug ist natürlich der Höhepunkt, der an der Neuen Mühle (14:11 Uhr) startet und über die Schlagvorderstraße und Möserstraße bis zur Hasestraße zieht. Um 15:30 Uhr erreicht die Wagen-Kolonne den Markt, es folgt der traditionelle Rathaussturm, bevor mit DJ Hendrik und einem Bühnenprogramm die Karnevalsparty vor dem Rathaus und in der Altstadt beginnt. Helau!

ELVIS-MUSICAL

Friedensstadt huldigt einer Legende. „ELVIS – Das Musical“ kommt am 29. März in die OsnabrückHalle und bringt die Legende mit all ihren größten Hits zurück auf die Bühne – eine temporeiche Zeitreise durch das Leben des King of Rock’n’Roll. Von den ersten Aufnahmen bei Sun Records über den Welthit „Heartbreak Hotel“ bis zum ikonischen „Aloha from Hawaii“-Konzert: Das zweieinhalbstündige Live-Spektakel lässt Elvis’ Karriere in all ihrer Wucht aufleben. Grahame Patrick, gefeiert als „bester Elvis-Darsteller seit Elvis“, sorgt mit verblüffender Stimm- und Bühnenpräsenz für Gänsehaut – alles live! Originalfilmsequenzen und Material von Elvis-Fotograf Ed Bonja runden diese Hommage ab. Ein Must-See für Fans. Tickets gibt es auf www.ticketheimat.de.

POPSALON

Die 14. Auflage des Popsalons findet vom 15. bis 18. April statt. Das Club-Festival ist bekannt dafür, noch weniger bekannte, aber vielversprechende Künstler zu präsentieren. Zu den Top-Acts gehören dieses Mal Drangsal, Panic Shack und Soft Loft, während auch Künstler wie Adult DVD, Christian Löffler, Robert Stadlober und Warmduscher auf der Bühne stehen werden. Bei früheren Auflagen begeisterten bereits Künstler wie Cro, Adam Angst, Bosse, 1986zig, Kraftklub, Olli Schulz, Alice Phoebe Lou, Bilderbuch, Blond, SOHN und viele mehr das Publikum. Das Festival findet an verschiedenen Osnabrücker Locations statt – darunter das Haus der Jugend, die Lagerhalle, Kleine Freiheit, Bastard Club und die Botschaft. Karten gibt es im Ticketshop von Zukunftsmusik an der Dammstraße oder online unter www.pop-salon.de.

HORSES & DREAMS

Das erste sportliche Highlight in unserer Region steigt vom 22. bis 26. April in Hagen a. T. W. Dann trifft sich die Elite des Reitsports auf dem Hof Kasselmann zum Dressur- und Springturnier Horses & Dreams. Das Turnier ist traditionell das erste der deutschen Freiluftsaison und für die besten Reiter Europas eine Pflichtveranstaltung. Vor allem aber kommen die Zuschauerinnen und Zuschauer Event voll auf ihre Kosten. Neben hochklassigem Reitsport hat das Rahmenprogramm viele Attraktionen für die ganze Familie zu bieten. Und das Beste: Kinder bis einschließlich 12 Jahren haben freien Eintritt.

MAIWOCHE

Ab dem zweiten Freitag im Mai verwandelt sich die Osnabrücker Innenstadt traditionell in eine große Open-Air-Bühne. Die Maiwoche ist das größte Stadtfest im Nordwesten und findet dieses Mal vom 08. bis 17. Mai statt. Mehr als eine Million Menschen werden auch zur 52. Auflage erwartet. „Die Maiwoche ist unser Aushängeschild und hat eine Strahlkraft und starke Anziehungskraft über die Grenzen hinaus. Zudem ist sie auch für den Zusammenhalt unserer Stadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner sehr wichtig“, erklärt Alexander Illenseer, Geschäftsführer der Marketing Osnabrück GmbH. Das mit Spannung erwartete Line-up der Veranstaltung wird neben „alten Hasen“ auch einige Newcomer bereithalten.

UNIBALL

Die Early-Bird-Tickets sind zwar vergriffen, aber die regulären Karten für den Uniball 2026 sind noch erhältlich. Die Veranstaltung am 05. Juni in der OsnabrückHalle ist eines der Aushängeschilder der Universität. Eingeladen sind nicht nur Studierende, sondern generell alle, die Lust auf einen glanzvollen Abend haben. Wenn am frühen Sommerabend um 19:30 Uhr die Türen der OsnabrückHalle öffnen, verwandelt sich das Haus in einen stilvollen Tanzsaal. Die Bands STILLALIVE & 7Beats spielen Live-Sets, zudem sorgen drei DJs und mehrere Showacts für ein abwechslungsreiches Programm – von klassisch-eleganten Klängen bis zu modernen Beats. Tickets gibt es u. a. im Unishop, im Studierendenzentrum, bei Eventim, in der Tanzschule Hull sowie online unter www.uos.de/tickets.

Viele weitere Event-Highlights des Jahres findet ihr auf den Seite 6-8 in unserem neuen Januar-Magazin!

Ernährungs-Expertin Johanna Seifert im TNI-Talk

Insider des Monats: Johanna Seifert, Ökotrophologin

Name: Johanna Seifert
Beruf: Ökotrophologin
Geburtsdatum: 11. Februar 1991
Geburtsort: Mettingen
Lebensmotto: Finde einen Job, den du liebst und du musst niemals arbeiten
Lieblingsort in Osnabrück: Café in der Buchhandlung Thalia
Lieblingsessen: Porridge mit Nussmus und Leinöl, Popcorn

„Evolution geht vor Revolution“

THE NEW INSIDER: Frau Seifert, viele starten ins neue Jahr mit dem Anspruch, ihr Leben komplett umzukrempeln: gesünder essen, abnehmen, fitter werden. Funktioniert das überhaupt?

JOHANNA SEIFERT: Der Jahresanfang ist psychologisch nicht schlecht – wir Menschen lieben klare Startpunkte. Trotzdem beobachte ich jedes Jahr das Gleiche: Im Januar sind alle hochmotiviert, im Februar wird’s schwierig und ab März ist vieles vergessen. Eigentlich wäre der Frühling der bessere Zeitpunkt, weil Sonne und Natur automatisch mehr Energie bringen. Aber egal wann: Wichtig ist es, realistisch zu bleiben und nicht in radikale Programme zu rutschen.

Warum sind die so gefährlich?

Weil alles, was sehr schnell geht, selten lange hält. Viele Detox-Kuren oder „In zehn Tagen fünf Kilo weniger“-Programme bringen kurzfristige Erfolge, aber keine dauerhafte Veränderung. Ich sage immer: Evolution geht vor Revolution. Kleine, machbare Schritte sind nachhaltiger. Aber es gibt auch Ausnahmen: Manche Menschen erhalten zum Beispiel durch eine Woche „Heilfasten“ einmal einen Motivationsschub. Das ist okay, aber danach muss ein alltagstauglicher Weg folgen.

Was wäre so ein Ansatz?

Jeder Mensch isst anders, deshalb muss ich zunächst die Person kennenlernen. Manche brauchen klare Pläne, andere nur Informationen oder Unterstützung bei Gewohnheiten. Ein Konzept, das vielen hilft, ist „blutzuckerfreundliches Essen“. Das heißt: Kohlenhydrate immer mit Eiweiß und Fett „begleiten“. Ein Vollkornbrot mit Frischkäse und Ei, Haferflocken mit Nüssen und etwas Honig oder Nudeln mit Tomatensoße, Gemüse und Parmesan – das hält länger satt und verhindert Heißhunger.

Welche Ernährungsmythen begegnen Ihnen immer noch regelmäßig?

Der Klassiker: „abends keine Kohlenhydrate.“ Das stimmt so nicht. Entscheidend ist immer die Gesamtenergie, nicht die Uhrzeit. Aber wann man isst, kann trotzdem etwas ausmachen. Einfach, weil der Körper in Bewegung mehr verbraucht. Auch denken viele: Fett macht fett. Dabei wird es oft zu Unrecht verteufelt – zu wenig Fett führt eher dazu, dass Menschen später zu schnellen Kohlenhydraten greifen und dann im Kalorienüberschuss landen.

Das komplette Interview findet ihr in unserer neuen Januar-Ausgabe auf den Seiten 8/9.

Hochzeitsmesse in der OsnabrückHalle

Verliebt, verlobt, verheiratet: Hochzeitsmesse in der OsnabrückHalle

Die Hochzeitsmesse Osnabrück ist die größte Veranstaltung ihrer Art in der Region und verwandelt die OsnabrückHalle am Wochenende des 10. und 11. Januar in ein Paradies für alle, die ihre Traumhochzeit planen.

Mehr als 60 Stände liefern Inspiration

Mehr als 60 Ausstellende präsentieren alles, was zum schönsten Tag im Leben gehört – von Braut- und Herrenmode über Schmuck, Floristik und Fotografie bis hin zu Traurednern und Tanzschulen. DJs und Live-Bands sorgen für musikalische Inspiration, Gastronominnen und Caterer für kulinarische Ideen. Auch Vertreter Kirchen stehen für Fragen zur Zeremonie bereit, während Weddingplaner individuelle Unterstützung nach Wunsch und Budget anbieten.

Brautmodenschau als Highlight

Ein Highlight ist die Brautmodenschau, die an beiden Messetagen um 12:30 Uhr und 15:30 Uhr stattfindet. Präsentiert werden die neuesten Trends für Brautkleider und Anzüge – im Anschluss können die Modelle direkt bei den jeweiligen Ausstellenden anprobiert werden. Ob elegante Landhochzeit, romantische Märchenfeier oder ausgelassenes Fest: Die Hochzeitsmesse bietet Inspirationen für jeden Stil und jedes Budget. Auch Paare, die ein Jubiläum oder eine Familienfeier planen, finden hier wertvolle Anregungen. Ein Wochenende voller Ideen für den schönsten Tag im Leben.

Weitere Informationen & alle Stände sind auf www.hochzeitsmesse-osnabrueck.de zu finden!

DER EWIGE OSNABRÜCKER NEUMARKT-TRAUM

DER EWIGE OSNABRÜCKER NEUMARKT-TRAUM

Das Vertrauen der Osnabrückerinnen und Osnabrücker ist längst verspielt. Wer erklärt, dass die Umgestaltung des Neumarkts in diesem Jahr nun wirklich beginne, erntet von vielen Bürgerinnen und Bürgern nur noch ein müdes Lächeln – Häme, Spott und Sarkasmus inklusive. Und doch könnte das Jahr 2026 tatsächlich in die Osnabrücker Stadtgeschichte eingehen.

Ab März sollen die vorbereitenden Maßnahmen zur Umgestaltung des zentralsten Platzes der Stadt starten. Läuft alles so, wie es der neue Zeitplan vorsieht, präsentiert sich der Neumarkt an Weihnachten 2029 so, wie auf den von der Stadt veröffentlichten Visualisierungen.

Keine Autos, mehr Grün

Geplant ist weiterhin ein steinerner, aber begrünter Stadtplatz, der von wenigen Bussen, jedoch von keinen Autos mehr befahren wird. Ein einheitliches Pflaster von der Johannisstraße bis zum Eingang der Großen Straße soll – gemeinsam mit dem reduzierten Verkehr – die Verbindung stärken.

Nach den Vorbereitungen sollen die Hauptarbeiten im November dieses Jahres beginnen. Diese sind in fünf Bauphasen gegliedert. Zunächst wird der nördliche Teil des Platzes umgebaut, anschließend der südliche vor dem Landgericht. Es folgen die Anschlüsse an die Große Straße, die Wittekindstraße, die Johannisstraße und den Kollegienwall. Zwischendurch wird auch der Zentrale Busbahnhof neu gestaltet und mit einer neuen Überdachung versehen.

Dass sich die Kosten inzwischen auf rund 27 Millionen Euro belaufen und sich damit im Vergleich zu 2019 mehr als verdoppelt haben, scheint kaum noch jemanden zu überraschen. Hauptsache, es passiert nun endlich etwas.

Abbruch für die Johannishöfe

Auch an den umliegenden Gebäuden wird gearbeitet. Die als „Zauberwürfel“ bekannte Immobilie neben dem H&M-Gebäude empfängt laut Investor Theodor Bergmann in seinem integrierten Hotel bereits ab Mitte Februar die ersten Gäste. Die Lindhorst-Gruppe will laut Tagespresse noch in diesem Jahr mit dem Abriss der zahlreichen verwahrlosten Gebäude beginnen, um dort endlich die Vision der Johannishöfe zu verwirklichen: mit Wohnungen, Geschäften, Büros und einem Pflegeheim.

Klar ist: Die Geduld der Osnabrückerinnen und Osnabrücker wird erneut auf eine harte Probe gestellt. Umleitungen, Sperrungen, Gerüste, Staus und Baustellenlärm werden die Umbauphase prägen. Nicht auszudenken, wenn auch dieser Plan scheitert.